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Was
braucht der moderne Mensch um gänzlich glücklich zu werden? Unter
anderem sicherlich ein Telefon und einen Videorekorder, doch derjenige,
der das grandiose Original von diesem Film betrachten durfte, wird diese
beiden Wohlstandsgüter schnell von seiner „must-have“ Liste
streichen.
Das war jetzt sicherlich eine masslose Übertreibung meinerseits,
allerdings bin ich nicht sicher ob ich direkt nach dem Ende des Films ans
Telefon gegangen wäre, wenn es denn geschellt hätte. Ich hatte zuvor ja
schon viel über den Film gehört und auch über den amerikanischen
Abklatsch, den ich mir erst gar nicht antun wollte, aber das ich so etwas
zu Gesicht bekommen würde, damit konnte ich nicht rechnen.
Nachdem der Streifen recht unspektakulär anfängt, weist er dann
gradlinig und schonungslos auf das, was einem im Verlauf erwarten soll.
Ein Rätsel, dessen Lösung irgendwo zwischen Himmel und Hölle liegt. Der
Versuch der Klärung steht in den 95 Minuten im Mittelpunkt und das mit
einer atemberaubenden Spannung sowie einer Atmosphäre, wie sie die
Filmliebhaber aus „Blairwitch Project“ kennen.
Man erwartet stets das Unerwartete, da sich die Grenzen zwischen dem
Realen und dem Irrealen unaufhörlich näherkommen und schliesslich sogar
vermischen; was natürlich auch die Mischung zweier Filmgenre mit sich
bringt. Was als Psychothriller beginnt, wird im Verlauf zu einem
mystischem Horrorfilm, der allerdings ohne direkte Gewaltdarstellung
auskommt. Aufgrund der Schockeffekte und der beängstigenden
Darstellungsweise ist die Einstufung in die FSK 16 aber durchaus zu
vertreten ( wenn man es denn überhaupt kann ), da eine Sichtung des
Streifens sicherlich zu einem realen Alptraumfestival führen kann.
Insgesamt gesehen ist „Ring“ also ein absolutes Meisterwerk, dass
alles bietet, was ein schockierender Film benötigt. Ich empfehle jedem
das japanische Original, mit seinen authentischen Schauspielern, denn
besser geht es nicht! Kleine Abstriche müssen lediglich bei der
DVD-Qualität und der deutschen Synchronisation gemacht werden, aber diese
Minimalverfehlungen sind bei der Qualität des Films vernachlässigbar
klein! |