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Miguel und Esterborn sind Vorzeigeplayboys und
haben ihr Leben ganz nach dem männlichen Ideal ausgerichtet: Sie vergnügen
sich oft mit hübschen Mädchen und wenn sie das mal nicht machen, jagen sie
die wildesten Tiere des Meeres. Bevorzugt erledigen sie Tigerhaie, da diese
mit am gefährlichsten sind. Ihr Motto lautet dabei. „Wenn der erste
Schuss nicht zwischen die Augen trifft, war es Dein letzter...“.
Als die beiden Draufgänger mal wieder mit einer weiblichen Gespielin auf
dem mexikanischen Meer verweilen, kommt es zu einer Tragödie: Ein riesiger
Tintorera, ein Tigerhai, verspeist erst die holde Maid und dann auch noch
Miguel, der sich heldenmutig dem Tigerhai entgegenstellte und ihn halt nicht
mit dem ersten Schuss zwischen die Augen traf...
Der Überlebende entkommt und benachrichtigt die zuständigen Behörden, die
sich auch bald aufmachen und alles, was unter Wasser kreucht und fleucht,
niederzumetzeln. Als die ganze Sache verarbeitet scheint, wird der Playboy
dummerweise wieder unvorsichtig und ein Nacktbaden soll ihn und seine
weiblichen Gefährten in die Flossen eines alten Bekannten treiben... |
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„Der weiße Hai“ war das Mass aller Dinge
und hat einigen geldgeilen Produzenten gezeigt, dass man mit den Urbewohnern
der Meere eine Menge Geld verdienen kann, wenn man diese nur zu
blutrünstigen Killern abstempelt. Selbst in Mexiko haben die Leute davon
Wind bekommen und sich alsbald daran versucht, mit dem Tintorera, was
Spanisch ist und Tigerhai bedeutet, auf Geldjagd zu gehen.
Das dabei nur ein billiger Abklatsch herauskommt ist zwangsläufig, denn
einen Hai kann man nun mal nur als Menschenfresser gebrauchen und ihn nicht
mit irgendwelchen Charakterzügen versehen. Man hat zwar versucht, die
Geschichte der zwei Playboys etwas auszuschmücken, allerdings ist das alles
andere als unterhaltsam. Man sieht wie die Beiden sich streiten, sich wieder
vertragen und einige Mädels abschleppen... Der Hai bleibt dabei leider auf
der Strecke und darf viel zu wenig in den Mittelpunkt rücken, als das dem
Betrachter lieb sein kann. Denn wenn er mal zu sehen ist, kommt es
unweigerlich zu den wenigen Höhepunkten des Films, die unerwarteter Weise
sogar das ein oder andere Schmankerl für Freunde des Splatterfilms
aufweisen. Gerade in der ersten Bissszene geht ganz gut die Post ab, da der
Möchtegern-Retter mal eben von dem Meeresungeheuer in zwei Teile gebissen
wird. Für eine FSK 16 ist das schon recht hart und zudem gut anzusehen.
Auch die anderen Effekte, die dann aber leider viel zu selten kommen, sind
gelungen, sodass dem Film von Seiten der Spezialeffekte keinerlei Vorwurf
gemacht werden kann.
Aber was bringt einem das, wenn der Rest nur abgekupferter Müll ist, der
mit ein wenig Erotik künstlich aufgepäppelt wurde? Richtig: Gar nichts.
Zudem kann man einige untalentierte Schauspieler betrachten, Dummdialogen
lauschen und sich die Frage stellen, warum die Strandschönheiten bloß bei
den Superproleten aufs Boot springen?
Ein Highlight bietet „Tintorera – Meeresungeheuer greifen an“ dann
aber doch noch, da Ramon Bravo an dem Film mitgearbeitet hat. Er war
derjenige, der zwei Jahre später in Lucio Fulcis „Woodoo – Die
Schreckensinsel der Zombies“ die bekannte Unterwasserszene gedreht hat.
Das dies diesen Film aber nicht rechtfertigt ist klar und somit bleibt wohl
festzuhalten, dass der Film nur etwas für Sammler ist, da er in einem
unheimlich schönen und besonders reißerisch wirkendem Cover bei ITT und
VMP erschienen ist, die sich beide im Regal sehen lassen können. |