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Angela
hat Streit mit ihrem Freund und wird dabei erschossen. Eigentlich
wäre die Geschichte jetzt vorbei. Doch Angela hat das Problem,
dass sie zu einem Zombie wird. Momentan schwappt eine Epidemie übers
Land, welche die Toten in Lebende verwandelt.
Die Zombies sind allerdings recht klar im Kopf. Die meisten
Unterscheiden sich nur äußerlich von Menschen, da sie sich
schwere Wunden beim sterben zugezogen haben. Allerdings ist das
Normalsein nicht auf die Nahrungsaufnahme beschränkt, denn die
Toten brauchen Fleisch. Auch die Vegetarier.
Dies und andere Sachen sind für einige Menschen genug Grund, die
Untoten zu hassen. Sie machen Jagd auf die kultivierten Zombies
und wollen sie vernichten. Da ist es nicht verwunderlich, dass
Angela mit ihrer Situation nicht zufrieden ist. Sie besucht die
Therapiegruppe der Anonymen Zombies, um Hilfe zu finden… |
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Das
ist ja mal eine nette Idee: Zombies sind nicht mehr die
denkschwachen Fleischfans, sondern denkende Mitbürger, die ihre
eigenen Probleme haben. Sie sind „tödlich behindert“, was
unweigerlich zu einigen coolen Sprüchen führt, die man als
Zombie-Fan gehört haben sollte. Aber „Zombies Anonymous“ ist
alles andere als ein Pflicht-Film für den leidenschaftlichen
Genre-Gucker.
Denn das Machwerk ist technisch nicht gerade hochwertig. Quasi ein
ganz billiger Billig-Film. Dazu kommt dann noch, dass das kaum
vorhandene Drehbuch unnötig in die Länge gezogen wurde. Man
merkt, dass die Macher unbedingt den Status eines abendfüllenden
Films erreichen wollten. Obwohl die Ideen für maximal 45 Minuten
ausreichen.
Zu Beginn wird man allerdings bestens unterhalten. Man muss sich
zwar ein wenig an die blecherne Synchronisation mit den leicht
unpassenden Stimmen gewöhnen, die Andersartigkeit ist aber
durchaus sehenswert. Besonders das Treffen der Anonymen Zombies,
was ja quasi namensgebend ist. Doch im Verlauf nimmt die
Guckfreude ab. Eine Zombie- oder Endzeit-Atmosphäre will nicht
aufkommen. Aufgrund der lahmen Inszenierung wird es ein manches
Mal langweilig. Die Schmunzler nehmen deutlich ab. Hin und wieder
werden Splatter- und Gore-Einlagen eingeschoben, die meist
gelungen sind. Durchaus hart und realistisch. So wie es der
Zombie-Fan mag. Auch wenn man natürlich deutliche Qualitätsunterschiede
zwischen diesen Effekten und denen, die beispielsweise Tom Savini
damals den Untoten mit auf den Weg gab, gibt.
Ein Schwerpunkt von „Zombies Anonymous“ ist die Sozialkritik.
Ähnlich wie es damals in „Night Of The Living Dead“
propagiert wurde, wird hier ebenfalls auf Randgruppen geschaut.
Diesmal sind es die Zombies, die aufgrund ihrer Leiden anders
behandelt werden. Ein manches Mal wird hier auf makabre Weise
diskriminiert, was zugegebenermaßen nicht immer unlustig ist.
Darstellerisch bewegt man sich auf dünnem Eis. Die Schauspieler
sind sicherlich allesamt keine Profis. Da fällt einem die
Bewertung immer etwas schwerer. Sie wirken in einem Film von Fans
für Fans, was ja prinzipiell hoch angerechnet werden muss. Aber
man muss sich auch eingestehen, dass nicht jeder, der vor der
Kamera steht, dahin gehört. Es gibt auch einige talentierte
Darsteller, die Gesamtwertung fällt aber eher in den negativen
Bereich.
Was nach der Betrachtung von „Zombies Anonymous“ zurückbleibt
ist der Eindruck, dass man einen Film gesehen hat, der alles
andere als alltäglich ist. Das Problem ist nur, dass er
filmtechnisch nicht gerade überzeugend ist und die Guckfreude
entsprechend getrübt wird. Für Allesgucker und
Extrem-Zombie-Fans kann „Zombies Anonymous“
aber durchaus empfohlen werden, da es einige gute Ansätze
und auch einige gute Einlagen gibt. |