Dem Film ist es schon durchaus anzusehen welchen Kultfilm er als Vorbild hatte. Vier, zum Teil kreischende, Personen, die irgendwie abgelegen und in völliger Dunkelheit, mal abgesehen von den Taschenlampen und den Kameraleuchten, ihren eigenen Ängsten ausgesetzt sind. Klar ... „Blair Witch Project“ hatte es den Machern angetan und mit diesem Streifen versuchen sie nun einen ähnlichen Erfolg mit einem niedrigen Budget einzuheimsen.

Eigentlich wäre dieses abkupfern schon ein Grund für eine Vorverurteilung aber der Film hat nach einiger Zeit eine solche Spannung aufgebaut, dass selbst mir, als eingefleischten Horrorgucker, die Hände feucht wurden. Diese Spannung wurde auch bis zum Schluss gehalten und so richtig wohl war mir nicht als der Film den endlich zuende war. Ähnlich erging es mir beim oben bereits genannten Film, sodass man hier schon eindeutige Parallelen ziehen kann.

Atmosphärisch hat „Das St. Francisville Experiment“ auch einiges zu bieten was durch die ständige Dunkelheit kommt und daher das die Protagonisten alles selber drehen. Ich habe mich unheimlich in den Film hineingesteigert und konnte den psychischen Stress, den die Beteiligten ausgesetzt waren, förmlich spüren. Ehrlich gesagt wäre ich wohl nach der Stuhlaktion aus dem Haus gerannt und hätte nicht, wie die beiden männlichen Expeditionsteilnehmer Witze drüber gemacht. Aber zum Glück ist dies ja nur ein Film, den ich aber allen empfehlen möchten, die auch „Blair Witch“ gut fanden. Gegner dieses Films sollten auf jeden Fall die Finger von „Das St. Francisville Experiment“ lassen, da er dem Hexenfilm doch sehr ähnelt.