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Regisseur Wolfgang Büld ist einer dieser Menschen, die sich erst spät im Leben outen. Vormals bekannt geworden mit Punk-Dokus quotenreichen Klassikern wie „Und tschüß“ [TV-Serie], „Go Trabi Go 2“, „Manta, Manta“, „Der Formel Eins Film“ oder auch „Gib Gas - Ich will Spaß!“ mit den damals äußerst populären Nena und Markus, brach er 2003 mit dem „normalen“ Film und machte sich auf, eine kleine, Genreübergreifende independent Produktion in den Kasten zu bringen. Sein geringes Budget brachte er in England zusammen und drehte dort auch „Penetration Angst“.
Atmosphärisch ist das Ganze sehr dicht und stets mit einer bedrückenden Stimmung versehen. Trotz einiger lustigen Einlagen. Büld versteht es sehr gut einer andere Seite der Gesellschaft darzustellen, die, zugegebenermaßen, sehr übertrieben in den Kasten kommt. Aber dennoch zum Nachdenken animiert. Aber sicherlich ist in „Penetration Angst“ nicht alles Gold was glänzt. Der Anfang ist zwar kurios, beinhaltet aber auch einige Szenen, die etwas langweilig und nichts sagend sind. Wer möchte das einem Amateur-Werk respektive einer Untergrundproduktion aber böse nehmen? Für Ottonormalverbraucher dürfte „Penetration Angst“ sowieso ein Film sein, der nach kurzer Zeit abgeschaltet, oder aufgrund der Thematik erst gar nicht zugelegt wird. Fans des weniger normalen Film dürften aber durchaus ihre Freude haben, da es hier etwas nicht Alltägliches zusehen gibt. Darstellerisch wird einem ein breites Band präsentiert, das von sehr schlecht bis solide reicht. Hautdarstellerin Fiona Horsey spielt ihre Rolle passabel. Ihr kommt natürlich zu gute, dass sie extrem zeigefreudig ist und in diese Hinsicht auch etwas zu bieten hat. Neben entblößten Menschen gibt es auch einige Horror-Einlagen, die bis auf eine Ausnahme aber nicht sonderlich brutal sind. „Penetration Angst“ ist ein extrem außergewöhnlicher Film, der sowohl gemocht als auch verspottet wird, was ihn nicht unbedingt uninteressant macht. |