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1993, zwölf
Jahre nach den Geschehnissen des ersten Teils: Das Küstendorf
Biddeford im US-Bundesstaat Maine leuchtet in den den Farben des
Indian Summer. Hier arbeitet Darren, der Hauptcharakter aus Black
Mirror 2, als Aushilfe in einem Fotoloaden. Der Physikstudent ist
Anfang zwanzig, wirkt sehr verschlossen und wortkarg. Wäre das
Fotografieren nicht seine große Leidenschaft, hätte er den
schlecht bezahlten Job bei seinem schmierigen Chef Fuller längst
gekündigt.
Eines Tages kommt
Angelina, eine junge Engländerin, in den Laden und möchte Bilder
von sich anfertigen lassen. Darren ist hin und weg von der fremden
Schönheit. Nie hatte er so starke Gefühle empfunden. Doch plötzlich
platzt Fuller in den Verkaufsraum und besteht darauf, die hübsche
Kundin selbst zu bedienen. Den verdutzten Studenten schickt er
unter einem Vorwand in die Stadt. Als Darren zurückkommt, schafft
er es gerade noch, sich mit Angelina zu einem Fotoshooting zu
verabreden.
Als Angelina den Fotoladen verlässt, beobachtet Darren einen
Mann, der ihr heimlich folgt. Kurz darauf passiert etwas
Schreckliches. Fuller hat damit zu tun, und er soll bezahlen, schwört
sich Darren. In der nächsten Zeit plagen Albträume den jungen
Mann. Er macht sich zu einer Reise auf, die nach Willow Creek in
England führt: Dort steht Black Mirror Castle, der Schauplatz der
Tragödie des ersten Teils.
Quelle: www.dtp-entertainment.com |
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„Black
Mirror 2“ – Endlich ist es da. Nachdem „Black Mirror - Der
Spiegel der Seele“ bereits alle Point-&-Click-Adventure Fans
in Faszination versetzte, kommt es im Jahre 2009 zur langersehnten
Fortsetzung.
Diesmal
schlüpfen wir in die Rolle von Darren, einem Physikstudenten aus
Boston, der seine Semesterferien im Orte Biddeford, Maine, USA
verbringt, da dort seine Mutter wohnt. Er arbeitet in einem
Fotoladen für einen sehr seltsamen und aggressiven Mann, um sein
leeres Portemonnaie ein wenig aufzufüllen. Doch schon bald
passieren Dinge, die Darren am liebsten nie hätte erleben sollen.
Soviel
zur sehr guten Story, von der an dieser Stelle nicht zu viel
verraten werden soll. Denn die Geschichte ist die Seele dieses
Spiels, und die sollte jeder für sich erforschen, sonst ist der
Spielspaß eingeschränkt.
Liebevoll
programmierte Point & Click Adventures wie jene von Lucas Arts
wussten stets zu unterhalten: Spannung, Rätsel und eine gewisse
Art von Humor gibt es auch hier. Die Rätsel sind logisch und auf
Dauer gesehen nicht allzu schwer, da sie sich immer wieder ähneln,
aber dennoch nicht leicht zu lösen. Wer die Story aufmerksam
verfolgt, wird hierbei keine Probleme bekommen, da gewisse
Zusammenhänge leicht zu erkennen sind –
wenn man denn immer schön aufpasst.
Für jene, denen die Rätsel nicht so viel bedeuten, gibt
es auch einen etwas leichteren Modus, in dem die Rätsel leichter
und offensichtlicher zu lösen sind.
Soweit
wäre die Seele beschrieben, kommen wir zum Herzen: der Musik.
Durch selbige wird hier nach und nach eine Atmosphäre aufgebaut,
die zu begeistern weiß. Im Stile einer Klimax steigt die Spannung
des Spiels von Kapitel zu Kapitel Hand in Hand mit der
musikalischen Untermalung, die zu Beginn eher sanft und gegen Ende
sehr düster klingt. Bei diesem Einklang von Herz und Seele
fesselt es dich mit Ketten an deinen PC, bis nur noch die Müdigkeit
dich vom Spielen abhalten kann.
Die
Spannung steigt also wie eine Klimax, und genauso steigt auf
dieser Leiter auch der Horror im Spiel von Kapitel zu Kapitel
jeweils ein Sprösschen höher. Während man sich zu Beginn fragt,
ob das wirklich ein Horrorspiel ist oder eher eine Art
Krimi-Thriller-Detektiv-Spiel, weiß man spätestens wenn Darren
nach England reist, dass „Black Mirror 2“ durchaus mit übernatürlichen
Elementen bestückt ist. Richtige Horrorstimmung kommt allerdings
nur selten an bestimmten Stellen auf, an denen Darren die Geister
seiner Vorfahren im Spiegel sieht. Zu sehr erinnert dieses Spiel
dann doch eher an einen Krimi voller Verschwörung, mit einem
leichten übernatürlichen Touch, dem Fluch von Black Mirror
Castle, oder eben dem Familienfluch der Gordons. Nicht wenig in
„Black Mirror 2“ erinnert an die frühen Werke des Dario
Argento. In den Reihen der Programmierer hat mindestens einer
gesessen, der sich in seiner Jugend den Film „Profondo Rosso“
und die guten italienischen Giallo-Filmen zu Gemüte geführt hat.
An
der Grafik gibt es nichts auszusetzen, eher sollte man sie loben.
Sie erschafft zu Beginn ein Feeling des Wohlseins. Man würde am
liebsten selbst mal nach Maine reisen (wenn da nicht so viele
komische Personen rumliefen), und am Ende verstärkt sie die
Spannung durch die düsteren Hintergründe.
Ein
Kauf von Black Mirror 2 ist ein Muss für all jene, die Point
& Click Adventures oder einfach nur geile Storys mögen. Wer
Klassiker wie Monkey Island mag, oder auf Giallos steht, der wird
sich mit diesem Spiel hier auch sehr schnell identifizieren können.
Wenn er auch nicht so tollpatschig ist, erinnert der Protagonist
an den allseits be- und geliebten Guybrush Threepwood und auch ein
wenig an Indiana Jones, da er ein rätsellösender, humorvoller,
sarkastischer Charakter ist, den eigentlich jeder mag. Die Person,
an die er aber am meisten erinnert, ist MacGyver. Darren kann zwar
nicht aus einem Kulli ´ne Atombombe machen, aber die Ideen, die
ihn durch seine Probleme schweben lassen, erinnern doch sehr an
den Allround-Techniker aus den 90ern.
Horror-Page.de
wünscht viel Spaß!
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