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Als zwei Fischer eine Insel vor England
betreten, machen sie einen grausamen Fund! Drei fürchterlich entstellte
Leichen liegen um den Leuchtturm, dem Zentrum der Insel, herum. Einer der
Fischer wird plötzlich von einer weiteren Person angegriffen und getötet.
Der andere kann geschockt fliehen. Wie die Polizei später herausfindet,
gibt es tatsächlich eine Überlebende auf der kleinen Insel. Es ist die
junge Amerikanerin Penelope, die von nun an natürlich die Hauptverdächtige
in diesem mysteriösen Fall ist.
Detektiv Brent kommt die ganze Sache allerdings spanisch vor. Er findet es
zu einfach, der jungen Frau, die immer noch verwirrt ist, die Schuld in die
Schuhe zu schieben. Was ist zum Beispiel mit dem Ehepaar, das auf der Insel
lebte und nun verschwunden ist. Brent beginnt Nachforschungen anzustellen,
fährt auf die Insel, um am Ort des Geschehens zu sein. Er ist nicht der
Einzige, der etwas zu suchen scheint. Merkwürdige Dinge ereignen sich. Hier
geht es nicht mit rechten Dingen zu.
Immer mehr Indizien deuten darauf hin, dass es hier eine Kultstätte des
Gottes „Baal“ gibt, die sich in den verschachtelten Tunnelsystemen
befinden soll. Es soll dort sehr viel Gold herumliegen, welches vor über
3000 Jahren hier deponiert wurde. Die Gier nach dem Schatz, lässt die
seltsamen Todesfälle, die Brent ja eigentlich erforschen sollte, zur
Nebensache werden. Doch nach und nach findet ein Mensch nach dem anderen um
den Detektiv den Tod. Ist der Mörder immer noch auf der Insel? Und ist er
es vielleicht, der das Gold bewacht? ... |
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Nun, was auf der Insel gar nicht mal so
schlecht begann und was sich von der Story her eigentlich nicht schlecht
anhört, ist insgesamt leider nicht mehr als eine alte Billigproduktion, die
nicht so richtig überzeugen will. Man darf allerdings auch nicht vergessen,
dass der Film schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel hat. Somit kann
man hier sicherlich ein Auge zudrücken, wenn es um den Gesamteindruck des
Streifens geht.
Mittelpunkt des Films ist eine Insel, auf der das Grauen umhergeht. Am
Anfang weiß man eigentlich gar nicht was los ist, allerdings ändert sich
das im Verlauf des Films auf eine recht interessante Art. Es mag zwar etwas
weit hergeholt sein, dass es gegen Ende nur noch indirekt um die Morde geht.
Stattdessen wird vielmehr gezeigt, was dem Mensch passiert, wenn er
plötzlich den Reichtum riechen kann. Allerdings ist das eine Kehrtwendung,
die man so nicht vorhersehen kann. Zudem kommt noch ein weiterer
Handlungsstrang zum tragen, der für die tödlichen Geschehnisse
verantwortlich ist, aber ich will jetzt nicht zuviel verraten ...
Wer allerdings glaubt, dass er Zombies oder gar den Teufel zu Gesicht
bekommt, wie es der Deutsche- und der Originaltitel ja vermuten lassen, der
wird mächtig enttäuscht sein, da es lediglich Lebende und Tote gibt, nie
aber eine Kombination. Weiß der Geier, warum die sich Verantwortlichen für
diese Titel entschieden haben.
Die Geschichte ist etwas schleppend. In mehreren Szenen gibt es
Frauengekreische, das einem ganz schön auf dem Wecker gehen kann. Eine
gewisse Spannung ist zwar da, kann aber nicht während des ganzen Filmes
aufrecht erhalten werden. Die Atmosphäre ist ebenfalls OK, ebenso die
Schauspieler. Sie sind allesamt unbekannte Künstler, die so spielen, wie
man es von Akteuren in einer Billigproduktion erwartet. Gut anzusehen ist
die Kulisse, die mit dem Leuchtturm auf der Insel gut gewählt ist,
allerdings ist es mehreren Szenen mehr als deutlich anzusehen, dass sie im
Studio aufgenommen wurden. Das Alter des Films, des Gebäudes und die „Außen-“
Studioaufnahmen, die in Filmen aus der Zeit ja fast schon Standard waren,
passen sehr gut zueinander. Als Betrachter fühlt man sich sofort um mehrere
Jahre zurückversetzt.
Splatterszenen sucht man vergebens. Großartige Effekte sind über die
gesamte Spielzeit hinweg Mangelware. Die Freigabe des Films nur für
Erwachsene bleibt daher ein Rätsel.
Insgesamt ist „Turm der lebenden Leichen“ ein unterdurchschnittlicher
Film mit einigen netten Momenten, der bei Sammlern zwar beliebt ist, aber
die breite Masse der Zuschauer nicht befriedigen kann. |