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Die
„Sados“ machen die Gegend unsicher: In einem kleinen Örtchen trifft
eine satanische Sekte ein. Erst wird eine junge Frau missbraucht, dann ein
Haus besetzt. Alles noch unter einem freundlichen Deckmantel. Als dann aber
der Großvater des missbrauchten Mädchens den Fremden einen Besuch
abstattet, ändert sich die Situation dramatisch.
Der Opa wird verprügelt und es wird ihm LSD verabreicht. Daraufhin will
sein Enkel den Großvater rächen. Er geht in den Wald und erledigt einen
tollwütigen Hund. Mit dessen Blut verseucht er das Essen der satanischen
Hippies. Die bemerken dann zu spät, was passiert ist. Sie werden wahnsinnig
und fallen übereinander her. Aber es kommt noch schlimmer: Die Seuche wird
schon bei einfachen Körperkontakt übertragen. Deswegen laufen schon bald
einige der Dorfbewohner mit Schaum vor dem Mund rum… |
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Die
Tollwut geht um. Und das, wie es der Story sicherlich zu entnehmen ist, in
einer recht trashigen Art und Weise. Dennoch hat man es bei „Die
Tollwütigen“, der im Original unpassender weise „I Drink Your Blood“
heißt, mit einem recht guten Film zu tun. Man soll es kaum glauben. Der
völlig übertriebene Plot ist recht professionell in Szene gesetzt worden.
Mit simplen Figuren und Schauspielern, die das Overacting perfekt
beherrschen, kommt es hier zu einer guten Dauerunterhaltung.
Die fängt direkt zu Beginn an. Wo man die etwas andere Hippie-Gemeinschaft
sehen kann. Die „Sados“ sind die Söhne und Töchter Satans. Ihr
Anführer, ein nativer Amerikaner, hat mindestens einen Nagel im Kopp, was
für seine Untertanen Grund genug ist, sich ihm willenlos hinzugeben.
Gemeinsam geht es wenig später in ein leeres Hotel, das voll mit Ratten
ist. In der Anfangs- und der Hausbetretungs-Szene kommt es dann auch jeweils
zu angedeutetem Tiersnuff. Dieser ist allerdings, wie man es den Extras auf
der CMV-DVD entnehmen kann, politisch korrekt. Soweit das natürlich geht.
In der Folge muss dann noch ein Hund dran glauben, der als Träger der
Tollwut eine zentrale Bedeutung erlangt. Ihm und dem Jungen, der ihm das
Blut abzapft, ist es nämlich zu verdanken, dass die abgedrehten Hippies
völlig am Rad drehen. Ein bisschen ekelig sind die Schaumeinlagen, aber die
gehören bei der Tollwut ja nun mal dazu…
Witzige Einlagen, wie diese, gibt es zu Hauf. Da die Tollwütigen eine
irrsinnige Angst vor Wasser haben, da sie, wie ein Mediziner im Film
mitteilt, dehydrieren, behelfen sich ein paar Männer, eine tollwütige
Menge mit Wasserspritzen vom Leib zu halten. Sie stehen in einem Fluss und
plätschern lustig drauf los. Die sonst nihilistischen Quasi-Zombies haben
dem nichts entgegen zu setzten. Witzig ist auch zu beobachten, wie die
Tollwütigen unbeholfen kämpfen, sie mit Schlangen spielen oder wie sie
Elektromesser richtig einsetzten.
Da wären wir auch schon bei dem Punkt Spezialeffekte angekommen. Nimmt man
sich das Cover zur Brust, denkt man sich vor dem Betrachten, dass es ein
richtiges Schlachtfest werden könnte. Dem ist aber nicht ganz so. Es gibt
einige gute Szenen, die sind aber nicht vollends brutal und an einer Hand
abzuzählen. Hier hätte man sicherlich etwas mehr Gas geben können. Da der
Film aber auch ohne übermäßigen Einsatz von Kunstblut und Gummi-Attrappen
gut funktioniert, kann man das locker wegstecken. Ebenfalls locker
wegstecken kann man die ein oder andere Ungereimtheit. Besonders bei der
Tollwut die, wie oben erwähnt zu Dehydrierung, Wasserangst und
unersättlicher Fleischeslust führt. Zudem wird sie über Körperkontakt
übertragen.
Von der Spannung und der Atmosphäre her siedelt sich der Film im oberen
Mittelfeld an. Spannend wird es eigentlich nur gegen Ende. Und da auch nur
bedingt. Man kann das Geschehen hat nicht so ernst nehmen. Die Atmosphäre
versucht etwas Bedrohliches auszustrahlen, wie etwa „Night Of The Living
Dead“, was natürlich auch nur sehr bedingt gelingen kann.
„Die Tollwütigen“ ist mit ein paar wenigen Längen und einigen
kleineren Mängeln ein ziemlich guter B-Movie mit einer ebenso irrsinnigen
wie interessanten Geschichte geworden. Mit psychedelischen und seltsam
anmutenden Klängen ist er ein Genuss für Ohr und Auge. „Die Tollwütigen“
ist eine trashige Halb-Komödie mit Schaum vor dem Mund. |