Triangle

OT: Triangle
ca. 89 Minuten
Australien, GB 2009
 
Regie
Christopher Smith
Darsteller
Liam Hemsworth
Melissa George
Rachael Carpani
Emma Lung
u.a. 
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Jess ist auf dem Weg zu einem Segelausflug mit Freunden. Vor dem Trip hat sie alles andere als ein gutes Gefühl. Sie sorgt sich um ihr autistisches Kind und hat auch eine komische Vorahnung. Nichts desto trotz tritt sie den Turn an.

Bei bestem Wetter geht es auf den Ozean. Doch schon bald soll sich die ungute Vorahnung von Jess bestätigen. Ein mächtiges Unwetter zieht auf und dicke Kawenzmänner bringen das Boot zum kentern. Nach dem Sturm sind die Verunglückten froh, dass ihnen plötzlich ein Ozean-Dampfer aus dem Nichts entgegen kommt. Doch als sie ihn betreten, wird es äußerst mysteriös...



 

Christopher Smith hat mit seinen beiden ersten Filmen „Severance - Ein blutiger Betriebsausflug“ und „Creep“ zwei mehr als solide Beiträge zum Horror-Genre beigesteuert. 2009 sollte dann „Triangle“ folgen. Ein bemerkenswerter Film und bis dato sicherlich Smiths bester.

Zu Beginn wird der Zuschauer in gute Laune versetzt. Es geht auf Hohe See. Ein Ausflug mit Freunden, bei bestem Wetter. Was kann es Schöneres geben? Man merkt zwar, dass der Hauptcharakter Jess etwas unruhig ist, dies stört die entspannte Ruhe aber nicht. Bis dann der Sturm aufzieht und der Film einige Wendungen bekommt, die man nie für möglich gehalten hat.

Es wäre jetzt sicherlich ungerecht denen gegenüber, die den Film noch nicht gesehen haben und es noch wollen, zu verraten, wo der Hase lang läuft. Und deshalb lassen wir das an dieser Stelle auch bleiben. Zu Orientierung sei nur verraten, dass sich „Triangle“ nicht nur im Horror-Genre bewegt, sondern auch große Thriller- und Drama Strukturen besitzt.

Der Plot ist extrem sehenswert und schreitet mit einem hohen Tempo und einem ebenso hohen Spannungsanteil voran. Die Geschichte fesselt dermaßen, dass die knapp 90 Minuten Spielzeit schneller vergehen, als einem das lieb ist. Eine originelle Szene jagt die nächste. Und dabei ist immer Hauptdarstellerin Melissa George im Mittelpunkt. Die Australierein hat bereits bewiesen, dass sie es drauf hat. Beispielsweise in der US-Serie „Grey’s Anatomy“, in dem Remake von „Amityville Horror“ oder auch in „30 Days Of Night“. Melissa George ist äußerst attraktiv und talentiert. In einigen Szenen scheint sie allerdings etwas zu übertreiben, was den sehr guten Gesamteindruck aber keineswegs schmälert. Sie schafft es auf jeden Fall den schmalen Grat zwischen Heldin und Antiheldin zu meistern.

Der positive Gesamteindruck des Film wird aber ein wenig geschmälert, da weder das Terror-Potential noch die Atmosphäre bis zum Maximum ausgereizt werden. Was bei der Spannung über weite Strecken funktioniert, bleibt bei den beiden Punkten etwas auf der Strecke. Aber nur etwas. Es gibt auch kleine Logiklücken in der Handlung, was bei dem Stoff aber keineswegs verwunderlich ist. Was besonders positiv auffällt sind die Locations. Hier wurde eine großartige Arbeit abgeliefert. Dieser Punkt wird in den Extras der DVD näher erläutert, die man sich auf jeden Fall ansehen sollte.

Christopher Smith hat wieder einen hervorragenden Film geschaffen. Eine wahrhaft innovative Erfrischung für das Horror- und Mystery-Genre. Die Gewalt steht hier zwar nicht im Vordergrund und der Horror-Anteil ist eher gering, böse ist der Film aber trotzdem. Halt nur auf seiner eigene Art. Die im Film leicht angedeutete griechische Mythologie wird an dieser Stelle jetzt für den Schlusssatz missbraucht: Sisyphos (Sohn von Aeolus der als Namensgeber für den Ozean-Dampfer herhalten musste) hatte im Gegensatz zu Jess einen mehr als lauen, konstanten und leicht zu bewältigen Job...

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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