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Jess
ist auf dem Weg zu einem Segelausflug mit Freunden. Vor dem Trip
hat sie alles andere als ein gutes Gefühl. Sie sorgt sich um ihr
autistisches Kind und hat auch eine komische Vorahnung. Nichts
desto trotz tritt sie den Turn an.
Bei bestem Wetter geht es auf den Ozean. Doch schon bald soll sich
die ungute Vorahnung von Jess bestätigen. Ein mächtiges Unwetter
zieht auf und dicke Kawenzmänner bringen das Boot zum kentern.
Nach dem Sturm sind die Verunglückten froh, dass ihnen plötzlich
ein Ozean-Dampfer aus dem Nichts entgegen kommt. Doch als sie ihn
betreten, wird es äußerst mysteriös... |
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Christopher
Smith hat mit seinen beiden ersten Filmen „Severance - Ein
blutiger Betriebsausflug“ und „Creep“ zwei mehr als solide
Beiträge zum Horror-Genre beigesteuert. 2009 sollte dann „Triangle“
folgen. Ein bemerkenswerter Film und bis dato sicherlich Smiths
bester.
Zu Beginn wird der Zuschauer in gute Laune versetzt. Es geht auf
Hohe See. Ein Ausflug mit Freunden, bei bestem Wetter. Was kann es
Schöneres geben? Man merkt zwar, dass der Hauptcharakter Jess
etwas unruhig ist, dies stört die entspannte Ruhe aber nicht. Bis
dann der Sturm aufzieht und der Film einige Wendungen bekommt, die
man nie für möglich gehalten hat.
Es wäre jetzt sicherlich ungerecht denen gegenüber, die den Film
noch nicht gesehen haben und es noch wollen, zu verraten, wo der
Hase lang läuft. Und deshalb lassen wir das an dieser Stelle auch
bleiben. Zu Orientierung sei nur verraten, dass sich „Triangle“
nicht nur im Horror-Genre bewegt, sondern auch große Thriller-
und Drama Strukturen besitzt.
Der Plot ist extrem sehenswert und schreitet mit einem hohen Tempo
und einem ebenso hohen Spannungsanteil voran. Die Geschichte
fesselt dermaßen, dass die knapp 90 Minuten Spielzeit schneller
vergehen, als einem das lieb ist. Eine originelle Szene jagt die nächste.
Und dabei ist immer Hauptdarstellerin Melissa George im
Mittelpunkt. Die Australierein hat bereits bewiesen, dass sie es
drauf hat. Beispielsweise in der US-Serie „Grey’s Anatomy“,
in dem Remake von „Amityville Horror“ oder auch in „30 Days
Of Night“. Melissa George ist äußerst attraktiv und
talentiert. In einigen Szenen scheint sie allerdings etwas zu übertreiben,
was den sehr guten Gesamteindruck aber keineswegs schmälert. Sie
schafft es auf jeden Fall den schmalen Grat zwischen Heldin und
Antiheldin zu meistern.
Der positive Gesamteindruck des Film wird aber ein wenig geschmälert,
da weder das Terror-Potential noch die Atmosphäre bis zum Maximum
ausgereizt werden. Was bei der Spannung über weite Strecken
funktioniert, bleibt bei den beiden Punkten etwas auf der Strecke.
Aber nur etwas. Es gibt auch kleine Logiklücken in der Handlung,
was bei dem Stoff aber keineswegs verwunderlich ist. Was besonders
positiv auffällt sind die Locations. Hier wurde eine großartige
Arbeit abgeliefert. Dieser Punkt wird in den Extras der DVD näher
erläutert, die man sich auf jeden Fall ansehen sollte.
Christopher Smith hat wieder einen hervorragenden Film geschaffen.
Eine wahrhaft innovative Erfrischung für das Horror- und
Mystery-Genre. Die Gewalt steht hier zwar nicht im Vordergrund und
der Horror-Anteil ist eher gering, böse ist der Film aber
trotzdem. Halt nur auf seiner eigene Art. Die im Film leicht
angedeutete griechische Mythologie wird an dieser Stelle jetzt für
den Schlusssatz missbraucht: Sisyphos
(Sohn
von Aeolus der als Namensgeber für den Ozean-Dampfer herhalten
musste) hatte
im Gegensatz zu Jess einen
mehr als lauen, konstanten und leicht zu bewältigen Job... |