Deep In The Woods

Informationen

OT:Promenons-nous dans les bois

ca.84 Minuten

Frankreich 2000

Regie

  • Lionel Delplanque
Darsteller

  • Clotilde Courau
  • Clèment Sibony
  • Vincent Lecoeur
  • u.a.

Deep In The Woods

Story

Eine Frau erzählt einem Mädchen die Geschichte vom Rotkäppchen und übereicht ihm ein Geschenk in Form einer Puppe, welche eine vorgezogene Gabe zum Geburtstag ist. Die Frau ist sichtlich verunsichert und als hätte sie es geahnt, ist sie wenige Momente später tot. Sie wurde rücklings von einem Mann erdrosselt.

Schnitt

Fünf Jungschauspieler befinden sich auf dem Weg zu einem Gastspiel, zu dem sie in ein Schloss eingeladen wurden, dass sich in den weiten Wäldern Frankreichs befindet. Kurz vor dem Ziel machen sie bereits Bekanntschaft mit zwei Angestellten des Hauses, die ihnen etwas merkwürdig vorkommen. Als sie den merkwürdigen Schlossherren kennen lernen, bleibt dieser Eindruck ungetrübt bestehen. Allerdings machen sie sich keine großen Gedanken, da die Gage extrem hoch ist und die jungen Talente vom großen Geld träumen lässt.

Die Schauspieler sollen das Stück des Rotkäppchen vortragen und einige Zeit auf dem Schloss verbringen. Sie versuchen sich so gut es eben geht einzuleben, doch es kommt immer wieder zu kleinen Ungewöhnlichkeiten zwischen den völlig verschiedenen Personen. Als sie dann endlich das Stück für den taubstummen Sohn des querschnittsgelähmten Schlossherren vortragen können, soll sich ihre Situation drastisch ändern. Es kommt zu einer Begegnung mit der Polizei, die einen Serienmörder sucht und auch zum ersten Todesfall innerhalb der Gruppe. Die noch Überlebenden haben logischerweise eine große Angst, doch sie wissen nicht ob es besser ist sich der Gefahr im Schloss zu stellen oder tief in die Wälder zu flüchten…

Kritik

Der französische Horrorfilm hat ja in den letzten Jahren einiges zum leicht ansteigenden Erfolg des Genres beigetragen, da sie meist eine eigene Sprache sprachen und sich doch deutlich von den Mainstream-Produktionen aus Amiland abgesetzt haben. „Deep In The Woods – Allein mit der Angst“ ist allerdings nicht zu den hervorragenden Beiträgen zu zählen, wenn er auch ein Film des Slasher-Subgenre ist, der sich technisch von seinen typischen Vorgängern unterscheidet.

Das es in einem Slasher um Morde eines unbekannten Fremden geht ist logisch und dieses Strickmuster kann man sicherlich nicht ohne weiteres missachten, wenn man das Subgenre nicht gänzlich verlassen will. Doch „Deep In The Woods – Allein mit der Angst“ beinhaltet erotische Aspekte, hat kuriose, wenn auch leicht übertrieben wirkende Charaktere und bietet sich nicht so flach dar, wie einige seiner Kollegen.

Gleich zu Beginn hat man den Eindruck, dass dieser Film etwas besonderes hat, weil er Spaß macht, gut unterhält und man gleich mit der Vielzahl verschiedenster Charaktere konfrontiert wird, was für enorme Abwechslung sorgt und Interesse weckt, da man mehr von ihnen wissen möchte. Für ein wenig Spannung, eine gelungene Gruselatmosphäre und schöne Landschaftsbilder wurde auch gesorgt und so hofft man, dass alles so weitergeht. Dies ist aber leider nicht der Fall, denn als es zur Sache geht, da die ersten Protagonisten ihr Leben lassen müssen, flacht der Streifen merklich ab, ohne das es einen ersichtlichen Grund dafür gib.

Vielleicht liegt es an der Tatsache das der fremde Killer eigentlich gar nicht so fremd ist, oder man langsam aber sicher von den verschiedenen Personen und ihren verschiedenen Eigenschaften die Schnauze voll hat. Aber der Hauptgrund ist wohl, dass sich der Film langsam aber sicher in Langeweile verliert und man eigentlich gar kein Interesse am Ausgang der Geschichte hat. Ein Einfügen einiger Spezialeffekte hätte sicherlich noch etwas retten können, aber leider gibt es auch hier, exklusive der gelungenen Anfangssequenz, für ein FSK 18 herzlich wenig zu sehen. Positiv zu erwähnen wären nur noch die durchaus gelungenen Kamerafahrten durch den Wald und die solide agierenden Schauspieler, die durchweg einen guten Eindruck machen. Der Eine mag sicherlich talentierter als der Andere sein, der Gesamteindruck ist aber durchaus positiv.

Für den Film gilt dies aber nicht. „Deep In The Woods – Allein mit der Angst“ beginnt zwar furios, lässt dann aber ebenso stark und ist am Ende einer von vielen Streifen, die berechtigterweise in den zahlreichen Filmregalen verstauben werden. Bei aller Liebe zum französischen Film, aber gutheißen kann man die Arbeit von Lionel Delplanque leider nicht.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 2.gif
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Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 2.gif

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