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Eddie ist kleinbürgerlicher Elektriker im New
Yorker Stadtteil Queens und führt ein Vorzeigeleben. Beruflich ist er
unabhängig. Er hat eine Frau, einen Sohn und ein eigenes Haus. Alles läuft
für ihn also perfekt, bis es eines Tages zu einer katastrophalen
Veränderung kommt.
Seine Frau wird zuhause von einer Schlägerbande vergewaltigt und zum
Krüppel geschlagen. Eddies Sohn ergeht es hingegen noch etwas schlimmer,
denn er wird von der Verbrecherbande eiskalt erschossen.
Geschockt wartet Eddie wenige Tage später im Gerichtssaal darauf, dass das
Gericht hart durchgreift, doch der angeklagte Übeltäter besticht das
Gericht und wird zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die
auf Bewährung ausgesetzt wird. Nun verliert Eddie den Glauben an die
Rechtsprechung und bedroht den Richter. Dafür landet er im Gefängnis.
Nun bricht Eddie völlig mit dem Recht und sieht keinen anderen Weg, als
sich einer Straßengang, den "Street Figters" anzuschließen, um
auf diese Weise für Gerechtigkeit zu sorgen. Eddie schwört Rache. Und die
sollen die Mörder seines Sohnes zu spüren bekommen... |
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„Vigilante“ ist ein recht unbekannter
Selbstjustiz-Film, der bei seiner Videopremiere vom Marketing-Label unter
dem Namen „Street Fighter“ herausgebracht wurde. Starregisseur William
Lustig drehte ihn zwei Jahre nach seinem Kultstreifen „Maniac“ und trotz
seiner Unbekanntheit, ist es ein wirklich guter Film.
Erzählt wird die Geschichte eines jungen Elektrikers, dem seine Familie
entrissen wird, was unweigerlich an den Bronson-Klassiker „Ein Mann sieht
rot“ erinnert. Erstaunlicherweise verfügt „Vigilante“ über ein
ähnliches Potential, den Betrachter vor dem Bildschirm mit dem
Protagonisten mitfühlen zu lassen. Die Story bietet zwar nichts wirklich
Besonderes, es ist aber trotzdem interessant, das Treiben des
Hauptdarstellers zu beobachten und darauf zu warten, was er mit seinen
Kontrahenten so vor hat.
Unüblich für Streifen dieses Subgenres verfügt „Vigilante“ über eine
beachtliche Atmosphäre, welche zum einen die hilflose Situation von Eddie
unterstreicht und zum anderen die kalte Stimmung rüberbringt, wenn es den
Übeltätern an den Kragen geht. Dass hierbei rechtliche Schranken
unbeachtet bleiben, ist logisch, und die Darstellung dieser selbstgerechten
Taten ist durchaus als sehr brutal einzuordnen. Richtige Spezialeffekte gibt
es zwar nicht, diese werden aber auch nicht benötigt, da die dargestellte
Gewalt schon hart genug ist.
Sie steht aber natürlich nicht im Vordergrund. Da steht die Frage wie
gerecht die Welt respektive die Umwelt des Protagonisten ist. Eddie wird
anfangs als extrem loyaler Ottonormalverbraucher dargestellt, der dann,
völlig nachvollziehbar, mit dem Gesetz bricht und sich seinen eigenen Weg
des Rechts sucht. Dieser dramatische Verlauf ist vom Regisseur wirklich
eindrucksvoll in den Kasten gebracht worden und von den Schauspielern
durchweg solide umgesetzt worden. Robert Foster, der die Hauptrolle spielt,
ist ja kein unbeschriebenes Blatt und hat schon in über 60 Filmen
mitgespielt, wobei er seinen besten Auftritt sicherlich in Tarantinios „Jackie
Brown“ hatte. Der Rest der Crew überzeugt ebenfalls und als kleines
Bonbon hat Lustig eine Nebenrolle mit keinem Geringeren als, den leider
bereits verstorbenen, Joe „Maniac“ Spinell besetzt.
„Vigilante“ ist wirklich ein Film, der Spaß macht und der natürlich
auch eine sozialkritische Botschaft transportiert. Recht haben bedeutet
nicht immer Recht zu bekommen. Zudem zeigt er, dass man sich in einer
kaputten, kapitalistischen Gesellschaft auch durchaus mal das Recht kaufen
kann... und erschreckender Weise ist das heute immer noch so... |