Autumn Of The Living Dead

Informationen

Drehland Kanada
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 105 Minuten
Regie Steven Rumbelow
Darsteller Dexter Fletcher Dickon Tolson Lana Kamenov David Carradine u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Autumn Of The Living Dead

Story

Ohne Vorwarnung rafft ein tödliches Virus große Teile der Bevölkerung dahin. Der Tod kommt schnell und schmerzhaft, ist aber nicht das Ende für den Infizierten. Er muss als verrottender Untoter weiter durch die Welt ziehen. Michael, Emma und Carl sind unter den wenigen Überlebenden und versuchen vor den Untoten-Horden zu flüchten. Die Zweckgemeinschaft zieht sich in eine abgelegene Hütte zurück. Dort merken sie mit der Zeit, dass die Toten sich offenbar weiterentwickeln. Je länger sie tot sind, desto lebendiger werden sie…

11_2009_autumn_of_the_living_dead_1.jpg11_2009_autumn_of_the_living_dead_2.jpg

Kritik

Der kanadische Filmbeitrag „Autumn Of The Living Dead“ läutet eine neue Ära ein. Eine, wo Zombies keine Zombies mehr sind. Die Billigproduktion wartet zwar mit einem Titel (zumindest in Deutschland) auf, der auf einen Romero-Verschnitt hoffen lässt, die Hoffnung wird beim Gucken aber recht fix im Keim erstickt. Das große Problem des Films ist, dass von den Zombies so gut wie keine Gefahr ausgeht. Was natürlich blöd ist. Die Überlebenden haben kein Problem damit, mal durch eine Zombie-Ansammlung zu gehen. Es reicht, die faulenden Kollegen einfach zur Seite zu schubsen. Dies hat natürlich zur Folge, dass weder die Lebenden noch die Toten ernsthaft angegriffen werden müssen und der Zombie-Fan somit um alles das beraubt wird, warum er das Subgenre mag.

Kein Gore, kein Splatter, keine Kopfschüsse, keine abgerissenen Körperteile, keine Gedärme…. Diese Liste könnte man um all das vervollständigen, was man in einschlägigen Filmen bereits zu Gesicht bekommen hat. Somit kann „Autumn Of The Living Dead“ durchaus von sich behaupten, anders zu sein. Vielleicht will der Streifen auch gar kein Zombiefilm sein, da die Nennung „Zombie“ im Film auch gar nicht vorkommt. Vielmehr versucht er sich, die zwischenmenschlichen Beziehungen unserer Gruppe zu durchleuchten. Die ist leider durchaus einschläfernd, da nichts interessantes passieren will. Dies liegt sicherlich auch am Plot, der ebenso aussagelose ist. Die Seuche kommt, die Gruppe flieht. Vielmehr passiert nicht. Zwischendrin gibt es noch einen kleinen Abstecher, wo Mr. Kung-Fu alias David Carradine („Frankensteins Todes-Rennen“, „Kill Bill: Vol. 1“ u.v.a.) mitspielt. Diese Szene lockert das Geschehen zwar etwas auf, reist aber natürlich auch nichts mehr raus.

Noch problematischer wird es allerdings bei der Inszenierung. Hierfür könnte Prinz Valium verantwortlich gewesen sein. Klar: Der Film entstammt einen Buchvorlage und kommt dieser nahe. Aber dennoch muss man sich für das guckende Publikum etwas überlegen, damit es nicht in den Fernsehsesseln einschläft. Möglicherweise ist die Charakterdarstellung im Buch interessanter und die Dialoge besser zu verfolgen. Auf dem Bildschirm kann das aber niemanden vom Hocker hauen.

Auch in Sachen Spannung und Atmosphäre kann man nicht viel berichten. Für einen Endzeit-Film ist die Atmosphäre nicht dicht und nicht verstörerisch genug. Es werden zwar ein paar nette, kalte Bilder eingefangen, für einen guten Gesamteindruck ist das aber viel zu wenig. Zudem sind die Kulissen nicht überzeugend. In anderen Filmen mit ähnlicher Thematik hat man da schon viel bessere Sachen gesehen. Ganz nett anzusehen sind allerdings die Masken der verrottenden Virusverseuchten.

Die ausgelöste Apokalypse löst keine Überlebensangst aus. Vielmehr wird der Verlust der Lebenden betrauert. Denn das die Protagonisten überleben scheint sicher. Die umherlaufenden Toten werden nämlich nicht durch ihre Fleischeslust angetrieben, sondern nur durch laute Geräusche. Warum auch immer. Von Momenten der spannenden Art bleibt man somit verschont. Was die Haltekraft der Augenlider nicht wirklich unterstützt.

Die unbekannte, aber recht solide agierende Schauspielcrew sorgt auch für keine Aufreger. David Carradines Auftritt kann, wie bereits erwähnt, zwar für etwas Abwechslung sorgen, die dann aber auch schnell wieder in der Ereignislosigkeit auflöst.

Dem geneigten Betrachter sollte klar sein, dass die Verfilmung von „Herbst“ alles andere ist als ein Zombie-Film in bekannter Manier. Diese Untoten schonen ihr Gebiss und haben nur Bock auf laute Geräusche. Das ist zwar durchaus mal etwas anderes, da die Inszenierung aber auch nicht zu gefallen weiß und Spannung sowie Atmosphäre zu wenig ausgeprägt sind, ist „Autumn Of The Living Dead“ ein Film, den man eventuell doch lieber im DVD-Regal stehen lassen sollte. Zumal er mit 105 Minuten auch recht lang geworden ist. Es sei denn, man fand das Buch zum Film gut und möchte sich ein Bild von der Verfilmung machen.

11_2009_autumn_of_the_living_dead_3.jpg11_2009_autumn_of_the_living_dead_4.jpg

DVD

Die DVD von Savoy (im Vertrieb von Sunfilm) lässt im DVD-Menü, dank der apokalyptischen Musikeinlage, noch auf einen zünftigen Zombie-Reisser hoffen. Die Extras sind spärlich. Lediglich acht Trailer wurden als Zusatz auf die Scheibe gepresst. Bild und Ton sind gut. Da gibt es für eine Low-Budget-Produktion absolut nichts zu meckern.

Bewertung

Splatter 2009_1_5.gif
Spannung 2009_2.gif
Story 2009_2.gif
Ekelfaktor 2009_2.gif
Atmosphäre 2009_2.gif
Tonqualität 2009_5.gif
Bildqualität 2009_5.gif
Zusatzmaterial 2009_2.gif
Gesamteindruck 2009_2.gif

Our Reader Score
[Total: 0 Average: 0]
This entry was posted in Horrorfilme and tagged , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *