Der Flüsterer

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Informationen

Verlag: Star Bugs

ca. 69 Minuten

Deutschland 2003

Regie

  • Volker Sassenberg
  • Raimon Weber
Sprecher

  • Jürgen Kluckert
  • Bernd Vollbrecht
  • Björn Schaller
  • Ernst Meincke
  • u.a.
Der Flüsterer

Story

Da Stevens Literaturkariere bisher von keinem großen Erfolgt gekrönt ist, muss er sich neben dem Schreiben als Taxifahrer seinen Lebensunterhalt sichern. Eines Abends soll Steven eine junge Frau zum Brockton Pier fahren, die dort Bekannte treffen möchte. Doch kaum angekommen, wird die junge Frau von finster aussehenden Gestalten aus dem Wagen gezerrt. Als Steven einzugreifen versucht, wird er niedergeschlagen und erwacht am nächsten Morgen in einem heruntergekommenen Hotelzimmer, neben ihm die Leiche der jungen Frau.

Wenig später stürmt auch schon die Polizei das Hotelzimmer und nimmt Steven als vermeintlichen Killer fest. Bei einem späteren Verhör erfährt Steven, dass die Beweislast gegen ihn erdrückend ist und der Fall eindeutig zu sein scheint. Steven ist fassungslos und hat keine Ahnung, wie er seine Unschuld beweisen soll, da taucht plötzlich ein kleiner, glatzköpfiger Mann bei ihm auf, der sich als Bakerman vorstellt und ihm anbietet ihm aus seiner Misere herauszuhelfen, wenn er im Gegenzug für ihn einen Job in Eden Creek erledigt. Steven willigt schließlich ein und fährt zunächst in seine Wohnung, wo er seinen Verlegen anruft, um ihn über die Geschehnisse in Kenntnis zu setzen, als plötzlich der Anruf von einer seltsam klingenden Stimme – der Flüsterer, unterbrochen wird, die ihm aufträgt, nach Eden Creek zu fahren. Überaus verwirrt, aber auch zugleich neugierig begibt sich Steven schließlich auf den Weg nach Eden Creek, wo er einen Mitarbeiter von Bakerman suchen soll, sein Name Bernard Cardieux, der spurlos verschwunden ist. Als angeblicher Angestellter des Forstministeriums bekommt Steven einen ortskundigen Führer namens Larry Newman zur Seite gestellt und schon sehr bald machen sie einige sehr seltsame Entdeckungen in dem scheinbar von der Außenwelt abgeschnittenen kleinen Ort. Viele der Einwohner scheinen den Verstand verloren zu haben und was hat es mit den "grauen Engeln" auf sich? Fragen über Fragen, die es zu lösen gilt und die Zeit wird knapp, denn irgendetwas braut sich in Eden Creek zusammen…

Kritik

Ich finde diesen 1. Teil sogleich sehr gelungen! Die Story ist spannend und fesselnd zugleich. Anders als z.B. bei John Sinclair-Hörspielen, ist Gabriel Burns mit mehr "Leben" ausgestattet und es gelingt ihm den Zuhörer einfach wesentlich besser zu fesseln. Die Sprecher wurden hervorragend ausgewählt und verkörpern die Charaktere perfekt! Untermalt wird das ganze von sehr passender, teils recht gruselig wirkender Musik und Hintergrundgeräuschen. Für Kinder ist die Geschichte jedoch nur bedingt empfehlenswert, da wohl nicht jedes Kind danach einschlafen kann. Es wird nämlich kein Blatt vor den Mund genommen und durchaus wird auch auf das Erscheinungsbild zerstückelter Leichen eingegangen. Teilweise geschehen auch unvorhersehbare Dinge, die durchaus bei geeigneter Atmosphäre den ein oder anderen erschrecken lassen. Dieser 1. Teil wird teils noch immer als Sonderausgabe für 1€ angeboten, aber Vorsicht, denn er macht süchtig nach mehr!!! Mir fielen auch erst kürzlich die ersten Teile der Gabriel Burns Reihe in die Hände und ich habe sie mir aus Neugier schließlich angehört, seither verschlinge ich sie wortwörtlich und kann kaum erwarten, wann ich den nächsten Teil in die Hände bekomme. Natürlich sollte man sie nicht einfach so beim aufräumen oder ähnlichem im Hintergrund laufen lassen, sondern man sollte die entsprechende Atmosphäre dafür schaffen (z.B. bei Kerzenschein vor dem zu Bett gehen oder in der Badewanne liegend). Die Story um "Der Flüsterer" finde ich sehr gelungen, da sie durchaus die ein oder andere Überraschung birgt. Auch werden hier keine herkömmlichen Monster eingebaut, sondern es wird versucht etwas Neues zu schaffen, wie in diesem Falle die "grauen Engel", auf die ich jedoch nicht näher eingehen werde, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Ich spreche hierbei eine vollste Empfehlung aus!!! Leicht schreckhafte Leute sollten jedoch besser einen Bogen darum machen, da es sich hierbei nun mal nicht um eine Kindergeschichte alla Benjamin Blümchen handelt, sondern um eine Gruselgeschichte für Erwachsene! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher books_6.gif
Akustik books_5.gif
Spannung books_6.gif
Story books_6.gif
Horrorfaktor books_4.gif
Gesamt books_6.gif

Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

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Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 215 Minuten

Deutschland 2007

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Simon Jäger
  • Joachim Höppner
  • Klaus-Dieter Klebach
  • Dagmar von Kurmin
Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

Story

Der junge Rechtsanwalt Jonathan Harker wird aus geschäftlichen Gründen nach Transsylvanien auf Schloss Dracula eingeladen. Der Graf selbst ist daran interessiert ein Grundstück in London zu erwerben, wobei Jonathan ihm behilflich sein soll. Bereits die Fahrt zu diesem Schloss birgt nichts Gutes, Aberglaube scheint weit verbreitet und als Jonathan von einem Kutscher vor einem verfluchten und verlassen scheinenden Ort gewarnt wird, siegt auch hier seine Neugier…

Als Jonathan schließlich dem Grafen gegenüber steht muss er erkennen, dass diesen etwas mystisches, schier Böses umgibt, erst viel zu spät erkennt er schließlich das wahre Wesen des Grafen, denn er ist bereits zu dessen Gefangenen geworden. Der Graf selbst begibt sich derweilen auf eine Reise nach London, nicht zuletzt auch wegen eines Bildes von Jonathans Verlobter Mina. Sein erstes Opfer wird Minas Freundin Lucy Westenra, ihr Willen ist schnell gebrochen und von Tag zu Tag bzw. von Nacht zu Nacht scheint die arme Lucy schwächer und schwächer zu werden. Ihr Arzt Dr. Seward ruft schließlich einen Freund – Abraham Van Helsing zu Hilfe, der sofort den Ernst der Lage erkennt…

Kritik

Bram Stoker´s Roman „Dracula“ zählt seit jeher zu einem Klassiker der Weltliteratur und gilt auch als Grundlager diverser weiterer Vampirromane und Verfilmungen. Kein Wunder also, dass auch Titania Medien sich diesen Roman als Vorlage für ihre Gurselkabinettserie nahmen und ihn als Hörspiel vertonten. Erschienen ist das Hörspiel in einer sehr hübsch gestalteten Pappbox, aufgeteilt auf 3 CDs + eine Bonus-CD mit der Geschichte „Draculas Gast“ Bereits 1897 erschien der Roman „Dracula“ in London, Autor war der irische Schriftsteller Abrahm Stoker, der sich selbst lieber Bram mit Vornamen nannte. Er fand bereits früh seine Vorliebe für unheimlichen Lesestoff und wurde nicht zuletzt durch seinen Landsmann LeFanu dazu inspiriert eine Vampirgeschichte zu verfassen. Stoker beschäftigte sich lange Zeit stark mit Nachforschungen, studierte Reiseführer, Landschaftsbeschreibungen, Fahrpläne und historische Werke, wobei er auf den perfekten Schauplatz für seine Geschichte stieß – Transsylvanien. Die Schilderungen in seinem Roman sind teilweise so detailliert beschrieben, dass es einem wie eine wirkliche Reise in diese Welt vorkommt, kaum zu glauben dass Stoker niemals wirklich nach Transsylvanien reiste und er es somit nie wirklich gesehen hat. Durch die Bekanntschaft mit Arminius Vambery wurde Stoker auf den walachischen Fürsten Vlad Tepez aufmerksam und dessen Geschichten, Sagen und Legenden ließ Stoker kurzerhand in seine Vampirgestalt „Dracula“ mit einfließen. Stoker wollte einen besonderen Vampir schaffen, eine Gestalt die nicht einfach ein blutlechzendes Ungetüm darstellt, sie sollte gleichsam Blutsauger, als auch verführerisch- kultivierter Natur sein. So entstand in 7 langen Jahren eine Kultfigur sondergleichen. Leider war es Stoker nicht mehr möglich den Erfolg seines Werkes richtig auszukosten, denn erst nach seinem Tode 1912 erlangte es seinen wahren Erfolg. (Stoker verstarb in London fast verarmt, die Todesursache war „Erschöpfung“). Erst in den 20er Jahren begann der Siegeszug seines Romanes durch einige Theateraufführungen des Stoffes in England und den USA. Ähnlich wie der Roman wird auch das Hörspiel zunächst wie eine Art Tagebuch dargeboten, indem der junge Jonathan Harker neben den Klängen eines Zuges den Hörern vom Beginn seiner Reise aus seinem Tagebuch vor liest. Die dazu laufende Musik ist der damaligen Zeit angepasst und kommt an vielen Stellen sogar recht pompös daher. Auch im weiteren Verlauf des Hörspiels wird immer wieder aus Tagebüchern, Briefen und Protokollen zitiert, was natürlich besonders Fans des Originalromanes sehr freuen wird, da das Hörspiel dadurch sehr authentisch wirkt. An anderen Stellen wurde sich etwas vom Original abgehoben, zumindest kann ich mich nicht an diese Stellen im Buch erinnern, um noch ein paar kleine spannende Details einzubauen, was ich ebenfalls als sehr gelungen betrachte (z.B. 50 Särge auf dem Weg nach London etc.). Mit einer Gesamtspielzeit von 215 Minuten sollte man sich jedoch etwas Zeit nehmen, um die Geschichte richtig genießen zu können, Langeweile kommt an keinster Stelle auf, im Gegenteil Spannung ist garantiert! Bei den Sprechern bleiben Marc Gruppe und Titania Medien ihrem Konzept treu und konnten wieder bekannte Synchronsprecher vieler bekannter Hollywoodgrößen für das Hörspiel verpflichten. Der Part des Grafen Dracula wurde dabei an Joachim Höppner, die deutsche Synchronstimme von Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ vergeben. Besonders tragisch, da es eine der letzten Rolle Höppners wurde, da er im November 2006 an einem Herzinfarkt verstarb. Zwar verbindet man seine Stimme wohl eher mit dem Guten, Positiven und man muss sich hierbei etwas umorientieren, da er nun plötzlich ein Geschöpf der Nacht und des Bösen verkörpert, doch meistert er diese Rolle hervorragend! Jonathan Harker wird von Simon Jäger verkörpert, der ansonsten Heath Ledger und Josh Hartnett seine Stimme leiht. Genau wie auch Tanja Geke/Scarlett Johansson („Mina“) und Petra Barthel /Uma Thurman („Lucy“) muss er den Hörer durch ein kunterbuntes Stimmungsbarometer aus unschuldiger Fröhlichkeit bis hin zu bitterer Trauer und verzweifelnde Angst durchleben. Wie so oft erzielen die Sprecher dabei beim Zuhörer das Bild der entsprechenden Stars im Kopf und das eigentliche Hörspiel bildet sich vor dem inneren Auge zu einem grandiosen Film. Auch die bestens arrangierte Geräuschkulisse verstärkt dieses Bild um ein Vielfaches, was das Hörspiel zu einem sehr gelungenen Ereignis werden lässt. Letztendlich kann ich dieses Hörbuch absolut empfehlen und finde auch, dass es bisher das Beste der Gruselkabinettserie ist! Ich hatte diesmal nicht das Geringste auszusetzen. Die Umsetzung von Bram Stokers Dracula ist Marc Gruppe hervorragend gelungen, seien es die Sprecher, die Atmosphäre oder die Umsetzung der Geschichte, alles passt wunderbar zusammen und gibt ein schlüssiges Gesamtbild ab. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher books_6.gif
Akustik books_6.gif
Spannung books_6.gif
Story books_6.gif
Horrorfaktor books_5.gif
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Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

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Verlag: Titania Medien

ca. 215 Minuten

Deutschland 2007

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Simon Jäger
  • Joachim Höppner
  • Klaus-Dieter Klebach
  • Dagmar von Kurmin
Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

Story

Der junge Rechtsanwalt Jonathan Harker wird aus geschäftlichen Gründen nach Transsylvanien auf Schloss Dracula eingeladen. Der Graf selbst ist daran interessiert ein Grundstück in London zu erwerben, wobei Jonathan ihm behilflich sein soll. Bereits die Fahrt zu diesem Schloss birgt nichts Gutes, Aberglaube scheint weit verbreitet und als Jonathan von einem Kutscher vor einem verfluchten und verlassen scheinenden Ort gewarnt wird, siegt auch hier seine Neugier…

Als Jonathan schließlich dem Grafen gegenüber steht muss er erkennen, dass diesen etwas mystisches, schier Böses umgibt, erst viel zu spät erkennt er schließlich das wahre Wesen des Grafen, denn er ist bereits zu dessen Gefangenen geworden. Der Graf selbst begibt sich derweilen auf eine Reise nach London, nicht zuletzt auch wegen eines Bildes von Jonathans Verlobter Mina. Sein erstes Opfer wird Minas Freundin Lucy Westenra, ihr Willen ist schnell gebrochen und von Tag zu Tag bzw. von Nacht zu Nacht scheint die arme Lucy schwächer und schwächer zu werden. Ihr Arzt Dr. Seward ruft schließlich einen Freund – Abraham Van Helsing zu Hilfe, der sofort den Ernst der Lage erkennt…

Kritik

Bram Stoker´s Roman „Dracula“ zählt seit jeher zu einem Klassiker der Weltliteratur und gilt auch als Grundlager diverser weiterer Vampirromane und Verfilmungen. Kein Wunder also, dass auch Titania Medien sich diesen Roman als Vorlage für ihre Gurselkabinettserie nahmen und ihn als Hörspiel vertonten. Erschienen ist das Hörspiel in einer sehr hübsch gestalteten Pappbox, aufgeteilt auf 3 CDs + eine Bonus-CD mit der Geschichte „Draculas Gast“ Bereits 1897 erschien der Roman „Dracula“ in London, Autor war der irische Schriftsteller Abrahm Stoker, der sich selbst lieber Bram mit Vornamen nannte. Er fand bereits früh seine Vorliebe für unheimlichen Lesestoff und wurde nicht zuletzt durch seinen Landsmann LeFanu dazu inspiriert eine Vampirgeschichte zu verfassen. Stoker beschäftigte sich lange Zeit stark mit Nachforschungen, studierte Reiseführer, Landschaftsbeschreibungen, Fahrpläne und historische Werke, wobei er auf den perfekten Schauplatz für seine Geschichte stieß – Transsylvanien. Die Schilderungen in seinem Roman sind teilweise so detailliert beschrieben, dass es einem wie eine wirkliche Reise in diese Welt vorkommt, kaum zu glauben dass Stoker niemals wirklich nach Transsylvanien reiste und er es somit nie wirklich gesehen hat. Durch die Bekanntschaft mit Arminius Vambery wurde Stoker auf den walachischen Fürsten Vlad Tepez aufmerksam und dessen Geschichten, Sagen und Legenden ließ Stoker kurzerhand in seine Vampirgestalt „Dracula“ mit einfließen. Stoker wollte einen besonderen Vampir schaffen, eine Gestalt die nicht einfach ein blutlechzendes Ungetüm darstellt, sie sollte gleichsam Blutsauger, als auch verführerisch- kultivierter Natur sein. So entstand in 7 langen Jahren eine Kultfigur sondergleichen. Leider war es Stoker nicht mehr möglich den Erfolg seines Werkes richtig auszukosten, denn erst nach seinem Tode 1912 erlangte es seinen wahren Erfolg. (Stoker verstarb in London fast verarmt, die Todesursache war „Erschöpfung“). Erst in den 20er Jahren begann der Siegeszug seines Romanes durch einige Theateraufführungen des Stoffes in England und den USA. Ähnlich wie der Roman wird auch das Hörspiel zunächst wie eine Art Tagebuch dargeboten, indem der junge Jonathan Harker neben den Klängen eines Zuges den Hörern vom Beginn seiner Reise aus seinem Tagebuch vor liest. Die dazu laufende Musik ist der damaligen Zeit angepasst und kommt an vielen Stellen sogar recht pompös daher. Auch im weiteren Verlauf des Hörspiels wird immer wieder aus Tagebüchern, Briefen und Protokollen zitiert, was natürlich besonders Fans des Originalromanes sehr freuen wird, da das Hörspiel dadurch sehr authentisch wirkt. An anderen Stellen wurde sich etwas vom Original abgehoben, zumindest kann ich mich nicht an diese Stellen im Buch erinnern, um noch ein paar kleine spannende Details einzubauen, was ich ebenfalls als sehr gelungen betrachte (z.B. 50 Särge auf dem Weg nach London etc.). Mit einer Gesamtspielzeit von 215 Minuten sollte man sich jedoch etwas Zeit nehmen, um die Geschichte richtig genießen zu können, Langeweile kommt an keinster Stelle auf, im Gegenteil Spannung ist garantiert! Bei den Sprechern bleiben Marc Gruppe und Titania Medien ihrem Konzept treu und konnten wieder bekannte Synchronsprecher vieler bekannter Hollywoodgrößen für das Hörspiel verpflichten. Der Part des Grafen Dracula wurde dabei an Joachim Höppner, die deutsche Synchronstimme von Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ vergeben. Besonders tragisch, da es eine der letzten Rolle Höppners wurde, da er im November 2006 an einem Herzinfarkt verstarb. Zwar verbindet man seine Stimme wohl eher mit dem Guten, Positiven und man muss sich hierbei etwas umorientieren, da er nun plötzlich ein Geschöpf der Nacht und des Bösen verkörpert, doch meistert er diese Rolle hervorragend! Jonathan Harker wird von Simon Jäger verkörpert, der ansonsten Heath Ledger und Josh Hartnett seine Stimme leiht. Genau wie auch Tanja Geke/Scarlett Johansson („Mina“) und Petra Barthel /Uma Thurman („Lucy“) muss er den Hörer durch ein kunterbuntes Stimmungsbarometer aus unschuldiger Fröhlichkeit bis hin zu bitterer Trauer und verzweifelnde Angst durchleben. Wie so oft erzielen die Sprecher dabei beim Zuhörer das Bild der entsprechenden Stars im Kopf und das eigentliche Hörspiel bildet sich vor dem inneren Auge zu einem grandiosen Film. Auch die bestens arrangierte Geräuschkulisse verstärkt dieses Bild um ein Vielfaches, was das Hörspiel zu einem sehr gelungenen Ereignis werden lässt. Letztendlich kann ich dieses Hörbuch absolut empfehlen und finde auch, dass es bisher das Beste der Gruselkabinettserie ist! Ich hatte diesmal nicht das Geringste auszusetzen. Die Umsetzung von Bram Stokers Dracula ist Marc Gruppe hervorragend gelungen, seien es die Sprecher, die Atmosphäre oder die Umsetzung der Geschichte, alles passt wunderbar zusammen und gibt ein schlüssiges Gesamtbild ab. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher books_6.gif
Akustik books_6.gif
Spannung books_6.gif
Story books_6.gif
Horrorfaktor books_5.gif
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Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

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Verlag: Titania Medien

ca. 215 Minuten

Deutschland 2007

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Simon Jäger
  • Joachim Höppner
  • Klaus-Dieter Klebach
  • Dagmar von Kurmin
Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

Story

Der junge Rechtsanwalt Jonathan Harker wird aus geschäftlichen Gründen nach Transsylvanien auf Schloss Dracula eingeladen. Der Graf selbst ist daran interessiert ein Grundstück in London zu erwerben, wobei Jonathan ihm behilflich sein soll. Bereits die Fahrt zu diesem Schloss birgt nichts Gutes, Aberglaube scheint weit verbreitet und als Jonathan von einem Kutscher vor einem verfluchten und verlassen scheinenden Ort gewarnt wird, siegt auch hier seine Neugier…

Als Jonathan schließlich dem Grafen gegenüber steht muss er erkennen, dass diesen etwas mystisches, schier Böses umgibt, erst viel zu spät erkennt er schließlich das wahre Wesen des Grafen, denn er ist bereits zu dessen Gefangenen geworden. Der Graf selbst begibt sich derweilen auf eine Reise nach London, nicht zuletzt auch wegen eines Bildes von Jonathans Verlobter Mina. Sein erstes Opfer wird Minas Freundin Lucy Westenra, ihr Willen ist schnell gebrochen und von Tag zu Tag bzw. von Nacht zu Nacht scheint die arme Lucy schwächer und schwächer zu werden. Ihr Arzt Dr. Seward ruft schließlich einen Freund – Abraham Van Helsing zu Hilfe, der sofort den Ernst der Lage erkennt…

Kritik

Bram Stoker´s Roman „Dracula“ zählt seit jeher zu einem Klassiker der Weltliteratur und gilt auch als Grundlager diverser weiterer Vampirromane und Verfilmungen. Kein Wunder also, dass auch Titania Medien sich diesen Roman als Vorlage für ihre Gurselkabinettserie nahmen und ihn als Hörspiel vertonten. Erschienen ist das Hörspiel in einer sehr hübsch gestalteten Pappbox, aufgeteilt auf 3 CDs + eine Bonus-CD mit der Geschichte „Draculas Gast“ Bereits 1897 erschien der Roman „Dracula“ in London, Autor war der irische Schriftsteller Abrahm Stoker, der sich selbst lieber Bram mit Vornamen nannte. Er fand bereits früh seine Vorliebe für unheimlichen Lesestoff und wurde nicht zuletzt durch seinen Landsmann LeFanu dazu inspiriert eine Vampirgeschichte zu verfassen. Stoker beschäftigte sich lange Zeit stark mit Nachforschungen, studierte Reiseführer, Landschaftsbeschreibungen, Fahrpläne und historische Werke, wobei er auf den perfekten Schauplatz für seine Geschichte stieß – Transsylvanien. Die Schilderungen in seinem Roman sind teilweise so detailliert beschrieben, dass es einem wie eine wirkliche Reise in diese Welt vorkommt, kaum zu glauben dass Stoker niemals wirklich nach Transsylvanien reiste und er es somit nie wirklich gesehen hat. Durch die Bekanntschaft mit Arminius Vambery wurde Stoker auf den walachischen Fürsten Vlad Tepez aufmerksam und dessen Geschichten, Sagen und Legenden ließ Stoker kurzerhand in seine Vampirgestalt „Dracula“ mit einfließen. Stoker wollte einen besonderen Vampir schaffen, eine Gestalt die nicht einfach ein blutlechzendes Ungetüm darstellt, sie sollte gleichsam Blutsauger, als auch verführerisch- kultivierter Natur sein. So entstand in 7 langen Jahren eine Kultfigur sondergleichen. Leider war es Stoker nicht mehr möglich den Erfolg seines Werkes richtig auszukosten, denn erst nach seinem Tode 1912 erlangte es seinen wahren Erfolg. (Stoker verstarb in London fast verarmt, die Todesursache war „Erschöpfung“). Erst in den 20er Jahren begann der Siegeszug seines Romanes durch einige Theateraufführungen des Stoffes in England und den USA. Ähnlich wie der Roman wird auch das Hörspiel zunächst wie eine Art Tagebuch dargeboten, indem der junge Jonathan Harker neben den Klängen eines Zuges den Hörern vom Beginn seiner Reise aus seinem Tagebuch vor liest. Die dazu laufende Musik ist der damaligen Zeit angepasst und kommt an vielen Stellen sogar recht pompös daher. Auch im weiteren Verlauf des Hörspiels wird immer wieder aus Tagebüchern, Briefen und Protokollen zitiert, was natürlich besonders Fans des Originalromanes sehr freuen wird, da das Hörspiel dadurch sehr authentisch wirkt. An anderen Stellen wurde sich etwas vom Original abgehoben, zumindest kann ich mich nicht an diese Stellen im Buch erinnern, um noch ein paar kleine spannende Details einzubauen, was ich ebenfalls als sehr gelungen betrachte (z.B. 50 Särge auf dem Weg nach London etc.). Mit einer Gesamtspielzeit von 215 Minuten sollte man sich jedoch etwas Zeit nehmen, um die Geschichte richtig genießen zu können, Langeweile kommt an keinster Stelle auf, im Gegenteil Spannung ist garantiert! Bei den Sprechern bleiben Marc Gruppe und Titania Medien ihrem Konzept treu und konnten wieder bekannte Synchronsprecher vieler bekannter Hollywoodgrößen für das Hörspiel verpflichten. Der Part des Grafen Dracula wurde dabei an Joachim Höppner, die deutsche Synchronstimme von Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ vergeben. Besonders tragisch, da es eine der letzten Rolle Höppners wurde, da er im November 2006 an einem Herzinfarkt verstarb. Zwar verbindet man seine Stimme wohl eher mit dem Guten, Positiven und man muss sich hierbei etwas umorientieren, da er nun plötzlich ein Geschöpf der Nacht und des Bösen verkörpert, doch meistert er diese Rolle hervorragend! Jonathan Harker wird von Simon Jäger verkörpert, der ansonsten Heath Ledger und Josh Hartnett seine Stimme leiht. Genau wie auch Tanja Geke/Scarlett Johansson („Mina“) und Petra Barthel /Uma Thurman („Lucy“) muss er den Hörer durch ein kunterbuntes Stimmungsbarometer aus unschuldiger Fröhlichkeit bis hin zu bitterer Trauer und verzweifelnde Angst durchleben. Wie so oft erzielen die Sprecher dabei beim Zuhörer das Bild der entsprechenden Stars im Kopf und das eigentliche Hörspiel bildet sich vor dem inneren Auge zu einem grandiosen Film. Auch die bestens arrangierte Geräuschkulisse verstärkt dieses Bild um ein Vielfaches, was das Hörspiel zu einem sehr gelungenen Ereignis werden lässt. Letztendlich kann ich dieses Hörbuch absolut empfehlen und finde auch, dass es bisher das Beste der Gruselkabinettserie ist! Ich hatte diesmal nicht das Geringste auszusetzen. Die Umsetzung von Bram Stokers Dracula ist Marc Gruppe hervorragend gelungen, seien es die Sprecher, die Atmosphäre oder die Umsetzung der Geschichte, alles passt wunderbar zusammen und gibt ein schlüssiges Gesamtbild ab. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

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Bewertung

Sprecher books_6.gif
Akustik books_6.gif
Spannung books_6.gif
Story books_6.gif
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Die Blutbaronin

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Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 70 Minuten

Deutschland 2006

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Hartmut Neugebauer
  • Viola Sauer
  • Uwe Büschken
  • Arianne Borbach
Die Blutbaronin

Story

Baron Ferenc Nádasdy ist zum 2. Mal verheiratet und lebt mit seiner Frau Katharina und seinen beiden Kindern aus dieser Ehe auf Burg Csejte. Nach außen hin scheint die Familie des Barons perfekt, doch Nacht für Nacht wandert er zum Grabe seiner 1. Frau – Elisabeth und vergießt dort Träne um Träne. Eines Nachts trifft er bei dem Mausoleum auf eine alte Kräuterhexe, die ihm erzählt, sie könne seine Geliebte aus dem Totenreich zurückkehren lassen. Der Baron ist sogleich Feuer und Flamme und selbst die Warnungen der alten Frau, sie sei möglicherweise nicht mehr dieselbe Person wie früher, lassen ihn kalt. Die Hexe macht sich ans Werk und kurze Zeit später erwacht Elisabeth aus ihrem Totenschlaf. Ferenc kann sein Glück kaum fassen, versteckt Elisabeth jedoch zunächst in seinem Waldschloss. Seine Liebste scheint nicht im Geringsten gealtert, sie ist noch immer betörend schön, keinen Wunsch kann er ihr abschlagen und seien sie auch noch so seltsam, so besteht Elisabeth z.B. darauf niemals dem Tageslicht ausgesetzt zu werden, da ihre Augen das Licht nach dem langen Schlafe nicht mehr vertragen. Und natürlich ist sie sehr erbost, dass er es wagen konnte erneut zu heiraten und verlangt sogleich, dass er seine neue Frau sofort verlasse. Ohne auch nur im Geringsten zu zögern wirft Ferenc Katharina aus der Burg, die sogleich Verdacht schöpft… Kaum ist Katharina aus der Burg ausgezogen, unterbreitet Ferenc der Dienerschaft, dass er eine neue Gemahlin gefunden habe, die seiner 1. Frau zum verwechseln ähnlich sehe, selbst der Name der neuen Frau ähnelt dem der alten und auch die Dienerschaft kann die Ähnlichkeit der „beiden“ Frauen nicht verstehen und dann beginnen die seltsamen Vorkommnisse auf der Burg und erst als es fast zu spät ist, muss Ferenc erkennen, was für ein Monster seine Liebste geworden ist…

Kritik

Teil 14 der Gruselkabinettreihe entführt uns ins 16. Jahrhundert nach Ungarn und erzählt uns eine Geschichte, die Ernst Benjamin Salomom Raupach 1823 als „Lasst die Todten ruhen“ veröffentlichte. Marc Gruppe + Titania Medien nahmen sich diese Geschichte nun als Vorlage für ihr Hörbuch „Die Blutbaronin“. In der „Blutbaronin“ geht es um den Wunsch einen geliebten Menschen wieder zum Leben zu erwecken, Liebe wird dabei der Vernunft vorgezogen und die bitteren Auswirkungen die ein solcher Wunsch im Nachhinein bewegen kann, scheinen zu verblassen. Der Romanfigur liegt sogar eine durchaus reale Gestalt zugrunde, auf der eine Vielzahl düsterer Legenden ruhen – Blutgräfin Elisabeth Báthory/Nádasdy. Diese „Blutgräfin“ lebte von 1560 – 1614 in Ungarn und soll mehrere Hundert Menschen (fast ausschließlich Frauen) in den Tod gerissen haben. Ihre Vorliebe für menschliches Blut als Elexir gegen das Altern ließ sie im Volksglauben als Vampirin erscheinen. Tatsachliche Beweise existieren natürlich nicht. Mit 11 Jahren wurde Elisabeth durch ihre Familie mit dem Sohn einer anderen angesehenen und ebenfalls vermögenden Adelsfamilie verlobt. 4 Jahre später heirateten die beiden. Ihr Mann, Ferencz Nádasdy – „der schwarze Ritter“ – war ein grausamer Krieger, der sich besonders durch seine grausamen Folterungen an Gefangenen während den Feldzügen gegen die Türken, einen Namen machte. Nach ihrer Heirat zogen die beiden auf den Landsitz der Familie Nádasdy im Nordwesten Ungarns. Da der Landsitz weit abgelegen von der Zivilisation war, und ihr Ehemann oft wegen des Krieges weg musste, hatte Elisabeth ein eher langweiliges Leben. So kam es auch dazu, daß sie eine kurze Affäre mit einem jungen Mann begann, der aufgrund seiner sehr blassen Haut, für einen Vampir gehalten wurde. Sie brannten gemeinsam durch. Jedoch kurze Zeit später kehrte sie schon wieder auf den Landsitz zurück. Sie hatte eine neue Art der Beschäftigung gefunden und machte sich an junge Dienstmädchen heran. Sie dienten ihr sowohl als Gespielinnen, sowie später auch als Opfer, da sie von einer Amme und einem Diener in die schwarzen Künste eingeweiht wurde. Sie verübte diverse Rituale an ihren Bediensteten. Erst nach dem Tod ihres Gemahls, zu Beginn des Jahres 1600, verwirklichte sie dann auch ihre gewalttätigen, sexuellen Phantasien völlig ohne Scheu bis ihr 1611 der Prozess gemacht wurde und sie bis zu ihrem Lebensende eingemauert in ihrem Schlafgemach dahin vegetierte. Das Hörbuch baut zwar nur im entfernten Sinne auf der Legende der Blutgräfin auf, doch spielt es gekonnt einige Parallelen aus der Legende ein, was Kenner der ursprünglichen Geschichte um die Blutgräfin sicherlich erfreuen dürfte. Marc Gruppe gelingt es jedenfalls eine spannende Geschichte zu entwerfen. Einzigst was ich etwas vermisst habe, ist die Tatsache, dass auch Ferenc Nádasdy ein ebenfalls blutgieriges Monster war und er in diesem Hörbuch eher als das Opfer dargestellt wird, lediglich durch den schnellen Rauswurf seiner neuen Ehefrau wird ein wenig seiner eigentlichen Fassade sichtbar. Hier hätte vielleicht noch etwas mehr Licht auf sein Wesen gelegt werden können. Bei den Sprechern darf man sich auch hierbei wieder auf großes Hollywoodkino verlassen. Getreu dem Motto der Gruselkabinettreihe wurde auch hierbei wieder auf bekannte Synchronsprecher der berühmten Hollywoodliga gesetzt, die somit ein ganz eigenes Bild im Kopf der Zuhörer ablaufen lassen. Hierbei wird die z.B. die Rolle des Barons Nádasdy von Uwe Büschken, der Deutschen Stimme von Hugh Grant gesprochen, seine verstorbene Geliebte übernimmt Viola Sauer (Dt. Stimme von Charlotte Rampling). Aber auch die Stimmen von Catherine Zeta-Jones, Gene Hackman oder Kate Hudson kommen zum Einsatz. Besonders sind natürlich die beiden Hauptcharaktere Uwe Büschken und Viola Sauer zu nennen, da sie perfekt in ihren Rollen aufgehen. Das Soundteam (AudioCue, Rotor Musikproduktion, Scenario Studio und Kazuya) hat auch diesmal wieder hervorragende Arbeit geleistet, so liegt hierbei auch wieder viel Liebe im Detail. Die Geschehnisse in der Burg wurden mit etwas Hall unterlegt, um die Größe der Räume besser zu verdeutlichen und auch viele Windgeräusche und knarrende Dielen sind zu vernehmen, so dass man sich durchaus wie auf einer Burg fühlt. Von mir wieder vollste Empfehlung für dieses Hörspiel. Die Geschichte ist spannend und auch sehr schön blutrünstig, nimmt die Blutbaronin schließlich nicht einmal Rücksicht auf unschuldige Kinder! Ein Muss für alle Vampirfreaks und sonstige Horrorinteressierten! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

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Die Totenbraut

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Verlag: Titania Medien

ca. 68 Minuten

Deutschland 2005

Regie

  • Stephan Bosenius
  • Marc Gruppe
SprecherFriedhelm Ptok
Die Totenbraut

Story

1810 herrscht auf Burg Globoda schreckliche Trauer um den Tod der Tochter und des Gatten der Contessa von Globoda, bis eines Tages ein guter Freund der Familie – der Marchese di Mantua, an die Pforten der Burg klopft. Eigentlich möchte der Marchese seinen alten Freund Victor besuchen und ist umso trauriger von dessen plötzlichen Tode zu erfahren. Überaus freundlich wird er jedoch von der Contessa und ihrer einzig noch verbliebenen Tochter Libussa empfangen und gebeten eine gewisse Zeit auf der Burg zu verweilen. Libussa ist die Zwillingsschwester von Hildegarde und ist seit dem letzten Besuch des Marchese zu einer bezaubernden jungen Frau gereift. Die Contessa vertraut schließlich dem Marchese an, dass sie sich sehr um ihre Tochter sorge, da diese sich seit dem Tode der Schwester auch sehr verändert habe und genau wie ihr verstorbener Vater einem seltsamen Totenkult huldigen würde. Kurze Zeit nach dem Eintreffen des Marchese klopft es erneut an die Pforten der Burg und der junge Duka Frederico di Marino bittet um Einlass. Er möchte um die Hand von Libussa anhalten. Da Libussa ihm sogleich sehr zugetan scheint, willigt ihre Mutter schließlich ein. Doch das Glück der beiden ist nur von kurzer Dauer. Der Marchese kennt den Duka, schätzt ihn im Grunde sehr, doch meint er sich zu erinnern, dass er bereits mit einer anderen jungen Dame verlobt sei, als er ihn darauf anspricht, möchte dieser jedoch nicht darüber reden und bittet auch den Marchese Stillschweigen über dieses Geheimnis zu wahren. Derweilen häufen sich einige seltsame Vorkommnisse auf der Burg, Die Dienerschaft will den toten Kaplan gesehen haben und auch die „Totenbraut“ soll sich in der Nähe befinden. Dazu ist die Kapelle des Nachts verschlossen und es scheinen heimlich Messen darin abgehalten zu werden. Der Hochzeitstermin des frisch verliebten Paares nähert sich langsam und der Marchese, gebunden an sein Versprechen, wendet schließlich eine List an, um Libussa und ihre Mutter vor dem nahen Unheil zu bewahren, was jedoch misslingt und somit nimmt das Schicksal seinen Lauf…

Kritik

Friedrich Laun´s „Die Totenbraut“ entstammt der Biedermeier Sammlung „Gespensterbuch“ und wurde von Titania Medien als Teil 7 ihrer Gruselkabinettreihe erkoren. Bereits Mary Shelley und Lord Byron ließen sich von diesem Werk zu ihren Klassikern inspirieren. Der Grundgedanke der Geschichte handelt von der Liebe, die über den Tod hinaus geht und scheint auch als eine leichte Inspiration für Tim Burton´s Corpse Bride gedient zu haben. Die Geschichte finde ich sehr gelungen, man weiß zu Beginn nicht recht in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Zunächst glaubt man noch um einen seltsamen Totenkult, der hinter allem steckt, doch was hat es dann mit dem Burgkaplan zu tun? Warum ist die Leiche der vor Monaten verstorbenen Hildegarde unversehrt? Einige Fragen bleiben offen und scheinen gegen Ende hin auch eher unwichtiger Natur, die eigentlichen Vorkommnisse werden erst nach und nach enthüllt, besonders natürlich mit der Geschichte des Marchese über das einstige Liebespaar Kamilla & Filippo. Typisch für diese Gruselserie, wurde auch hierbei wieder viel Wert auf die deutschen Synchronstimmen bekannter Hollywoodgrößen gelegt, wodurch die Sprecher einem unbewusst ein Bild der Charaktere ins Gedächtnis rufen. In dieser Folge kommen wir z.B. in den Genuss der deutschen Stimmen von Emma Thompson, Orlando Bloom, Sean Connery, Johnny Depp u.a. Etwas schwierig finde ich die Tatsache, dass die beiden Sprecher der Liebenden gleich eine Doppelrolle übernommen haben und somit sowohl das Liebespaar Libussa & Frederico, als auch das Liebespaar Kamilla & Filippo übernommen haben. Genaues Zuhören ist somit unerlässlich um Verwechslungen vorzubeugen. Auf der Leinwand ist dies deutlich leichter darzustellen als bei einem Hörspiel, gelingt den Sprechern jedoch sehr gut. Die Atmosphäre auf der Burg wurde wieder einmal sehr gut eingefangen, es gibt knarrende Dielenbretter, quietschende Türen, pfeifende Winde und die Vorkommnisse im Ballsaal sind auch mit etwas Hall versehen, der wirklich auf einen großen Saal schließen lässt. Ordentliches Gruselgewitter kommt ebenso zum Einsatz wie auch friedliches Vögelgezwitscher. Man fühlt sich stets direkt in das Geschehen hineinversetzt. Alles in allem finde ich diese Geschichte sehr gelungen, sie kommt ohne viel Gewalt aus und setzt eher auf Atmosphäre, wer den Film „Corpse Bride“ gesehen hat, wird zwar öfters Szenen aus diesem Film im Kopf haben, obgleich das Hörspiel zuerst da war, doch das stört recht wenig. Empfehlenswert für alle, die mystische Romantik mögen! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

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Bewertung

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Das verfluchte Haus

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Verlag: Titania Medien

ca. 63 Minuten

Deutschland 2006

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Claus Wilcke
  • Patrick Winczewski
  • Lothar Didjurgis
  • Torsten Michaelis
Das verfluchte Haus

Story

London 1865, Daniel Douglas ist begeisterter „Geisterjäger“, Esoterik und Geistergeschichten interessieren ihn bereits seit jeher und somit ist er äußerst interessiert an der Geschichte seines Freundes Timothy Collins, der vorgibt kürzlich in einem richtigen Spukhaus 3 Tage lang übernachtet zu haben, eigentlich wollten er und seine Frau in dem Gemäuer gute 6 Wochen verbringen, doch bereits nach 3 Tagen suchten sie das Weite. Daniel macht sich kurze Zeit später sogleich auf den Weg zu diesem mysteriösen Haus in der Oxford Street. Von Anwohnern erfährt er, dass die ehemalige Hausverwalterin vor einigen Wochen verstorben ist und außer ihr hielt es bisher niemand lange in dem Haus aus. Der Hausbesitzer Jacobs betritt es selbst niemals, er hielt es Zeit seines Lebens nur 3 Stunden darin aus. Sie werden sich schnell einig und trotz diverser Warnungen von Jacobs muss Daniel einfach eine gewisse Zeit in dem Haus verbringen um diesen Spukgeschichten auf den Grund zu gehen, schließlich konnte er bisher noch niemals einen echten Spuk bestätigen. Gemeinsam mit seinem Diener Edward und seiner Hündin Mermaid hält Daniel schließlich Einzug in das verfluchte Haus. Bereits nach kurzer Zeit geschehen die ersten Vorkommnisse, Mermaid scheint sich absolut nicht wohl zu fühlen und beginnt ständig zu bellen. Schritte sind zu hören, obwohl sich außer Daniel, Edward und Mermaid niemand im Haus befindet und auch die Temperatur sinkt dauernd ab. Schließlich hat Daniel im Hinterhof ein seltsames Erlebnis. Er hört Schritte und sieht Fußabdrücke auf dem Boden, die sich auf ihn zubewegen und plötzlich verschwinden, eine Kinderstimme die nach Hilfe ruft ist zu vernehmen und dies ist erst der Anfang… Schnell muss Daniel erkennen, dass dieses Haus ein Geheimnis verbirgt, das ans Tageslicht gelangen muss…doch wo mit der Suche danach beginnen?

Kritik

In „Gruselkabinett Teil 6 – Das verfluchte Haus“ geht es um eine Art Detektivgeschichte, ein sehr altes Geheimnis will ans Tageslicht gebracht werden, ein uralter Fluch der seine Opfer sogar bis in den Tod hinein verfolgt, muss aufgehoben werden, damit das Haus endlich Ruhe finden kann. Die Geschichte stammt von Edward George Bulwer-Lytton (1803 – 1873), der auch schon „Die letzten Tage von Pompeji“ verfasste und der sich mit „Das verfluchte Haus“ auch in der Gruselliteratur behaupten konnte. Die Geschichte wird dabei sehr spannend aus der Sicht des Geisterjägers Daniel erzählt und wurde von Marc Gruppe sehr gut in Szene gesetzt. Erst sind es nur kleinere Vorkommnisse im Haus, die sich dann stetig steigern und den Zuhörer immer weiter in den Bann ziehen, bis es schließlich zum großen Finale kommt. Natürlich wurde auch bei diesem Teil wieder darauf geachtet auf Synchronsprecher bekannter Hollywoodstars zurückzugreifen, um dem Zuhörer unbewusst ein Bild der Charaktere ins Gedächtnis zu rufen. So dürfen wir uns hierbei auf die Stimmen von Hugh Grant („Daniel“), Wesley Snipes („Timothy“) und Elizabeth Taylor „(Mrs Wilcox“) freuen. Besonders Patrick Winczewski als „Daniel“ fällt sehr positiv ins Auge, da er es sehr gut beherrscht die leichte arrogante Art die Daniel zu Beginn noch an den Tag legt aufzufangen und wiederzugeben. Auch die sich nach und nach einsetzende Erkenntnis, dass es tatsächlich Geister gibt, bringt er sehr glaubhaft rüber. Unterstützung erhält das Hörspiel auch durch die musikalische Untermauerung und die Geräuschkulisse, die von Kazuya und Bionic Beats hervorragend abgemischt wurde, seien es die knarren Dielen des alten Gemäuers oder die sonstigen Geräusche, alles klingt sehr realistisch und hilft dabei das vor dem inneren Auge entstehende Bild zu verstärken. Alles in allem bleibt eine sehr gelungenes Hörspiel, das seinen Zuhörern sicherlich eine spannende Unterhaltung bietet. Empfehlung wie üblich an alle Interessierten des Horrorgenre. Die FSK 14 finde ich etwas übertrieben, da das Hörspiel keine detaillierten Gewaltszenen beschreibt. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

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Bewertung

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Akustik books_6.gif
Spannung books_6.gif
Story books_5.gif
Horrorfaktor books_5.gif
Gesamt books_5_5.gif

Die Unschuldsengel

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Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 72 Minuten

Deutschland 2005

Regie

  • Stephan Bosenius
  • Marc Gruppe
SprecherRita Engelmann
Die Unschuldsengel

Story

"Niemals hätte ich diese Stellung annehmen dürfen…" Die beiden Waisen Flora und Miles leben auf dem einsam gelegenen, englischen Landsitz Bly ihres Onkels. Ihr Onkel ist Junggeselle und zieht es vor selbst in der Stadt zu leben und die Erziehung seiner Zöglinge einer Gouvernante zu überlassen. Er möchte selbst mit nichts was die Kinder betrifft, behelligt werden! Das ist auch seine einzige Bedingung als sich bei ihm eine junge Pfarrerstochter für diesen Job vorstellt. Sie willigt ein und macht sich augenblicklich auf den Weg nach Bly. Ihr Eintreffen auf Bly verläuft sehr herzlich, erwartungsvoll stehen bereits die Haushälterin Mrs. Grose und die kleine Flora vor dem Eingang bereit um sie zu begrüßen. Flora ist sehr hübsch und zuvorkommend, bittet ihre neue Gouvernante auch darum das Zimmer mit ihr zu teilen um sich besser kennenzulernen. Ihr Bruder Miles befindet sich noch in einem Internet und soll in ein paar Wochen auf dem Landsitz ankommen. Noch nicht richtig zur Ruhe gekommen erwartet die Gouvernante auch schon ein Brief von Miles Internat, dass dieser wegen „schädlichen Verhaltens“ der Schule verwiesen wurde und bereits am nächsten Tag eintreffen würde. Besonders fassungslos über diesen Brief ist Mrs. Grose die den Jungen sehr gut kennt und auch die Gouvernante kann sich nicht erklären was darunter zu verstehen sei. Am nächsten Tag fährt die Gouvernante zusammen mit Flora in einer Kutsche ihren Bruder abholen. Beider Kinder sind sehr angetan davon, dass ihre Gouvernante alleine kutschieren kann und somit hat sie auch gleich bei Miles einen Stein im Brett, da sie den Kindern verspricht, es ihnen ebenfalls beizubringen. Miles entpuppt sich als kleiner Gentleman, ähnlich wie auch seine Schwester ist er sehr hübsch und genauso zuvorkommend wie sie. Um so unverständlicher ist auch weiterhin der Brief von Miles Internat. Die Tage des Sommers streichen dahin und alles scheint perfekt bis eines Tages ein mysteriöser Mann auf Bly erscheint, den scheinbar nur die Gouvernante sehen kann. Sie glaubt bereits den Verstand zu verlieren und hat große Angst um die Kinder, da sie spürt, dass er ihnen etwas Böses antun will und er somit eine Bedrohung darstellt. Als sie ihn Mrs. Grose beschreibt, erfährt sie, dass die Beschreibung auf einen ehemaligen Bediensteten von Bly zutrifft…allerdings ist er bereits seit Jahren tot!

Kritik

Teil 5 des Gruselkabinetts handelt von Henry James „Die Unschuldsengel“, besser bekannt unter dem Namen „Die Drehung der Schraube“/“The Turn oft he Screw“ aus dem Jahre 1898. Die Geschichte an sich gefällt mir diesmal weniger gut, da sie einfach mehr verwirrt als aufklärt. Es bleiben zu viele Fragen offen bzw. vieles wird dem Zuhörer selbst überlassen. Einige Grundzüge ähneln sehr dem Fernsehfilm „The Others“, wobei die beiden Synchronstimmen der Kinder aus diesem Film auch die Rollen von Miles und Flora in dem Hörspiel übernommen haben. An sich eine gute Wahl, allerdings gefällt mir dieser Film bei weitem besser als diese Geschichte, doch das ist wohl Geschmackssache. Gut gelungen sind dieses Mal auch wieder die Hintergrundgeräusche, besonders das donnernde Gewitter, als die Gouvernante Peter Quint entdeckt, dürfte bei richtiger Atmosphäre den ein oder anderen leicht gruseln lassen. Passend zu der im 19. Jahrhundert angesiedelten Geschichte, erklingen zu Beginn und Ende traurige Pianoklänge. Aber auch die Sprecher wurden wieder sehr sorgfältig ausgewählt, in erster Linie sind hierbei natürlich die beiden Kinder zu nennen, Lucas und Charlotte Mertens, sehr kindlich zart und zugleich auch Geheimnisumwogen gehen sie perfekt in ihren Rollen als Miles und Flora auf. Die Gouvernante bleibt namenlos und wird von Rita Engelmann gesprochen, sie erscheint sowohl als besorgte Mutterfigur als auch als kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehende Dame, Gefühlstechnisch darf sie wirklich alles Preis geben. Die „Geister“ dagegen heben sich von den restlichen Sprechern ab, indem sie fast ausschließlich flüstern und meist mit Windgeräuschen im Hintergrund nur schwach zu vernehmen sind. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

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Bewertung

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Akustik books_6.gif
Spannung books_3.gif
Story books_3.gif
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Das Phantom der Oper

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Verlag: Titania Medien

ca. 78 Minuten

Deutschland 2005

Regie

  • Stephan Bosenius
  • Marc Gruppe
Sprecher

  • Herbert Schäfer
  • Dagmar von Kurmin
  • Marie Bierstedt
  • Torsten Michaelis
  • u.a.
Das Phantom der Oper

Story

Journalist Gaston Leroux sitzt an einer Story über ein Phantom, das im Jahre 1880 an der Pariser Oper sein Unwesen getrieben haben soll. Leider wird er jedoch von fast allen Leuten, die er auf das Phantom anspricht vertröstet, dass es nur eine Legende sei und niemand erteilt ihm wirkliche Auskünfte bis eines Tages sein Telefon klingelt und eine ältere Dame – Madame Giry, ihn zu sich ins Kloster einlädt um ihm die Wahrheit über das Phantom zu berichten: Madame Giry war früher Logenschließerin in der Pariser Oper und sie war auch für Loge Nr. 5 – die Loge des Phantoms, verantwortlich. Sie kannte das Phantom, zumindest seine Stimme, denn zu Gesicht bekam sie es niemals. Sie sorgte stets dafür, dass die Wünsche des Phantoms berücksichtigt wurden und erhielt daraufhin auch ein angemessenes Trinkgeld von dem Phantom. Die Leitung der Oper wusste von dem Phantom und versuchte sich mit ihm stets gut zu stellen und somit blieb Loge Nr. 5 stets dem Phantom reserviert. Außer Madame Giry machte eines Abends noch eine junge Sängerin namens Christine Daaé ebenfalls die Bekanntschaft des Phantoms, das fortan zu ihrem „Engel der Musik“ wurde und sie im Gesang unterrichtete. Eines Tages wechselte jedoch die Leitung der Oper an die Herren Moncharmin und Richard, die recht wenig davon halten eine ihrer besten Logen einem „Phantom“ zu reservieren anstatt sie für teures Geld zu vermieten. Ein Fehler, der das Phantom erzürnen ließ! In einem Brief warnte es schließlich die neue Direktion vor seiner Rache und bot ihnen an es zu vergessen sofern sie ihm seine Bedingungen erfüllen mögen: Zum einen solle Loge Nr. 5 sofort wieder ausschließlich dem Phantom reserviert werden und zum andern seien auch die monatlichen Bezüge des Phantoms seit geraumer Zeit überfällig! Die Direktion hielt den Brief für einen Scherz und schenkte ihm nur wenig Beachtung, schließlich stand eine große Neu-Aufführung von Gounods „Faust“ auf dem Programm, die ein voller Erfolg werden sollte. Kurze Zeit später wurde ein Bühnenarbeiter erhängt aufgefunden und Madame La Carlotta, die große Operndiva, erhielt eine Warnung von dem Phantom, dass sie ihre Hauptrolle als Margarethe an die junge Christine Daaé abgeben solle, sonst würde ihr etwas schlimmes geschehen. Doch die Operndiva spottete nur darüber und beschwerte sich sogleich bei der Direktion, die ebenfalls eine erneute Warnung von dem Phantom erhalten hatte, das inzwischen nicht mehr nur auf seinen ersten beiden Bedingungen pochte, sondern das nun um jeden Preis Christine Daaé als Margarethe in Gounods „Faust“ sehen wolle und wieder reagierte die Direktion mit Ablehnung. Der Abend der Premiere…zunächst schien alles tadellos zu funktionieren und das Phantom schien bereits vergessen, doch da betrat La Carlotta die Bühne und wollte gerade ihre große Arie zum besten geben, doch ihrer Kehle entrann nur ein Krächzen. Der Direktion blieb schließlich nichts anderes übrig als Christine Daaé als Ersatz auf die Bühne zu schicken und siehe da, alle waren von ihrer Stimme und Gestalt aufs äußerste entzückt! Der Abend wurde ein voller Erfolg. Im Publikum befand sich ein junger Mann namens Raoul, der in Christine seine frühere Kindheitsliebe wiedererkannte und der sie auch gleich nach ihrem Auftritt einfach wiedersehen musste. Auch Christine erkannte den jungen Mann wieder, doch rief er auch eine Vielzahl neuer Probleme auf den Plan, denn als Preis für den Gesangsunterricht musste Christine sich dem Phantom versprechen…

Kritik

Teil 4 des Gurselkabinetts befasst sich diesmal mit Gaston Leroux´s Phantom der Oper aus dem Jahre 1911. Die Geschichte wurde inzwischen mehrfach verfilmt und auch einige Bühnenstücke wurden daraus entwickelt. 2005 nahm sich Titania Medien dieser Geschichte an und unter der Regie von Marc Gruppe entstand „Das Phantom der Oper“ nun auch erstmals als Hörspiel. Typisch für diese Hörbuchserie wurde bei den Sprechern erneut zu bekannten Synchronstimmen vieler Hollywoodstars gegriffen. Das Phantom wird von Torsten Michaelis, der deutschen Stimme von Wesley Snipes gesprochen. Seine Stimme klingt schon ein wenig bedrohlich, hat aber auch gleichzeitig eine sanfte Art an sich, dass man ins grübeln gerät, ob es wirklich nur schlechte Absichten besitzt oder ob doch mehr dahinter steckt. Auch sehr gut gewählt finde ich Ursula Heyer als Operndiva La Carlotta, ihre sehr dominante und schroffe Stimme passt sehr gut ins Bild, da man sich eine Operndiva genauso vorstellt. Zuvor durfte sie auch schon als Alexis in Denver Clan ihre biestige Ader zum Besten geben. Als Gegensatz zu ihrer Stimme wirkt Marie Bierstedt (dt. Stimme von Kirsten Dunst) als Christine Daaé sehr zurückhaltend und sanft. Etwas störend und zu übertrieben fand ich jedoch die Stimmen der tuschelnden Ballerinas beim Gespräch über das Phantom, da sie irgendwie zu gekünstelt und nicht authentisch wirkten. Da ich selbst schon einige Verfilmungen des Phantoms der Oper gesehen habe, fiel es mir etwas schwer mich unbefangen auf das Hörspiel einzulassen, da ich stets die Bilder aus den Filmen in meinem Kopfe hatte, wurde letzten Endes jedoch nicht enttäuscht. Die Hintergrundgeräusche passen wieder exakt zur Story, besonders in der Unterwelt des Theaters, im Labyrinth des Phantoms sind diese leicht bedrohlich angehaucht, auch wurden die Stimmen mit etwas Hall versehen um somit schier endlos wirkenden Gänge zu symbolisieren. Storytechnisch ist die Geschichte sehr gelungen, erinnert auch in einigen Stellen an andere Meisterwerke der Gruselliteratur, wie z.B. der Maskenball und Auftritt des roten Todes (Edgar Allen Poe „Die Maske des roten Todes“ ). Aber auch Parallelen zu anderen Legenden sind in die Geschichte mit eingeflochten, wie z.B. das Labyrinth des Minotauros aus der griechischen Mythologie, nur dass hier kein Minotaurus sondern ein Phantom die unterirdischen, labyrintartigen Gänge bewohnt. Ebenso verhält es sich mit der Überfahrt, als das Phantom Christine mit einem Boot über einen unterirdischen Fluss fährt und das Phantom dabei gleichzusetzen ist mit dem Fährmann, der die toten Seelen über den Fluss Styx ins Jenseits überführt. Christine soll ihr altes Leben hinter sich lassen um hinter dem Fluss ein völlig neues zu beginnen, wo nichts mehr ist, wie es einst war. Das Phantom besitzt 2 Gesichter, zum einen ist es ein kaltblütiger Killer, der nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist und zum andern besitzt er eine sanfte Seele, die endlich Ruhe finden will und die nur einmal im Leben so etwas wie Zuneigung verspüren möchte, als dieser eine Augenblick ihm gewährt wird, ändert sich der Charakter des Phantoms und aus dem einst gefürchteten Geschöpf wird plötzlich eine mitleiderregende Gestalt. Letztendlich gefällt mir auch diese Geschichte wieder sehr gut und ich empfehle sie allen Freunden von romantisch gruseliger Literatur! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

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Bewertung

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Die Familie des Vampirs

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Verlag: Titania Medien

ca. 68 Minuten

Deutschland 2004

Regie

  • Stephan Bosenius
  • Marc Gruppe
SprecherFriedrich Schoenfelder
Die Familie des Vampirs

Story

Auf einem Fest der Fürstin von Schwarzenberg im Jahre 1815 in Wien unterhält der Marquis Serge d´Urfé die Gäste mit einer Geschichte aus seinem Leben: Seine Geschichte beginnt 1788 in Paris wo sich Serge in die hübsche adlige Isabelle de Gramont verliebt, doch seine Liebe bleibt zunächst unerwidert und somit kommt es Serge sehr gelegen für seine Regierung eine diplomatische Reise nach Serbien anzutreten um dadurch etwas Abstand zu Isabelle zu gewinnen. Am Tage seiner Abreise überrascht ihn Isabelle jedoch mit dem Geständnis ihrer Liebe, da sie um sein Leben in Serbien fürchtet und sie überreicht ihm ein Kruzifix, das er stets bei sich tragen soll. Die Reise ist beschwerlich und führt Serge durch weite Teile von Warschau, Böhmen, Ungarn und schließlich Serbien. Es herrscht Winter und eisige Kälte und pechschwarze Nacht machen Serge sehr zu schaffen, dann ertönt plötzlich auch noch das Geheul einer Meute Wölfe die ihm nah auf den Fersen zu sein scheint. In dem kleinen Dorf Kisolova sucht er schließlich Schutz vor den Wölfen und erhält nach einigem guten zureden auch Einlass im Hause des alten Gortscha. Der Alte selbst ist schon seit 10 Tagen nicht nach Hause gekehrt und seine Familie ist in großer Sorge. Besonders von seiner Tochter Zdenka ist Serge sehr angetan, da sie seiner geliebten Isabelle wie aus dem Gesicht geschnitten gleicht. Außer ihr sind noch ihre Brüder Grigori und Pjotr, sowie Grigori´s Frau Polina und sein Sohn Sascha im Haus. Gortscha selbst befindet sich auf der Jagd nach dem Räuber Alibeg, der das ganze Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Vor der Jagd befahl Gortscha seinen Kindern jedoch, wenn er nicht innerhalb von 10 Tagen zurückkehren würde, dass sie ihn dann töten müssten, da er dann nicht mehr als er selbst zurückkehren würde und Serge erfährt somit von Zdenka von den mysteriösen Wurdelaks – Untote Wiedergänger die zu ihren Liebsten zurückkehren um deren Blut zu trinken und aus ihnen ebensolche Geschöpfe zu machen wie sie es geworden sind. Serge sieht der Geschichte zunächst amüsiert entgegen doch seine Meinung soll sich bald ändern! Außerde berichtet Zdenka ihm von der einzig wirksamen Art einen Wurdelak zu töten, ein Pflock aus Hagedornholz durch das Herz getrieben kann den Wurdelak töten und somit die sich durch ihn ausbreitende Seuche stoppen. Die Kirchenuhr schlägt 24h, der Hofhund schlägt an und schließlich klopft es an der Tür…

Kritik

„Die Familie des Vampirs/Wurdelak“ aus dem Jahre 1847 von Alexej K. Tolstoi gilt seit jeher als literarisches Denkmal des osteuropäischen Volksglaubens. Tolstoi nahm sich für seine Geschichte den kleinen Ort Kisolova zum Vorbild, in dem im 18. Jahrhundert eine sprichwörtliche „Vampirplage“ herrschte und dem sehr viele Dorfbewohner zum Opfer fielen. Noch heute stoßen die behördlichen Dokumente dieser Zeit auf großes Interesse in der Wissenschaft, belegen sie schließlich die Legende um die „Wiedergänger“ – Verstorbene die im Jenseits keine Ruhe finden und somit ins Reich der Lebenden zurückkehren. Kombiniert mit dem eigentlichen Begriff des blutsaugenden „Vampirs“ ergibt sich schließlich Tolstoi´s Wurdelak, der weitaus grausamer noch als Stoker´s eher romantisch veranlagter Dracula agiert, da der Wurdelak speziell die Menschen, die er zu Lebzeiten liebte, als seine Opfer ansieht. Außerdem kann kein normaler Holzpflock ihn töten sondern es muss schon eine ganz bestimmte Holzart sein. Gleich geblieben dagegen ist die Tatsache, dass der Wurdelak genau wie der Vampir erst in ein Haus hineingebeten werden muss, da er es sonst nicht betreten kann. Doch „Die Familie des Vampirs“ ist nicht einfach nur eine gewöhnliche Vampirgeschichte, etwas näher betrachtet könnte man sie sogar als politische Parabel sehen. Zu Beginn lernen wir ein Frankreich kennen, indem der Adel regiert. Serge liebt die adlige Isabelle, die sich jedoch nicht sonderlich für ihn interessiert und somit reist er schließlich ab um seinen Geschäften nachzugehen. In Kisolova gerät er in eine völlig andere Welt und er verliebt sich auch erneut, diesmal in eine junge bürgerliche Frau, die zwar äußerlich seiner geliebten Isabelle sehr ähnelt, die jedoch ein sehr viel weicheres Herz besitzt als sie. Er macht die Bekanntschaft der Wurdelaks, blutgierige Bestien, die auf ihre geliebten Familie losgehen um sie zu vernichten und kaum kehrt er nach Paris zurück, befindet er sich inmitten der französischen Revolution und muss selbst hier mit ansehen, wie einst geliebte Menschen gegenseitig aufeinander losgehen, aus Freunden Feinde werden und er stellt fest, dass zwischen Mensch und Wurdelak kein wirklich großer Unterschied besteht. Sowohl Kisolovo als auch Paris werden am Ende von der Angst dominiert, jeder misstraut jedem und Vertrauen gibt es nicht mehr… Anders als im Original wurden einige Punkte in der Erzählung etwas verändert, um die Geschichte etwas hörspielgerechter zu machen. Im Original zogen sich noch recht ironische Frauengeschichten um den Charakter des Serge quer durch die Geschichte, diese wurden jedoch bewusst gestrichen um stattdessen einer etwas romantischeren Geschichte zu weichen. Schade eigentlich, da ein paar dieser ironischen Anekdoten sicherlich auch sehr nett in die Geschichte gepasst hätten. Auch wurde das Ende der Geschichte verändert um vielleicht noch eine Fortsetzung offen zu lassen. Titania Medien griff im Zuge ihrer Gruselkabinettreihe bei ihrem 3. Teil zu Tolstoi´ s Geschichte und auch hier wurde wieder viel Wert auf bekannte Sprecher gelegt. Besonders die Stimme von Serge/David Nathan dürfte besonders den weiblichen Hörern gleich bekannt erscheinen, da er sonst als die Deutsche Synchronstimme von Johnny Depp bekannt ist. Besonders gut hat mir aber auch Gortscha/Jürg Löw gefallen, der gefährlich und furchteinflößend perfekt auf die Rolle des greisen Wurdelak Gortscha passt. Aber auch die musikalische Untermauerung von Manuel Rösler ist hervorragend gelungen und erinnert teilweise sogar an gute alte Horrorfilmmusik à la Claudio Simonetti, bei der einem so manch wohliger Gruselschauer über die Haut rinnt. Atmosphärisch ist das Hörspiel somit sehr gelungen und man darf gespannt sein, ob Titania diesen Standard auch weiterhin halten werden. Eine Empfehlung ergeht wieder einmal besonders an Freunde des Vampirgenre, da es einfach Spaß macht, Hörbücher dieses Genre zu hören, besonders wenn man auch das Originalbuch gelesen hat. Aber auch sonstige Interessierte von gruseliger Literatur sind bei diesem Hörspiel richtig! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

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Bewertung

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