|
In Amerika explodiert
plötzlich und unerwartet ein geheimes Forschungslabor, das sich auf die
Zucht von genmanipulierten Tieren zur militärischen Unterstützung
konzentriert hat. Als die Verantwortlichen das Chaos sehen, müssen sie
feststellen, dass zwei Versuchstiere überlebt haben und entkommen sind.
Bei den Tieren handelt es sich um einen Hund und ein affenähnliches Wesen.
Dummerweise sind die beiden Tiere auch noch Todfeinde. Sie sind telepathisch
verbunden und tragen die gleichen Gene. Eigentlich sollten sie zusammen im
Krieg eingesetzt werden. Der Hund sollte den Feind aufspüren und der Affe
sollte diesen dann töten. Doch irgendetwas stimmt mit den beiden nicht.
Nach der Flucht vor den Flammen flieht der Hund nun also vor dem Affen. Die
beiden erreichen eine Farm, wo ein unbeteiligter Mensch getötet wird. Der
junge Travis, ist der Freund der Tochter des Getöteten und wird
unfreiwillig zur Hauptperson im Kampf: Hund gegen Affe. Der Hund springt
nämlich auf die Ladefläche seines Autos und lässt sich von ihm mitnehmen.
Zuhause angekommen beschließt Travis, seinen neuen Freund zu behalten. Es
scheint ein sehr intelligentes Tier zu sein, das offensichtlich jedes seiner
Worte versteht.
Doch Travis merkt schnell, dass es überall, wo sein neuer Freund auftaucht,
Tote gibt. Auch der Geheimdienst, der neuerdings in der Gegend
rumschnüffelt, beunruhigt ihn etwas. Er ahnt, dass er, seine Familie und
der Hund in Gefahr sind... |
|
Ach ja... Was waren das doch
für coole Zeiten, als Corey Haim und Konsorten über die Leinwand
flackerten und uns sagten, was wir für Idole haben müssen! Schön war die
Zeit, Ende der 80er Jahre, und filmtechnisch war sie durchaus wichtig. Wer
sich heute, im richtigen Alter, Filme aus dieser Zeit zu Gemüte führt,
fühlt sich wohl gerne in diese Zeit zurückversetzt und das nicht nur wegen
den typischen Frisuren, den Kleidern und der Musik.
Atmosphäre ist es also, was Leute fesselt und genau das ist auch der große
Pluspunkt bei „Watchers“, einem wirklich nicht ungewöhnlichen
Horrorfilm, an dessen Erschaffung Roger Corman maßgeblich beteiligt war und
was man dann auch zu sehen bekommt. Corman ist neben dem guten Jes(u)s
Franco, einer der berüchtigten B-Movie Fetischisten, allerdings ist dies
bei der Erzeugung von Stimmung nicht zu erkennen. Vor allem in den
Anfangsszenen, kommt eine richtige Gruselatmosphäre auf, die gepaart mit
Spannung, richtig Spaß macht!
Leider verflacht dieser Spaß dann aber im Laufe des Films und es geht zu
einer 0815 Story über, dessen Verlauf man nur allzu leicht erahnen kann.
Die einzigen Spannungsmomente gehen dann eigentlich nur noch vom Gegner des
Hundes aus. Gut gemacht ist, dass man das Viech so selten sieht, wenn hier
auch sicherlich etwas von „Das Böse“ abgekupfert wurde. Spezialeffekte
gibt es dann leider auch nicht zu bestaunen, zumindest keine auffälligen,
und so bleibt es nicht aus, dass der Betrachter, aus lauter Langeweile, mal
etwas genauer hinschaut. Dabei muss man dann leider feststellen, dass in
einigen Szenen doch etwas schlampig gearbeitet wurde. Man sieht zum Beispiel
mehrmals, wie der Hund hinter seinem Leckerli her ist und diese Aktion nicht
macht, weil er so intelligent ist...
Ob der Film gewollt kritisch ist, oder die Genmanipulation nur
storytechnisch passte, geht nicht eindeutig aus dem Streifen hervor und im
Nachhinein ist es auch nicht sonderlich wichtig, da dieser Streifen ein
unbekannter ist und bleiben wird. Sicherlich hat er ein gewisses Potential
und mit Haim einen recht guten Schauspieler, der allerdings unter seinen
Möglichkeiten bleibt, doch insgesamt gesehen ist „Watchers“ zu
schlecht, um gut zu sein und zu gut um schlecht zu sein... was den
Kultfaktor gegen Null sinken lässt. |