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Die
Erde in ein paar Jahren: Da die USA beinahe jedem Land der Welt den Krieg
erklärt haben, sieht sich die Bush-Regierung langsam aber sicher einem
gewissen Soldatenmangel gegenüber. Abhilfe soll ein eigens entwickeltes
Virus schaffen, das die Soldaten auch nach deren Tod noch nützlich macht
und sie in fleischfressende Untote verwandelt. Bei der Entwicklung des Virus
kommt es aber zu einer Zombie-Epidemie in den Laboren, was ein spezielles
Einsatzkommando auf den Plan ruft, das unter
den Untoten aufräumen soll. Bei der nicht gerade unblutigen
Säuberungsaktion wird einer der Söldner gebissen und flüchtet sich
anschließend in einen nahegelegenen Stripclub, wo er zuerst langsam vor
sich hin verwest und anschließend die pralle Sexbombe Kat (Jenna Jameson)
anfällt und ebenfalls mit dem Virus infiziert. Es dauert nicht lange, bis
ein Großteil der Stripperinnen aus Zombies besteht und den Gästen fortan
eine extraheiße Show bieten. Dass ab und zu vereinzelt Besucher ausgeweidet
werden, stört den Besitzer (Robert Englund) des Stripschuppens bei den
plötzlichen Gewinnen wenig... |
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Wie geht es ein
Regisseur bestmöglich an, der sein B-Movie in Horrorkreisen möglichst in
alle Munde bringen möchte? Regel 1: In den Cast gehört zumindest eine
Horrorikone á la Englund, Todd oder Bradley, die die gemeinen Horrorfans
seit Jahren zur Kasse ziehen wie die Motte ans Licht, obwohl sie nie über
den Status ihrer Genre-Prominenz herausgekommen sind. Weiterhin ist es für
ein solides Marketing von Vorteil, dem Leitspruch "Sex sells" treu
zu bleiben und eine bekannte Porno-Darstellerin an Bord zu holen, die ihre
Reize dann natürlich schon bereitwillig auf dem Cover präsentiert. Wenn
dies abgehakt ist, orientiere man sich nach Möglichkeit noch an einem
Konzept, das in der jüngsten Vergangenheit bereits die Kassen klingeln
ließ, in der Zwischenzeit aber noch nicht gänzlich ausgelutscht ist. Jay
Lee's Wahl fiel dabei auf Rob Rod's und Quentin Tarantino's Trash-Projekt
"Grindhouse", das eindeutig Pate für seine dritte Regiearbeit
"Zombie Strippers" stand. Mit viel nackter Haut und einer
vernünftigen Portion Gore stellt der Streifen die Hoffnung auf einen
großartigen Funsplatter in Aussicht und dürfte die Erwartungen der meisten
letztendlich auch erfüllen.
Dass man bei einem
Film des Titels "Zombie Strippers" nicht mit sonderlich viel
anspruchsvoller Kost rechnen sollte, versteht sich im Grunde von selbst. In
dieser Hinsicht macht sich Jay Lee's trashige Splatterkomödie dann auch
alle Ehre. Während auf dem Bildschirm haufenweise Hirne zu Brei geschossen
werden, sollte auch der Zuschauer seinen Verstand bestmöglich über Bord
werfen, um bei diesem geballten Aufeinandertreffen von bewusst-debilem
Blödsinn gut unterhalten zu werden. "Zombie Strippers" hat seinen
Spaß in der Position des sinnfreien Trash-Spektakels und macht auch kein
Geheimnis daraus, dass er als solches und nichts anderes verstanden werden
möchte. Wer einen ernsthaften Zombiefilm oder spannenden Horror
sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse.
Die Story ist so
simpel gestrickt, wie es sich für ein Werk dieses Kalibers gehört, ohne
dabei den einen oder anderen tollen Einfall vermissen zu lassen. Der
Ausgangspunkt für die Herkunft des Zombie-Virus ist so beispielsweise die
Idee der Vereinigten Staaten, um ihren Soldaten auch nach ihrem Tod einen
Nutzen zu geben und so den gravierenden Mangel an jungen Soldaten
auszugleichen, was natürlich schnell in die Hose geht. Eine
Hintergrundgeschichte ist bei einem Film wie "Zombie Strippers"
aber ohnehin nicht großartig von Belang, beinahe der komplette Streifen
spielt sich in dem selben Stripschuppen ab. Anfangs wird man dabei
insbesondere von nackter Haut bei Laune gehalten. Viele Damen ziehen blank
und zeigen, was sie haben, wobei natürlich vor allen Dingen Porno-Aktresse
Jenna Jameson hervorstechen kann und mit ihren zwei riesigen Argumenten beim
männlichen Zuschauer keine Langeweile entstehen lässt.
Der Plot ist dabei
so vorhersehbar wie unterhaltsam. Die Damen werden durch einen infizierten
Soldaten der Reihe nach zombiefiziert und kommen dadurch bei ihrer
Kundschaft noch wesentlich besser an, die natürlich keine Ahnung hat, auf
was sie sich einlässt. Immer mehr Männer landen zwischen den Zähnen der
knapp bekleideten Silikonwunder und werden anschließend, selbst zu Zombies
verwandelt, von dem Clubbesitzer in den Keller gesperrt. Bevor sie aus
diesem wieder ausbrechen und das vielzählige Ableben weiterer Menschen
verursachen, wird man weiterhin von nackter Haut, Gore und zickenden
Zombie-Damen unterhalten, die sich, wenn sie sich keine Beleidigungen
zuwerfen, auch mal gegenseitig mit Billardbällen aus ihren Vaginas
beschießen.
"Zombie
Strippers" bietet ein super aufgelegtes Schauspieler-Ensemble, allen
voran Robert "Freddy" Englund, der hier anscheinend voll in seinem
Element war und den leicht verrückten Stripclubleiter voller Einsatz
verkörpert. Jenna Jameson macht derweil durch ihre optischen Reize über
jedwedes Fehlen schauspielerischen Talents vergessen, während auch die
anderen Damen hübsch anzusehen sind. Tits & Asses gibt es hier der
Erwartung gemäß reichlich, es gibt nur selten Sequenzen, in denen nicht
irgendwer nackt durchs Bild spaziert. Auch an blutigen Goreszenen wurde
nicht gespart und überraschenderweise fielen diese zum Teil überaus extrem
aus. Leider ist der CGI-Einsatz in vielen Splatterszenen unverkennbar, doch
die enorme Masse an Blut und Eingeweiden tröstet den geneigten Fan schnell
über dieses Manko hinweg.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trash - und Splatterfans hier genau
das geboten bekommen, was sie erwarten. Eine sinnfreie Splatterkomödie, die
sich an Vorbildern wie "Grindhouse" und "From Dusk Till
Dawn" orientiert und dabei zwar nie deren Klasse erreicht, für einen
unterhaltsamen Abend aber die beste Wahl darstellt. Gerade mit einer
handvoll Kollegen zusammen dürfte es wohl nur wenige bessere
Stimmungsmacher als "Zombie Strippers" geben. Titten, Gekröse,
dumme Sprüche und jede Menge Schwachsinn zeichnen ein Werk aus, das in
dieser Form zwar nicht einzigartig, bei den Trashfans aber immer wieder
gerne gesehen ist. Alle anderen machen um dieses Werk natürlich einen
großen Bogen. |