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Seit vielen Jahren sind die Triffids
nicht aus der Energiegewinnung der Menschen wegzudenken. Aus den
großen Blumen wird das Öl gewonnen, was die Menschheit zum
Verbrauch benötigt. Dank der fleischfressenden Pflanzen konnte
das Weltklima verbessert werden. Die Pflanzen wurden von
Gentechnikern weiterentwickelt, können kommunizieren und
verfügen sogar über so etwas wie Intelligenz.
An einem Tag, der als besonderes Ereignis erwartet wird, ändert
sich alles. Ein erwarteter Sonnensturm ist wesentlich stärker
als angenommen und führt dazu, dass ein Großteil der Menschheit
erblindet. Das gleißende Licht raubt fast der gesamten
Bevölkerung das Augenlicht.
Denjenigen, die das Naturspektakel unbeschadet überstehen,
stehen schlimme Zeiten bevor. Nicht nur, dass die Blinden mit
allen Mittel versuchen, einen Sehenden zu beanspruchen, die
Triffids sind aus ihrer Gefangenschaft befreit worden. Jetzt
machen sie die Straßen sicher und gieren nach Fleisch. Nach
Menschenfleisch… |
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„Die Triffids“ sind keine
Unbekannten im Filmgeschäft. Bereits in den 60er Jahren gab es
eine Verfilmung der Materie namens „Blumen des Schreckens“.
Anfang der 80er gab es sogar eine TV-Serie zu dem
Science-Fiction Roman von 1951. Die hier besprochene Verfilmung
von 2009 ist eine Mischung aus Film und Serie. Es sind zwei
zusammenhängende 90minüter. Produziert von der BBC.
Bei Fernsehproduktionen aus dem Science-Fiction Bereich ist das
ja oft so eine Sache. Es mangelt oftmals an Qualität. Bei „Die
Triffids“ bemerkt man aber bereits zu Beginn, dass das hier
nicht der Fall ist. Von der ersten Minute an weiß der Film den
Betrachter in seinen Bann zu ziehen. Vorausgesetzt natürlich,
dass man ein klein wenig auf Fiktionales steht.
Denn die Geschichte ist alles andere als herkömmlich. Man
befindet sich recht weit in der Zukunft. Die Erderwärmung ist
längst Geschichte, da man in den grünen Protagonisten des Films
eine segenreiche Energiequelle gefunden hat. Dumm nur, dass die
Pflanzen damit nicht so recht einverstanden sind.
Das klingt sicherlich erst mal komisch, ist aber interessant und
in der Umsetzung sehr gut gelungen. Es gibt viele CGI animierte
Pflanzen, die als gelungen bezeichnet werden können. Im Original
von 1962 sah man ein manches Mal noch, dass sich Menschen in ein
Blumenkostüm geschwungen haben, um so Terror zu verbreiten. Bei
„Die Triffids“ ist dies nicht mehr der Fall. Alles kommt aus dem
Computer, sieht aber viel echter und viel besser aus als beim
Original.
Nach dem spannenden Start zieht es sich etwas. Es ist zwar immer
noch eine apokalyptische Grundstimmung vorhanden, die
Geschehnisse nehmen aber deutlich ab. Es wird viel geredet.
Dadurch, dass in der Neufassung auch einige andere Themen
behandelt werden, kommt einiges an Zeit zusammen, welche die 180
Minuten Spieldauer durchaus rechtfertigen. Man hätte aber auch
gut und gerne einige Dialoge streichen können, um so etwas mehr
Tempo im Film zu haben.
Die Darsteller spielen ihre Rollen solide. Dougray Scott („Dr.
Jekyll and Mr. Hyde (2008)“), der in der Hauptrolle den
Pflanzenexperten spielt, ist mit seiner Rolle leider etwas
überfordert, was man ein manches Mal sieht. Ansonsten bekommt
man aber ordentliche Leistungen geboten.
Nach der Betrachtung von „Die Triffids“ muss man feststellen,
dass der Film zwar anders als sein Original „Blumen des
Schreckens“ ist, aber überzeugen kann. Er ist über die gesamten
180 Minuten spannend, recht abwechslungsreich und teilweise
höchst intensiv. Somit kann er auch uneingeschränkt empfohlen
werden. |