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Gary
Ryan (Giuliano Gemma) kommt als neuer Sheriff in das kleine Städtchen
Greenfield. Hier regiert der in zwielichte Machenschaften verstrickte
Viehbaron Gold als Bürgermeister. Da ihm der ehrbare, unbestechliche
Neuankömmling ein Dorn im Auge ist, und er lieber einen ihm treu ergebenen
Gesetzeshüter auf dessen Posten sehen würde, schmiedet er einen
hinterlistigen Plan: Heimtückisch lockt er Ryan in eine Falle, indem er ihm
einen Mord anhängt. Ryan kann der drohenden Hinrichtung durch den Strick
entkommen und sinnt auf Rache, um dem wahren Täter die gerechte Strafe
zukommen zu lassen und Gold als Verbrecher zu entlarven. Dabei findet er in
dem Poker-Spieler Marty und der schönen Evelyn zwei Verbündete. Doch Gold
hat für die Ergreifung von Ryan ein hohes Kopfgeld ausgesetzt, so dass die
Jäger bald selbst zu Gejagten werden... |
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Trotz
seines italienischen Ursprungs kann WANTED nicht als ein klassischer
Italo-Western bezeichnet werden. Zu glatt ist seine Story, und Giuliano
Gemma ist ein Held ohne Dreck am Stecken.
Untypisch für das Italo-Western-Genre. Seine Machart ist somit
vielmehr dem amerikanischen Western-Kino angelehnt.
Im
Gegensatz zu typischen Italo-Western, bei denen dem Helden nicht selten auch
der Wind der Ruchlosigkeit anhaftet, und dieser am Ende nahezu knöcheltief
im Blut seiner Feinde watet, bietet WANTED durch seine relative Blutleere
und dem gentlemanhaften Auftreten Giuliano Gemmas fast schon
familientaugliche Unterhaltung. Ja man wäre sicherlich nicht überrascht,
spränge plötzlich in einer Szene Bud Spencer oder Terence Hill ins Bild.
Dem
Gesamteindruck tut die verhältnismäßig zurückhaltende Darstellung keinen
Abbruch. Der Film macht als äußerst unterhaltsamer Vertreter des
Western-Genres auch so einen Heidenspaß, vorausgesetzt, man hat ein Herz
für klassische Western-Themen !! Einen großen Anteil am Gelingen des Films
haben vor allem die besonders schön gezeichneten Charaktere, die
zugegebenermaßen die ein oder anderen Klischees bedienen (durchtriebener
Mönch, smarter Pokerspieler, skrupelloser Viehbaron), jedoch durch die
hervorragende Leistung der Schauspieler, allen voran Giuliano Gemma,
glänzend verkörpert werden.
Als
wunderschön und vor allem sich nahtlos in die Gesamtszenerie einfügend
kann der Soundtrack von Wanted bezeichnet werden. Komponiert von
Italo-Sound-Ikone Gianni Ferrio (u.a. „Sing mir das Lied der Rache“, „Zwei
wilde Companeros“) beschert er dem Zuschauer ein herrliches Ambiente mit
einer Mischung aus Western-Romantik und Cowboy-Chören.
Was
den Film jedoch besonders aus der Masse unzähliger ähnlich strukturierter
Western hervorhebt, ist seine handwerklich nahezu perfekte Umsetzung. Das
hier Fachleute am Werk waren, zeigt sich schon an der Liste der beteiligten
Personen mit einer Vielzahl illustrer Namen, die den Cineasten aufhorchen
lassen. Unverkennbar das disziplinierte Regie-Handwerk von Giorgio Ferroni,
der sich, nach seinen nach seinen Sandalen-Filmen (z.B. „Die Eroberung von
Mykene“, 1963) und dem kultigen Italo-Grusler „Die Mühle der
versteinerten Frauen“ (1960), mit Filmen wie „Ein Loch im Dollar“(1965),
„Tampeko, der Dollar hat 2 Seiten“(1967) und eben „WANTED“
auch dem Western-Genre zugewendet hat. Interessant für Italo-Fans
sicherlich auch, dass sich für das u.a. Drehbuch niemand geringeres als
Fernando di Leo verantwortlich zeichnet, dessen Italo-Polizei-Filme (u.a.
„Milano Kaliber 9“ (1971), „Der Teufel führt Regie“(1973)) schon
längst zur Créme-de-la-Créme der Filmgeschichte zu zählen sind.
Fazit:
Sehr schöner „amerikanischer“ Italowestern mit einem glänzend
aufgelegten Giuliano Gemma. |