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1991 sorgte der
Softwarehersteller Capcom mit seinem Game ONIMUSHA für Furore auf der
Playstation und dem heimischen PC:
ONIMUSHA, das Action-Adventure um den jungen Samuraikrieger Samanosuke
Akechi, der im Japan des 16. Jahrhunderts die junge Prinzessin Yuki aus
den Fängen eines bösen Fürsten Nobunaga und seinen Genma Dämonen retten
muss. Das Game eroberte seinerzeit gleich die Spitze der Verkaufs-Charts.
Und die Herzen der Spiele-Fans.
Auch der zweite Teil erreichte in
Szenekreisen schnell Kultstatus.
Jetzt geht die Saga um Krieger, Dämonen,
Ehre und Rache in die dritte Runde.
Diesmal schlüpft der Spieler im Kampf
gegen die dämonischen Mächte Japans nicht nur in verschiedene Charaktere,
er reist auch durch die Zeit. Vom mittelalterlichen Japan in das Paris der
Gegenwart. - Und umgekehrt. Bindeglied zwischen Gegenwart und
Vergangenheit ist niemand geringeres als Schauspieler Luc Besson.
Der Franzose mit dem melancholischen Blick stand mit Bewegung, Mimik und
Gestik Pate für den Spielcharakter Jacques Blanc. Als französischer Cop
tritt er in einigen der bis dato wohl fulminantesten Spielfilmsequenzen
der PC-Game-Geschichte auf. Passender hätte die Wahl wirklich nicht
ausfallen können, schließlich kennt sich Luc Besson durch seine "Besucher"
- Filmreihe ja bekanntlich aus in Sachen Zeitreise. Im Kampf gegen die
Dämonen steht ihm Schauspieler-Kollege
Takeshi Kaneshiro (House of
the Flying Daggers) zur Seite. Dieser stellte sich einmal mehr für
die Rolle des jungen Samurai-Kriegers Samanosuke Akechi zur Verfügung.
Japan 1582, Paris 2004: Die Genma-Dämonen
des düsteren Fürsten Nobunaga sind überall! Durch ein Zeitloch wird der
tapfere Onimusha-Krieger
Samanosuke Akechi ins Paris der Gegenwart geschleudert.
Zeitgleich findet sich der coole französische Polizist Jacques Blanc im
mittelalterlichen Japan wieder. In unterschiedlichen Zeiten, an
unterschiedlichen fremden Orten versuchen sie, getrennt - und doch
gemeinsam - die Welt vor den Horden Nobunagas zu retten...
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ONIMUSHA 3 ist im Jahre 2006 wohl
eines der beliebtesten Action-Spiele auf dem Markt - Und das absolut zu
Recht. Es brilliert mit einer sehenswerten Grafik, einer guten Mischung
aus Baller- und Abenteuer-Spiel. Darüber hinaus bietet es spektakuläre
Spielfilmsequenzen.
Zu Beginn erfolgt ein kurzer Hinweis auf den hohen Blut- und
Gewaltanteil des Spiels. Dann wird der Spieler mit einer bestechenden
Grafik, einem passenden Sound und einer interessanten Geschichte in die
komplexe Handlung eingeführt. Gebannt starrt man auf den Bildschirm, um
zu sehen, was die verschiedenen Protagonisten zu erzählen
beziehungsweise zu erleben haben.
Danach startet das eigentliche Game. Der Spieler bekommt sogleich mit,
um was es geht: In der Rolle des Samanosuke oder Jaques heißt es, viele
Monster mit den verschiedensten Waffen niederzustrecken. Die Qualität
und Schlagkraft der Waffen verbessert sich im Laufe des Spiels, wenn man
die entsprechenden kleinen Rätsel löst. Bemerkenswert sind die
Zeitwechsel vom zerstörten Frankreich der Neuzeit in das
mittelalterliche Japan - und natürlich auch umgekehrt. Die Atmosphäre
der jeweiligen Szenarien ist sehr stimmungsvoll und zugleich gut
abgestimmt. Auf der einen Seite gibt es das moderne Paris mit Ruinen und
Trümmern, auf der anderen Seite altertümliche japanische Dörfer und
Wälder. Alles grafisch mit viel Liebe zum Detail dargestellt und mit
einem flüssigen Aufbau. Es gibt wahnsinnig gute Lichteffekte, tolle
Hintergründe und natürlich auch bestaunenswerte Animationen der realen
Protagonisten, die wirklich sofort wiederzuerkennen sind. .
Die Steuerung ist relativ einfach, allerdings sollte man nach
Möglichkeit nicht unbedingt auf die Tastatur zurückgreifen. Es ist
natürlich auch möglich, sich mittels Tasten durch das Game zu
manövrieren, doch dies ist etwas komplizierter, als z.B. mit einem
Gamepad. Zudem ist es leicht verwirrend, wenn man diverse Extras im
Spiel sammelt und die neuen Funktionen nur für ein Gamepad erklärt
werden. Mitunter kann es für den Tastatur-Spieler dann dazu führen, dass
die neuen Funktionen erst "gesucht" werden müssen.
Das Gameplay ist hervorragend und abwechslungsreich. Viele
unterschiedlich starke Gegner gilt es zu erledigen. Das Pixel-Blut
spritzt in großen Mengen. Für zart besaitete Spieler gibt es im Menü
auch die Möglichkeit, die Farbe des Blutes zu ändern. Sind die Gegner im
ausgewählten Schwierigkeitsgrad zu stark, haben Samanosuke oder Jaques
zu oft schon ihr Leben lassen müssen, gelangt man zum Starter-Modus.
Dort kann das Spiel mit geringerem Schwierigkeitsgrad neu gestartet
werden. Doch nicht nur Kämpfen ist angesagt. Auch Tüftler kommen auf
ihre Kosten: Rätsel müssen gelöst und diverse Sachen gefunden werden.
Dieses geht recht unkompliziert von statten und hebt den Spaßfaktor
deutlich an.
Die Spieldauer ist überschaubar und nicht zu lang. Allerdings wird auch
der geübte Profispieler sicherlich nicht so schnell von ONIMUSHA 3
loskommen, wenn er es in einer leichten Stufe durchgespielt hat. An
dieser Stelle soll jetzt aber nicht zuviel verraten werden, wodurch
genau das mehrmalige Spielen so angenehm und interessant wird. Dies
findet man aber schnell heraus.
Zum guten Gesamteindrucks von ONIMUSHA 3 trägt auch die Musik bei, die
in einigen Passagen wirklich atemberaubend gut ist. Die Akustik ist sehr
facettenreich und weiß in jeder Szene zu gefallen, nervt also zu keinem
Zeitpunkt und wertet die fantastischen Atmosphäre zusätzlich auf..
Man muss nach dem Spielen von ONIMUSHA 3 zwangsläufig zu dem Schluss
kommen, dass dieses PC-Game wirklich etwas Besonderes ist und sicherlich
niemanden enttäuscht, der ein paar Euro für diese
Ausnahmeveröffentlichung berappt. Der Spielspaß ist garantiert und kommt
in einer Art und Weise daher, wie man sie in diesem Genre noch nicht zu
Gesicht bekommen hat.
Unbedingt empfehlenswert!
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