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Story
Als sich ein Waldarbeiter beim Auseinandernehmen eines Baumes
verletzt, ahnen seinen herbeistürmenden Kollegen noch nicht, was
hier in den nächsten Minuten abgehen soll. Der schwerverletzte
Arbeiter mutiert plötzlich zu einer wilden, um sich schlagenden und
beißenden Kreatur –
Einem Zombie.
Wie sich später
heraus stellt, ist der Arbeiter mit flüssigem Material des Baums in
Kontakt gekommen, welches in seine Blutbahn gelangte und ihn nach
kurzer Zeit das Leben genommen hat. Doch der Tod dauerte nicht lange
an. Er kam als Zombie zurück und hat vielen seiner Mitarbeitern das
gleiche Schicksal bereitet.
Da
die Holzfirma nichts von ihren Angestellten hört, fährt Juniorchef
Tyler in das abgelegene Waldgebiet um nachzuschauen, warum die
Produktion gestoppt wurde. Er sieht schnell, was vorgeht und
verschanzt sich mit den Überlebenden in einer kleinen Holzhütte.
Nach einigen Auseinandersetzungen wird Tyler klar, dass das
„Experiment“ Schuld an dieser Notlage ist. Der Konzern hat
versucht, durch eine Chemikalie die Bäume schneller wachsen zu
lassen, was auch gelungen ist. Doch die nun entstandenen Folgen sind
extrem tödlich... |
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Kritik
Mit „Severed“ kommt ein neuer Zombie-Film daher, der versucht,
auf den Pfaden bekannter Subgenre-Kollegen zu schreiten. Das ist
keine leichte Aufgabe, denn der geneigte Zuschauer erwartet viel,
wenn er Parallelen zu Filmen wie „Zombie – Dawn Of The Dead“,
„Night Of The Living Dead“ oder ähnlichen Filmen erwartet. Das
„Severed“ diese hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen kann,
scheint logisch, dennoch ist es ein gelungener Genre-Beitrag.
Er lebt vor allem
von seinen temporeichen Kampfszenen, in denen ein Stilmittel aus dem
„Zombie“-Remake „Dawn Of The Dead“ übernommen wurde.
Schnelle Cuts und eine verwackelte Kamera sollen für verstörende
Angstattacken beim Zuschauer sorgen, was auch größtenteils
gelingt.
Der Beginn zeigt gleich, was Regisseur Carl
Bessai, der bislang noch keinen filmischen Erfolg vorzuweisen hat,
vorhatte: Einen atmosphärischen Film schaffen. Die Szenen im Wald
sind sehr stimmungsvoll und die eingefangenen Bilder verheißungsfreudig.
Einige Minuten geht das auch gut, als dann aber der Szenenwechsel in
die Holzfirma kommt, ahnt man nichts gutes. Der Dialog zwischen
Vater und Juniorchef Sohn ist öde und von Seiten des Vaters auch
sehr schlecht, mit einer unpassenden Stimme, synchronisiert. Der
Film verliert an Fahrt.
Mängel
dieser Art müssen dann leider auch im weiteren Verlauf des Films
festgestellt werden. Actionreiche Szenen lösen sich mit
langweiligen ab. Schade eigentlich, da die Geschichte an sich, mit
der passenden Umgebung über weit aus mehr Potential verfügt, als
letztendlich abgerufen wird.
Sehr
überzeugend sind die Zombiemasken, was für einen Film dieses
Sungenres ja nicht gerade unwichtig ist. Aber auch bei den
Spezialeffekten, will man die Masken denn zu diesen zählen, gibt es
leider Pro und Kontra. Für die Splatter-Fraktion gibt es so gut wie
gar nichts zu sehen. Hier und da mal herumliegende Körperteile, da
ein Biss im Off und dort spritzt dann mal Blut. Zwar nicht wenig,
„richtige“ Spezialeffekte gibt es aber nicht, was sehr schade
ist. Gerade weil der Film für Jungendliche nicht geeignet sein soll
und das DVD-Cover den unüberlesbaren Schriftzug „Ungeschnittene
Fassung“ trägt. Der Film hätte durchaus ab 16 freigegeben werden
können, aber man weiß ja auch, wie schwer es kleine Produktionen
haben an solch eine Einstufung heranzukommen.
Die
Darsteller machen ihren Job recht ordentlich. Es gibt keinen der
negativ auffällt, allerdings auch niemanden, der positiv in
Erscheinung tritt. Allerdings hatten es die Protagonisten auch nicht
sonderlich einfach, da sie Klischeerollen spielen, bei denen an der
Charakterbeschreibung deutlich gespart wurde.
Sicherlich
gibt es an „Severed“ einiges auszusetzen. Wer den Film mit einer
Einstellung wie „Der ist sicherlich wie Romeros „Zombie“ oder
vielleicht noch besser“ in den DVD-Player schiebt, wird sicherlich
bitter Enttäuscht werden. Wer aber Lust auf einen soliden, unabhängigen
Zombie-Streifen hat, dem wird „Severed“ sicherlich gefallen.
Auch wenn ihm der ein oder anderen blutige Effekt fehlt.
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