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Zombieland wird geboren, als
ein Virus die USA heimsucht und sämtliche lebende Menschen in
Zombies verwandelt. Nur wenige konnten bisher einer Infektion
entgehen. Einer von ihnen ist „Columbus“, ein etwas gewöhnungsbedürftiger
Stubenhocker, der gern „World of Warcraft“ spielt, unter einem
Reizdarmsyndrom leidet und noch Jungfrau ist. Auf der Reise durch
Zombieland begegnet er Tallahessee, einem draufgängerischem
Teufelskerl der nur ein Ziel vor Augen hat: einen Twinky finden
und essen. Zusammen begeben die beiden sich auf eine tödliche und
lustige Reise, in der sie andauernd von den beiden Mädels Wichita
und Little Rock veräppelt werden. |
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Wenn
ein Regisseur so ein Werk als sein Debüt bezeichnen darf, dann
hat er alles richtig gemacht und sollte auf dem Höhepunkt der
jungen Karriere zurücktreten, denn eigentlich kann er nur noch
schlechter werden. Jener, von dem hier geschrieben wird, ist Ruben
Fleischer. Ein Name, den man sich merken sollte. Gerade in diesem
Genre, kommt man als Fleischer ja schon recht gut an.
Zugegeben,
die Story scheint ein leichter Abklatsch von „28 Days Later“
zu sein, rafft doch ein Virus die ganze Bevölkerung nieder und lässt
sie zu hirnlosen Monstern werden. Aber so denkt man nur am Anfang!
Nach
mehreren Minuten schon erkennt man das besondere an diesem Film:
Man fühlt weder Trauer, noch Mitleid, man findet das ganze
einfach nur verdammt komisch. Falls Columbus (Jesse Eisenberg, „The
Village“) mit seinen verrückten, jedoch völlig logischen
Regeln (die auf ziemlich beeindruckende Weise eingeblendet und in
Szenen erprobt werden) und seinem Weichei Verhalten dich nicht
beeindrucken kann, dann schafft es aber auf jeden Fall Tallahassee
(Woody Harrelson, wer ihn nicht kennt, ist selbst schuld!) mit
seinen flotten Sprüchen (Hier kann man übrigens von der
Originaltonspur verdammt nützliche Beleidigungen und Schimpfwörter
für die nächste Reise ins englischsprachige Ausland
aufschnappen) und seinem „blutrauschigen“, draufgängerischen
Gehabe. Denn diese beiden sind völlig verschiedene Typen, die
aber trotzdem irgendwie harmonisieren und auf beachtenswerte Weise
Zombies abschlachten.
Sollten
die männlichen Zuschauer jetzt immer noch unterkühlt sein,
Wichita (Emma Stone, „Superbad“) lässt es ihnen heiß werden.
Nicht nur aufgrund ihres Aussehens, nein, sie ist auch passend
dazu noch ziemlich gut drauf. Das Aussehen von Bill Murray, der
einen Cameo-Auftritt hat, ist übrigens auch wunderbar!
All
diese Schauspieler, die Regie und die Arbeit aller mitarbeitenden
errichten besonders in den Schlussszenen ein richtig geiles
Feeling, eine Atmosphäre, in die man sich verlieben könnte. Wenn
sie eben nicht Zombieverseucht wäre. Passend dazu die Musik, die
die Szenen perfekt unterstützt, um einen sehr erfreulichen
Filmabend zu ermöglichen.
Leider
aber gibt es auch einen Wehmutstropfen: Zombies sind tot, auch im
Deutschen werden sie nun „Sombies“ ausgesprochen. Traurig,
aber wahr. |