Exte – Hair Extensions

Informationen

OT:Ekusute

ca.108 Minuten

Japan 2007

Regie

  • Shion Sono
Darsteller

  • Chiaki Kuriyama
  • Ren Ôsugi
  • Megumi Sato
  • Tsugumi
  • u.a.

Exte - Hair Extensions

Story

Yuko Mizushima hat ihren Traumberuf gefunden. Sie ist in einem Friseursalon angestellt und liebt ihre Arbeit. Sie ist sehr glücklich. Auch wenn sie noch in der Ausbildung ist und es privat nicht gerade rund läuft. Denn ihre bösartige Schwester hat deren Tochter Mami zwangsweise bei ihr untergebracht. Haarig geht es derweil auch am Containerhafen der Stadt zu: Es wird ein Container voller Haare gefunden, in dem sich zusätzlich eine ausgeweidete Frauenleiche befindet.

Haare sind momentan in in Yukos Friseursalon in. Zumindest diejenigen, die man sich als Extensions ins Haar flechtet. Als eines Tages ein komischer Kauz im Geschäft Haarerweiterungen anbietet, nimmt das Grauen seinen Lauf. Denn es sind die Haare aus dem Container. Die stetig weiterwachsen und dem neuen Träger vor tödliche Probleme stellen…

Kritik

Der japanische Filmbeitrag „Exte – Hair Extensions“ ist im wahrsten Sinne des Wortes eine haarige Angelegenheit. Der Film ist alles andere als Standard-Horror von der Stange. Mit einer unglaublichen Geschichte, die sich um längere schwarze Haare dreht, als man es zuvor in japanischen Grusel-Filmen gesehen hat, ist für beste Unterhaltung gesorgt. Vorausgesetzt natürlich, man hat etwas für seltsame Storys übrig.

Ob „Exte – Hair Extensions“ ein astreiner Horror-Streifen ist, ist nach der Betrachtung nicht 100%ig festzumachen. Fest steht, dass die Horror-Elemente nicht sehr schockierend sind. Blut gibt es nur bedingt zu sehen. Zwischendrin kommt es zu Drama ähnlichen Szenen, die traurig und erschreckend sind. Und dann kommen immer mal wieder Einlagen der seltsamen Art. Wo man nicht genau weiß, ob sie lustige gemeint sind oder nur etwas überdreht daherkommen. Dies ist meist dann der Fall, wenn wir es mit dem seltsamen Kauz, dem Haar-Fetischisten, zu tun bekommen. Die Japaner haben ja durchaus einen Humor, über den nicht jeder Mitteleuropäer lachen kann. Und wahrscheinlich sind die eben erwähnten Szenen unter eben diesen einzuordnen.

Aber nichts desto trotz versteht es „Exte – Hair Extensions“ gut zu unterhalten. Eine interessante Szene reiht sich an die nächste. Und wenn es zur nächsten haarigen Szene kommt, ist eh nicht an Langeweile zu denken. Die Haare sprießen aus (und in) alle(n) erdenklichen Körperöffnungen. Glücklicherweise nur oberhalb der Gürtellinie. Aber das ist auch schon ekelig genug. Dabei greifen die Macher um Regisseur Shion Sono („Suicide Club“, „Strange Circus“) meist auf CGIs zurück. Die sind zwar klar erkennbar, aber gut gemacht und meist authentisch. Falls das überhaupt geht. Die Regieleistung ist ordentlich. Shion Sono bringt das Geschehen recht schnörkellos aber gekonnt in den Kasten.

Gut anzusehen sind die darstellerischen Leistungen. Allen voran Chiaki Kuriyama als Hauptdarstellerin Yuko. Ihr Charakter ist ebenso sympathisch wie das Auftreten der jungen Dame, die aus Filmen wie „Battle Royale – Nur einer kann überleben“, „Kill Bill: Vol. 1“ oder beispielsweise auch „Krieg der Dämonen“ bekannt sein dürfte. Ren Osugi fällt als Haarfetischist besonders auf. Wenn auch nicht immer positiv. Aber seine Rolle und seine Darstellungskunst ist durchweg unterhaltsam. Auffällig ist zudem die Rolle der kleinen Mami. Sie wird im Film oft schlecht behandelt und erntet dafür einiges an Mitleid. Leider ist die deutsche Synchronisation der kleinen nicht so gelungen, was etwas an Glaubhaftigkeit raub. Dies gilt glücklicherweise aber nur für diese Rolle. Der Rest wurde gut synchronisiert, was bei Filmen dieser Art ja nicht zwingend die Regel ist.

Was bei „Exte – Hair Extensions“ im positiven Sinn auffällt ist die Musik. Besonders in den Szenen, wo es mysteriös wird und die Haare sprießen. Der Sound ist dabei brachial und äußerst passend. Auch wenn einem das „Stille Nacht, heilige Nacht“ Gedudel als Weihnachts-Freak eventuell aufstößt. Im negativen Sinn fällt allerdings auch noch etwas auf. Und zwar das nicht alles zwingend logisch angelegt ist. Mal attackieren die Haare ihr Opfer sofort, mal dauert es auffällig lange.

Was unterm Strich übrig bleibt ist ein Film, der auf jeden Fall mit einer einzigartigen Thematik daher kommt. Der allerdings sein einzigartiges Potential nicht vollends ausschöpft. Er eignet sich bestens als Film für Freund und Freundin. Während der männliche Part sich gelassen die Glatze krault, dürfte die langmähnige Freundin wohl vor Angst die Fingernägel reduzieren. Kauenderweise. Aber beide müssen natürlich auf Filme aus Fernost stehen. Da dies ein typischer Vertreter ist, auch wenn die Handlung durchaus atypisch ist.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 4.gif

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