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Beim Magier Montag bekommt das
überschaubare Publikum etwas Besonderes geboten. Der Zauberkünstler
vollführt spezielle Zaubertricks, in denen er weibliche Besucher
auf die Bühne bittet und diese dann grausam zurichtet. Doch wenn
Montag mit seiner Arbeit fertig ist, sind die Besucherinnen wieder
vollständig und in dem Zustand, wie sie auf die Bühne gegangen
sind. Das Publikum ist natürlich begeistert.
TV-Journalistin Sheryl Carson und ihr Freund Jack sitzen eines
Tages im Publikum und wissen, dass Montags Show etwas für das
Fernsehen ist. Sie beobachten den Meister der Illusion daher etwas
genauer. Dabei fällt ihnen auf, dass diejenigen, die abends in
Montags Show das makabre Spielchen über sich ergehen lassen, am nächsten
Tag tot aufgefunden werden. Seltsamerweise haben die Opfer die
gleichen Verletzungen, wie in der Show. Die Polizei ermittelt,
kann bei ihren Nachforschungen aber zu keinem Schluss kommen. Wer
ist der Täter? Ist es vielleicht Montag? Ein Nachahmer? Oder
jemand ganz anderes? |
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Fallbeil, Elektrokettensäge,
Stift im Kopf, Stanzmaschine, Schwert im Hals. Das sind alles
Dinge, die man aus heutigen Horror-Filmen durchaus gewohnt ist.
Nichts Besonderes halt. Doch zu der Zeit, als „The Wizard Of
Gore“ erschien, war es alles andere als gewöhnlich, Leute im
Horror-Film auseinander zunehmen. 1970 war das noch ein Skandal,
wo heute kein Sechzehnjähriger beim Gucken mehr vor Angst hinter
dem Sofa verschwinden würde. Obwohl Herschell Gordon Lewis’
Film nicht zwingend so angelegt ist, dass man sich bei der
Betrachtung fürchten muss.
Er ist eher ein kleines Theaterstück, in dem einige nette
„Zaubertricks“ präsentiert werden. Dies wird dem Betrachter
auch von Beginn an bewusst, da sich die erste Viertelstunde mit
der Show des guten Montags befasst. Diese ist nett zu beobachten,
wenn man auch schnell feststellen muss, dass die Darsteller nur
Beiwerk zu Lewis’ Geschichte sind. Denn hier wird Overacting groß
geschrieben. Vielleicht ist das so gewollt, um ein wenig Ernst aus
der Geschichte zu nehmen, es kann aber auch an fehlendem Talent
vieler der Beteiligten liegen.
Allerdings stört das Fehlen von Schauspieltalent nur wenig. Die
Geschichte in „The Wizard Of Gore“ kann man interessiert
verfolgen. Es wird eigentlich gar nicht langweilig. Durch die
abwechselnden Bühnenshows und die daraus resultierenden
Mordszenen gibt es immer wieder etwas Neues zu sehen. Zudem gibt
es noch das Krimi-Element, dass den Zuschauer mitraten lässt, wer
der Mörder sein könnte.
Die dabei anfallenden Szenen sind zwar gorig, im Vergleich mit
heutigen Produktionen fehlt ihnen aber die Glaubwürdigkeit. Die
Effekte sehen schon sehr künstlich aus. Der Guckfreude schadet
dies nicht. Zumindest dann, wenn man Fan dieser alten Filme ist.
Auch Freunde des Trash-Films dürften ohne Probleme auf ihre
Kosten kommen. Dies wird besonders in den Szenen klar, wenn die
Kamera den Hypnoseblick mit den bescheuert aussehenden Augenbrauen
des Magiers fokussiert. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere
Hingucker der grotesken Art. Beispielsweise die Geräte, mit denen
Montag auf der Bühne zaubert. Wenn heutzutage jemand so etwas in
einem Amateur-Splatter-Film bauen würde, würde der Film dafür
gnadenlos verrissen. Und dies nicht zu Unrecht. Dem Meister des
Gore darf man dafür aber keinen Vorwurf machen.
Denn Herschell Gordon Lewis hat mit „The Wizard Of Gore“ (und
natürlich auch mit „Blood Feast“ sowie „The Gore Gore
Girls“) etwas Besonderes geschaffen. Ein Subgenre kreiert und
unzählige Filme beeinflusst. „The Wizard Of Gore“ ist
sicherlich weit davon entfernt perfekt zu sein. Oder perfekte
Unterhaltung zu bieten. Aber er ist ein Meilenstein, ein
Vorreiter, den man prinzipiell nicht genug huldigen kann. |