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Story
Auf dem Weg zu einer Hochzeit entkommen vier Jugendliche nur knapp
einem schweren Unfall. Unglück im Glück ist allerdings die
Tatsache, dass ihr Wagen defekt ist und sie nicht mehr weiterkommen.
Da es Nacht ist und sie an einem sehr abgelegenen Ort gestrandet
sind, der offensichtlich nicht mehr von Autos frequentiert wird,
machen sich die jungen Leute per pedes auf den Weg, um Hilfe zu
holen.
Nach
langem Fußmarsch erreichen sie eine abgeschiedene Farm, auf der sie
sich Hilfe erhoffen. Doch nach der ersten Freude kehrt schnell Ernüchterung
ein: Seltsame Fledermäuse treiben hier ihr Unwesen. Die kleinen Säugetiere
scheinen nicht nur angriffslustig, sondern auch sehr gefährlich zu
sein, da jeder, der gebissen wird, eine grausame Umwandlung
durchmacht und zur tödlichen Gefahr für andere wird... |
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Kritik
Der
ziemlich einfach gestrickte Tier-Horror-Film "The Roost"
ist eine preiswert in den Kasten gebrachte Produktion, die in Sachen
Story einige Schwächen aufweist. Beim Tier-Horror ist es ja gerade
immer interessant, wie was manipuliert wurde oder welche Katastrophe
dafür verantwortlich ist, dass Tiere plötzlich und unerwartet zu
mordenden Bestien werden. In "The Roost" erfährt man
nichts dergleichen. Der Betrachter wird vor vollendete Tatsachen
gesetzt, was das Guckvergnügen deutlich senkt. Dazu kommt noch,
dass die erste Hälfte des Films ziemlich ereignislos ist und zuviel
über Uninteressantes geplaudert wird. Schlecht sind die ersten
Minuten zwar nicht, als Horror-Fan erwartet man aber mehr. Gerade
weil gleich zu Beginn eine dichte Horror-Atmosphäre aufgebaut wird
und sich über die folgenden Minuten hält. Alles ist schön dunkel,
unheimlich, sodass eine gute Grundlage zum Schaffen von Angst
vorhanden ist.
Diese
Steilvorlage wird dann aber nicht angenommen. Die Protagonisten
machen meist belangloses Zeug und man muss sich schon am Riemen reißen,
um nicht auf den Gedanken zu kommen, vorzeitig abzuschalten. Denn
was später kommt, kann sich für Freunde des B-Movies durchaus
sehen lassen. Spontane Schockeffekte, deftige Bluteinlagen und
spannende Passagen lassen "The Roost" dann doch noch zu
einem gelungenen Horror-Schocker werden, wenn auch ein fader
Beigeschmack bleibt. Hat man schon nicht erfahren, warum die Fledermäuse
"anders" sind, erfährt man erst recht nichts von den
Auswirkungen ihrer Bisse. Das ist schon sehr schwach von den
Schreibern der Vorlage zum Film.
Die
preisgünstig gestalteten Spezialeffekte können sich durchaus sehen
lassen. Man muss zwar schon die B-Movie Brille aufhaben, es gibt
aber auch Effekte in großen Produktionen die wesentlich schlechter
sind. Gut, dass das Ganze nicht trashig wirkt, da der Film schon
versucht sich ernst zu nehmen und dem geneigten Betrachter
ernsthafte Spannung vermitteln will.
Die
Darsteller spielen auf keinem sehr hohen Niveau, was allerdings auch
nicht so wichtig ist. Sie sind meist Beiwerk und Mittel zum Zweck.
Die Kameraführung kann ebenfalls nicht sonderlich positiv bewertet
werden, da das Bild in vielen Einstellungen arg wackelt. Man kann
zwar erkennen, dass sich Mühe gegeben wurde, doch die
Professionalität und der Einfallsreichtum halten sich in Grenzen.
Einen Einfall hatte Regisseur Ti West aber: Vor, während und zum
Ende des Films wird einem der Film von einem seltsamen Moderator präsentiert,
in einer Art Show. Was das Ganze allerdings soll, ob es witzig oder
vielleicht sogar künstlerisch wertvoll gemeint ist, kann nur
vermutet werden.
Insgesamt
betrachtet ist "The Roost" kein besonderer Film. Weder
besonders gut noch besonders schlecht. Es ist sehr schade, dass man
nichts über die Hintergründe der Tierangriffe erfährt. Hier kann
man nur vermuten, dass die Macher entweder keine Idee hatten, ohne
eine so dämliche, das man die dann nicht verwenden wollte. Freunde
von kleinen Amateur-Produktionen dürfte der Film dennoch gefallen,
da er relativ gut gemacht ist und über einige atmosphärische und
spannende Momente verfügt.
Anmerkung:
Der Hauptfilm selbst hat von der FSK eine „FSK 16“-Freigabe
bekommen.
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DVD
Die
DVD präsentiert sich mit einem schlichten, aber dennoch atmosphärischen
DVD-Menü, welches sehr gut zum Film passt. Eine Punkmusik sorgt während
der Auswahl der Menüpunkte für eine lustige Unterhaltung. Der Ton
des Films ist einwandfrei, dass Bild allerdings etwas unscharf. Dies
liegt aber an der Verwendung vom 16mm Filmmaterial, was Regisseur Ti
West als Stilmittel nutzt. Als Extras gibt es den Original-Trailer,
interessante Produktionsnotizen in Textform, eine Bildergalerie und
eine Trailer-Show des Labels.
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