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Zwei angetrunkene Jugendliche fahren mit ihrem
Wagen durch die Weiten von Texas und terrorisieren alles, was ihnen vor die
Nase kommt. Kein Ortseingangsschild oder Briefkasten ist vor ihnen und ihren
Colts sicher und es erscheint wie ein Wunder, dass noch kein Mensch durch
sie Schaden genommen hat.
Mitten in der Fahrt kommen die beiden Halunken plötzlich auf die glorreiche
Idee, bei dem örtlichen Radiosender anzurufen, um der Moderatorin auf die
Nerven zu gehen. Dies gelingt auch, doch nach einer Weile werden die beiden
aus der Leitung gekickt. Unbekümmert fahren sie weiter, um einige Zeit
später erneut beim Sender anzurufen. Als sie gerade auf Sendung sind,
ändert sich die Stimmungslage der Betrunkenen, denn sie werden von einem
anderen Auto gerammt. Die Moderatorin hält inne und lauscht nun den
Geschehnissen, die nichts gutes verheißen. Die beiden Jugendlichen haben
nämlich den Falschen gerammt und müssen nun Bekanntschaft mit dessen
Kettensäge machen, was live über den Äther gesendet wird.
Die Moderatorin ist geschockt und vermutet das die Sache etwas mit den
Geschehnissen vor einigen Jahren zu tun hat, wo eine Gruppe Jugendlicher
übel zugerichtet wurde. Es gibt immer wieder Erzählungen von der ominösen
Saw-Family, aber gefunden werden konnte sie bisher noch nicht. Die Annahmen
der Reporterin werden bestätigt, als plötzlich Lefty auftaucht, welcher
der Saw-Family seit einigen Jahren auf den Schlichen ist. Lefty freundet
sich mit der Radioreporterin an und überredet sie, die Mitschnitte des
Telefonats, der beiden Umgekommenen, erneut über den Sender zu schicken.
Und siehe da... es wird tatsächlich von dem Vater der Kettensägenträger
gehört, der daraufhin seine beiden Söhne in die Stadt schickt, damit sie
sich um die Sache kümmern können. Aber Leatherface und sein ebenso
verstörter Bruder schaffen es nicht, die Radiomoderatorin zu töten, was
bald schlimme Konsequenzen haben soll... |
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Fast 14 Jahre hat es gedauert, bis einer der
umstrittensten Horrorfilme aller Zeiten, „Blutgericht in Texas“, einen
Nachfolger bekommen hat und wenn man es streng sieht, ist das deutsche Volk
nicht in den Genuss gekommen, dieses Sequel zu bewundern. Es ist nämlich
bereits im Kino (am 05.11.1990) beschlagnahmt worden (bis dato ist dies nur
fünf Filmen gelungen), weswegen es nie eine offizielle deutsche Fassung
gab. Glücklicherweise haben sich aber ein paar Leute die Mühe gemacht, dem
Film eine deutsche Tonspur zu verpassen, die im übrigen recht gelungen ist
und ihn als Bootleg zu vertreiben, sodass gewillte Deutsche das Verbot
umgehen können.
Und dies lohnt sich, da „Texas Chainsaw Massacre 2“ ein recht gelungener
Streifen ist, der sogar einen Hollywoodstar aufbieten kann. Kein geringerer
als Denis Hopper gibt sich in diesem Film die Ehre, allerdings ist sein
Auftritt stellenweise alles andere als eine Werbung für ihn, aber dazu gibt
es später mehr.
Die Geschichte aus diesem Film ist eigentlich nicht mit der aus seinem
Vorgänger vergleichbar, wenn da nicht diese gewisse Redneck-Familie wäre,
die irgendwo in der unentdeckten Ferne wohnt, wo offensichtlich noch nie ein
Polizeiwagen angehalten hat, um sich die degenerierte Sippschaft aus der
Nähe zu betrachten. Doch der Film beginnt nicht mit den debilen
Protagonisten, sondern mit zwei Burschen, die erst wild in der Gegend
umherfahren und dann auf Teile der abgefahrenen Sippe treffen, was sie
natürlich nicht überleben. Bereits hier wird einem klar, dass der
Nachfolger wesentlich härter als das „Blutgericht“ ist, der ja im
übrigen nicht im Splatter- sondern eher im Terrorsubgenre einzuordnen ist.
Verantwortlicher in Sachen Blut und Co ist im übrigen kein Geringerer als
Tom Savini, der bereits in zahlreichen Horrorfilmen gezeigt hat, was man mit
Blut, Knete und ein wenig Phantasie für Schweinereien anrichten kann.
Nachdem die beiden Texas-Jungs also ihr Leben ausgehaucht haben, geht um die
Radioreporterin, da sie den Mord mitgehört und auf Band aufgenommen hat. Zu
ihr gesellt sich dann Dennis Hopper, der im Gegensatz zu der jungen Frau im
weiteren Verlauf des Films nicht vor der netten Family flüchtet, sondern
versucht ihr den Gar auszumachen. Während die Schauspielercrew von gut bis
ansehnlich spielt, macht sich der Star aus Hollywood nicht selten zum Affen.
Er versucht nämlich die Familie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen und
muss daher erst mal den Umgang mit der Kettensäge üben, was er vor einem
Geschäft, in dem er sich zwei der guten Stücke unter den Nagel gerissen
hat, in einer wirklich lächerlichen Art und Weise probiert. Wenn der gute
alte Leatherface mit seiner Säge jongliert mag das ja noch ganz cool
aussehen, aber die Verrenkungen die Hopper zum besten gibt, sind so
unsportlich, dass man nicht mal mehr drüber lachen kann. Leider bekommt der
Betrachter im weiteren Verlauf eine weitere, wesentlich ausgedehntere Szene
zu sehen, wo Dennis erneut zum Kettensägenschwinger wird, was ebenso albern
wirkt und der ernsthaft gemeinten Szene ihre Ernsthaftigkeit raubt. Der
Schauspielprofi spielt die ruhigeren Szenen zwar bedeutend besser, jedoch
bleibt ein fader Beigeschmack zurück.
Neben diesen negativ geprägten Einlagen gibt es leider den weiteren
Kritikpunkt, dass sich die ganze Geschichte etwas zieht und das merkt man
bereits nach der Eröffnungsszenen, als die Radiomoderatorin von den beiden
Unholden aufgesucht wird. Sicherlich ist das Gezeigte äußerst interessant,
da diese Szenen besonders verstörend sind, allerdings zieht sich die Sache
unnötig in die Länge und bereits nach einigen Minuten wünscht man sich
das der Film endlich Fortschritte macht. Diese gibt es dann
glücklicherweise auch, aber so richtig überzeugen kann keine Szene. Die
Spannung ist zwar in Ordnung, die Atmosphäre gut, wenn auch nicht so
perfekt die im Vorgänger und die Effekte sehenswert, der richtige
Kettensägenfunken will aber nicht überspringen.
Somit kann man zu dem Fazit kommen, dass „Texas Chainsaw Massacre 2“
zwar ein recht guter Horrorfilm ist, der atmosphärisch dicht und mit guten
Effekten gespickt ist, er aber nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann,
auch wenn er zur Freude der Splatterfraktion wesentlich blutiger ausgefallen
ist. Als eigenständiger Streifen weiß er aber meist zu überzeugen,
wodurch man ihn im oberen Drittel der besten Horrorfilme ansiedeln muss.
Tobe Hooper hat durch diesen Nachfolger glücklicherweise sein Gesicht nicht
verloren, was man aber nicht von allen Mitwirkenden behaupten kann
(Vorsicht! Doppeldeutiger Humor...) |