Nach vielen positiven und nur sehr wenigen schlechten Kritiken konnten vor dem Betrachten durchaus hohe Erwartungen in den Film gesteckt werden. Die Story erinnert zwar schnell an Filme wie „Running Man“, ist aber trotzdem noch recht unverbraucht und wird in einer Art und Weise präsentiert, die man nur mit einem Wort beschreiben kann >>GENIAL!!! 

Der Film kommt schnell und ohne Umwege zur Sache. Noch während der Titel „Battle Royale“ und die Namen der Verantwortlichen erscheinen, wird uns schon die Situation im Film geschildert. Es folgt eine Szene in der man sieht, wie ein Lehrer, namens Kitano, von einem Schüler mit einem Messer verletzt wird. Das geschah vor zwei Jahren und Kitano hat zu seinem Glück keine schwerwiegenden Folgen davongetragen.

Nachdem die betäubte Klasse wieder zu sich kommt und feststellt das jeder ein explosives Halsband um den Kopf hat, schildert der Veranstalter des „Battle Royale“, der kein geringerer als Kitano ist, die Situation. Anfangs denkt die Klasse zwar noch das dies alles nur ein Witz ist, aber Kitano hat sehr überzeugende Argumente um genau das Gegenteil zu beweisen: Eine der Schülerinnern bekommt ein Messer in der Kopf geworfen und bei einem ihre Mitschüler wird das Halsband getestet, dass ihm die Kehle aufsprengt. 

Diese Anfangsszene baut bereits eine unglaubliche Atmosphäre auf und ist ziemlich hart sowie kompromisslos inszeniert. Das Video, dass den Schülern dann das Regelwerk erklärt, ist zwar lustig und spaßig in Szene gesetzt, trägt aber zusätzlich zu der verstörenden Atmosphäre bei, in der sich jedes einzelne der Opfer befindet. Es wird richtig überzeugend gezeigt was die Klasse für eine Angst hat, während die Veranstalter alles etwas spaßiger sehen... 

Nun beginnt das Spiel und die ungefähr 40 Schüler werden einzeln auf die Insel geschickt. Ihre Verhaltensweisen sind dabei völlig unterschiedlich: Manche schließen sich als Gruppen zusammen, andere bleiben Einzelgänger, einige töten weil sie keine Wahl haben, wieder andere verstecken sich in der Hoffnung das doch alles irgendwie gut ausgeht und es gibt auch Schüler, die in sich zusammenbrechen und keinen anderen Ausweg  als den Selbstmord sehen. Dann gibt es noch einen „Killer“ der freiwillig am Spiel teilnimmt um den Schülern richtig einzuheizen und des weiteren ist dort eine hinterhältige Tussi, die eine Freundschaft vorgaukelt um ahnungslose Opfer hinterrücks umzulegen. Aus Freunden werden urplötzlich Feinde, denn am Ende darf schließlich nur einer überleben. Von den 40 Schülern gibt es ungefähr 10 Hauptpersonen, die man immer wieder sieht und auf deren Charaktere intensiver eingegangen wird. 

Die Eliminierung eines Schülers wird makabererweise immer als Texteinblendung visualisiert, die zeigt wer gestorben ist und wie viele noch leben. Um das ganze dann noch etwas interessanter zu machen gibt es auf der Insel sogenannte Todeszonen, die sich alle paar Stunden ändern und über Lautsprecher bekannt gegeben werden. Sollte sich jemand zu einer unangebrachten Zeit in einer solchen Zone befinden, explodiert sein Halsband, was logischerweise den Tod bedeutet. 

Der Film hat neben zahlreichen, optisch gelungenen, „Splattersequenzen“ auch ein paar richtig geniale Szenen, wie beispielsweise jene im Leuchtturm: Alle sind gute Freunde und beschließen niemanden zu töten. Eines der Mädchen findet dann einen verletzten Jungen (Nanahara), bringt ihn in Sicherheit und verpflegt ihn. Ein andere Schülerin sieht ihn als Gefährdung an und will ihn mit einer Suppe vergiften. Dummerweise isst aber nicht der Junge, sondern eine der Freundinnen die Suppe und stirbt. Auf einmal traut keiner keinem und es endet in einer deftigen Schießerei, wovon letztendlich nur diejenige überlebt, die die Suppe vergiftet hat... Sie lebt aber auch nicht mehr lange, da sie gleich daraufhin Selbstmord begeht... Eine weitere starke Szene ist der gemeinsame Selbstmord, den der Junge und das Mädchen ziemlich am Anfang als einzige Fluchtmöglichkeit sehen. 

Im übrigen ist „Battle Royale“ auch nicht gerade unblutig ausgefallen. Es gibt Teilweise ziemlich harte Szenen, die alle sehr kaltblütig dargestellt werden ( z.B. rollender Kopf mit Handgranate im Mund). 

Die Schauspielerische Leistung ist im übrigen auch sehr positiv ausgefallen. Es fällt einem zwar schwer die einzelnen Figuren auseinander zuhalten, aber im Großen und Ganzen kann man bei keinem der Schauspieler meckern. Und wenn man den Film dann das zweite und dritte Mal anschaut kennt man auch alle, inklusive Namen. 

„Battle Royale“ ist schon jetzt ein Kultfilm, der ohne Zweifel mit der Höchstnote zu bewerten ist. Zu empfehlen ist er Leuten, die gerne gesellschaftskritische Filme schauen und/oder auf blutige Actionfilme stehen. Beim ersten Betrachten mag er zwar „nur“ als unterhaltender, verstörender, spannender und blutiger Actionfilm rüberkommen, bei mehrmaligem Schauen erkennt man aber das der Film mit Botschaften und Kritiken vollgestopft ist.

„Battle Royale“ ist ohne Frage ein Meisterwerk und gehört demzufolge in die Top 10 der besten Splatterfilme.