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Ex-Sheriff Jim Cole hat genug von seinem
aufregenden Job und möchte mit seiner Familie ein ruhiges leben auf der
gerade geerbten Ranch verbringen. Doch kaum auf der Ranch angekommen,
beginnen auch schon die Probleme. Nicht genug, dass das Farmhaus völlig
verfallen ist und die Felder verdörrt sind. Ein riesiger Grizzly-Bär macht
die Gegend unsicher, reißt das Vieh der Bauern und tötet schließlich
sogar Menschen. Als sämtliche Schutzmaßnahmen der Bevölkerung nicht
fruchten, macht Jim sich auf, der Bestie das Handwerk zu legen. Zu allem
Überfluss muss er sich dabei auch noch mit einem Kontrahenten aus alten
Sheriff-Zeiten herumplagen... |
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Joseph Pevney’s „Todes-Ranch“ ist der
Versuch, das Western-Genre mit dem Tierhorror zu verbinden. Das Ergebnis ist
ein familientauglicher, teilweise spannender und technisch gut umgesetzter
Film, der gerade durch das Westernthema mal eine willkommene Abwechslung zu
den herkömmlichen Vertretern seiner Zunft darstellt.
Clint Walker („Man nannte ihn Kelly“, Gordon Douglas, 1959) und Martha
Hyer („Die vier Söhne der Katie Elder“, Henry Hathaway, 1965) machen
ihren Part als Hauptdarsteller sehr solide. Man merkt ihnen an, dass sie
sich im Westernfilm sehr wohl fühlen.
Jack Elam, bekannt v.a. aus unzähligen Western der 50er und 60er Jahre,
u.a. auch der beliebten Fernsehserie „Die Leute von der Shiloh-Ranch“
oder dem Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ sorgt mit seiner
unverkennbaren Mimik für ein paar komische Elemente, die mal mehr, mal
weniger gut zünden, größtenteils aber stark aufgesetzt wirken. Wirklich
nur noch nervig sind dann aber einige Klamauk-Einlagen, wie z.B. eine Szene,
in der die älteste Tochter der Familie nach einem Schluck Selbstgebranntem
grün anläuft (was dann auch noch mit einem absolut billigen Lichteffekt
umgesetzt wurde). Ebenso störend und überflüssig dürften gerade für
Zuschauer, die in erster Linie dem Tierhorror frönen und eigentlich
härteren Tobak gewohnt sind, einige Passagen sein, die in bester „Friede-Freude-Eierkuchen“-Manier
die idyllische Harmonie des ländlichen Familienlebens beschreiben.
Angesichts von Nahaufnahmen niedlicher Kleintiere, „Walton“-mäßigen
Dialogen, debilen Möchtegern-Schurken, die von ihrer toughen Mutter
zusammengestaucht werden, fühlt sich der Zuschauer unweigerlich an die
Serie „Unsere kleine Farm“ erinnert, die einige Jahre später den
heimischen Fernseher heimsuchen und mit ihrer zuckersüßen „heile Welt“-Darstellung
so manchen Würgreiz auslösen sollte... Kein Wunder, schließlich führte
eben auch dort niemand geringerer als „Todes-Ranch“- Regisseur Pevney
Regie.
Die Spezialeffekte mit dem Bären als eigentlicher Hauptfigur des Films
können sich hingegen sehen lassen, gerade wenn man den Zeitpunkt der
Herstellung des Films (1966) berücksichtigt. Dabei wurden die Tierszenen
und der Part der menschlichen Akteure wohl meistens separat gefilmt und
später sehr geschickt zusammengeschnitten. Auf einen Darsteller in
Bärenkostüm wurde somit glücklicherweise verzichtet, so dass sich zum
Glück keine unfreiwillige Komik ergibt, wie sie ja bei ähnlichen
Genrebeiträgen nicht selten auftritt (was teilweise ja auch nicht unbedingt
ein Nachteil sein muss, da sie ja oftmals sehr zur Erheiterung des Publikums
beitragen).
Der Film kommt, bis auf einige Ausnahmen, ohne großartig blutrünstige
Szenen aus, und ist daher als Unterhaltungsfilm mit FSK-Freigabe ab 12
Jahren durchaus familientauglich. Dennoch wartet er gerade im Schlussteil
mit einer angenehmen Portion Spannung auf. Hardcore-Horror-Fans dürfte der
Film etwas zu brav sein, Freunde des Tierhorror-Genres werden dafür aber
gut unterhalten.
Fazit: Unterhaltsamer Mix aus Western und Tierhorror. Ganz nett aber nicht
weltbewegend... |