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Eine
Rugby-Mannschaft ist auf dem Weg nach Japan. Dort wollen sie ein
Spiel spielen. Als sie mit ihrem Flugzeug über dem Himalaya sind,
kommt es in Turbolenzen und stürzt schließlich ab. Viele sterben
bei dem Crash, doch einige überleben. Die Frage ist nur wie
lange. Denn die unwirkliche Eislandschaft ist menschenfeindlich.
Was allerdings noch menschenfeindlicher ist, ist ein Höhlenbewohner
in der direkten Umgebung der Abgestürzten. Dieser freut sich
seinerseits über Frischfleisch... |
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Huch...
hier haben wir es aber mal mit einer feinen Mischung zu tun. Der
vom SciFi-Channel produzierte Film „Yeti – Das
Schneemonster“ vermischt das Mysterium um den Schneemenschen und
den Flugzeugabsturz einer Rugbymannschaft. Letzteres hat man ja
schon im Film „Überleben“ betrachten dürfen und ist ja auch
wirklich so passiert. Die Jungs und Mädels aus dem abgestürzten
Flugzeug müssen sich von daher nicht nur die Frage stellen, ob es
OK ist, seine Kollegen zu essen, sondern müssen auch nicht
zusehen, dass sie selbst zum Essen werden.
Das klingt vielversprechend, ist es zum Glück auch. Zwar ist kaum
zu übersehen, dass „Yeti – Das Schneemonster“ nicht viel
Geld bei der Produktion verschlungen hat, dennoch vermag er es
anständig zu unterhalten. Allerdings werden Leute, die nichts für
eine trashige Note übrig haben, dass Geschehen wohl als weniger
unterhaltsam einstufen. Wer mit ungewollt komischen Einlagen aber
kein Problem hat, ist hier bestens aufgehoben.
Ein Vorteil des Films ist seine Erzählgeschwindigkeit. Klar,
richtig viel gibt es natürlich nicht zu berichten. Leute stürzen
mit dem Flugzeug ab, warten auf Hilfe und kämpfen gegen das
Ungeheuer. Aber trotz des recht dünnen Drehbuchs wird es nicht
langweilig. Es gibt immer etwas interessantes zu sehen. Das
Geschehen wird kurzweilig wiedergegeben und längere
Sinnlosdialoge, wie sie in Filmen dieser Art ja öfter vorkommen,
gehören zu den Seltenheiten.
Das liegt nicht zuletzt an der, bereits erwähnten, trashigen
Note. Die Überlebenden vermuten beispielsweise, dass sich die
Tiere in ihrer Umgebung im Winterschlaf befinden. Klar... Wenn
Sommer in den Gipfeln des Himalaya ist, springen Igel und Hase fröhlich
umher. Und die Löwen und Nilpferde freuen sich der blühenden Bäume
(die im Übrigen auch in den Bergspitzen zu sehen sind...). Man
muss auch Aussagen wie folgende verkraften können: „Das war
unser vorletztes Streichholz. Bald wird das Feuer ausgehen...“.
Die Darsteller tun dann das Übrige dazu. Sie passen sich
eindrucksvoll dem B-Horror Movie an, auch wenn einige von ihnen
schon in größeren Produktionen zu sehen waren. Ihr Mitwirken in
diesem Streifen dürfte aber kaum für vollere Auftragsbücher zu
gebrauchen sein.
Animationstechnisch gibt es ein paar gute und ein paar schlechte
Szenen zu sehen. Schlecht sind die mit dem animierten Yeti. In
einigen Szenen springt er sogar über viele Meter. Dies sieht
nicht nur lächerlich aus, raubt dem Zottelvieh auch etwas an
Ernsthaftigkeit. Da ansonsten ein Schauspieler im zotteligen Kostüm
steckt. Ganz nett sind einige Splattereinlagen. Für eine FSK 16
sind die durchaus nett anzusehen.
Spannungs- und Atmosphärentechnisch befindet man sich in einem
guten Mittelmaß. Richtig spannend wird es selten und eine
Horror-Atmosphäre keimt nur ganz selten auf. Dafür stimmt aber
die Grundstimmung des Films. Zudem hat der erfahrene
Horror-Regisseur Paul Ziller („Snakehead Terror“, „Loch Ness
- Die Bestie aus der Tiefe“) einige nette Bilder eingefangen.
Und Schnee funktioniert ja sowieso in Horror-Streifen.
Unterm Strich ist „Yeti – Das Schneemonster“ ein Film den
man mögen wird, wenn man Trash und außergewöhnliche Geschichten
mag. Oder halt Tier-Horror. Wer damit nichts anfangen kann, sollte
den Streifen besser meiden. Falls man aber ein Herz für
(schlechte) B-Movies hat, wird man sich mit Sicherheit an „Yeti
– Das Schneemonster“ erfreuen können. |