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Schon als Kinder sind die beiden Zwillinge
Elliot und Beverly Mantle hochbegabt. Sie beschäftigen sich mit anderen
Dingen als ihre Altersgenossen - Im Besonderen mit Frauen und deren
Erforschung. Daher scheint es auch logisch, dass die beiden eine Karriere
als Frauenarzt einschlagen.
Als Aushängeschilder ihrer Fakultät entwickeln sie bereits in der
Studienzeit Instrumente, die die Medizin-Welt revolutionieren. Nach dem
Studium eröffnen die beiden Ärzte eine Praxis und teilen auch sonst alles
in ihrem Leben - Selbst die Frauen. Dies soll sich aber eines Tages ändern,
als die Schauspielerin Claire in ihr Leben tritt. Erst ist sie Patientin,
dann Geliebte. Durch eine Mutation im Unterleib, die ihr drei
Uterusausgänge anstatt einem beschert, ist sie gerade durch ihre
"innere Schönheit" für die beiden Doktoren interessant. Doch was
erst nur ein doppelter One-Night-Stand ist, wird bald zu einer
leidenschaftlichen Hingabe für Beverly, einem der Zwillinge. Die jahrelange
Beziehung zu seinem Bruder, droht daran zu zerbrechen... |
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David Cronenbergs „Die Unzertrennlichen“
in ein bemerkenswerter Film, der das bizarre Leben eines Zwillingspärchen
zeigt, das beim Betrachter einen verstörenden Nachgeschmack hinterlässt.
Cronenberg zeigt, ohne Spezialeffekte und ohne einen wirklichen
Spannungsbogen, dass Leben zweier Erfolgsmenschen. Dies verändert sich im
Laufe der Zeit in einer erschütternden Art und Weise. Dieses nur deshalb,
da plötzlich Gefühle ins Spiel kommen, welche die Zwillinge,
beziehungsweise einer von ihnen, vorher nicht kannten.
Die Herangehensweise des Regisseurs ist dabei nahezu perfekt und für ihn
typisch. Stück für Stück wird dem Zuschauer gezeigt, wie das Leben der
beiden Brüder funktioniert, und bald meint man es mit Siamesischen
Zwillingen zu tun zu haben, die allerdings nur im Geiste verbunden sind. Die
beiden forschen, trotz ihres hohen medizinischen Ranges immer weiter in
ihrem Fachgebiet und gehen bis in die hinterletzten Ecken des weiblichen
Uterus, um immer und immer wieder Verbesserungen zu erfinden. Schließlich
scheint ihre Forschung so weit zu sein, dass es nur es nur noch in einem
Bereich Potential zur Verbesserung gibt: Mutierte Frauen. Während sich die
bizarre Spirale hochschraubt, kommt es vermehrt zu Überreaktionen, die
letztlich, aus der Sicht von Beverly, nur mit Drogen kompensiert werden
können.
Cronenberg schafft es, durch die Bilder und die menschlichen Veränderungen
ein ungutes Gefühl beim Betrachter zurückzulassen. Und, man sollte es kaum
glauben, die Geschichte ist nicht mal an den Haaren herbeigezogen. Sein
Drehbuch basiert auf dem Roman „Twins“ von Bari Wood und Jack Geaseland,
den sie aufgrund einer wahren Begebenheit geschrieben haben. Für die
Darstellung benötigt Cronenberg keinerlei brutale Einlagen, was Freunde des
splattrigen Films nicht erfreuen dürfte. Es gibt lediglich eine kleine
Ekelszene, die etwas an "Naked Lunch" erinnert. Allerdings ist dir
Freigabe ab 18 Jahren etwas übertrieben. Es gibt auch eine DVD-Version, die
ab 16 freigegeben wurde. Diese wurde um ein paar gynäkologische Szenen
gekürzt, da die Beurteilenden meinten, es liege eine "psychische
Gefährdung von jungen Mädchen" vor. Allerdings war das nur bei der
ersten DVD-Auflage so, die später erschienenen Silberscheiben (Best
Entertainment/MiB, CinePlus, Magic Video, Polyband/Splendid) sind alle, wie
die übrigen Versionen auch, ungeschnitten.
Die Rolle der Zwillinge wird von Jeremy Irons ("M. Butterfly")
gespielt, der seine Sache wirklich gut macht. Geneviève Bujold spielt die
Geliebte der beiden Brüder und fällt ebenfalls positiv auf.
"Die Unzertrennlichen" ist ein bizarrer, schwer verdaulicher
Streifen, der ohne Frage einer der besten "Cronenbergs" ist. Er
ist sicherlich nicht für eine gemütliche Video-Runde geeignet, dafür aber
umso mehr für Leute, die beim Gucken mal ein schlechtes Gefühl bekommen
wollen und sich für menschliche Abgründe interessieren. |