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Story
Wir schreiben das Jahr 2019. Weit in der Zukunft hat es nach dem verheerenden
Atomkrieg tatsächlich Überlebende gegeben. Allerdings begrenzt sich die
Anzahl derer auf eine kleine Menge, die nun in der verwüsteten Landschaft und
den unterirdischen Abwasserkanälen umherzieht.
Das
Erbgut der Menschen wurde von der Atomstrahlung dermaßen durchgewirbelt, dass
die verbliebenen Weibchen der Spezies keine Nachfahren mehr gebären können.
Doch es macht sich ein Gerücht breit, dass es eine Frau gibt, die trotz allem
fruchtbar geblieben ist. Flash, ein mutiger Draufgänger, bekommt den Auftrag
diese Frau zu finden und herbeizuschaffen. Mit der Frau soll dann die
Menschheit auf einem anderen Planeten gerettet werden. Allerdings haben die
Feinde der Amerikaner, die Euraker, etwas dagegen. Sie beanspruchen die
Vorherrschaft für sich und können natürlich nicht zulassen, dass so ein
wertvolles Gut, wie die gebärfähige Frau, in die Hände der Feinde gerät... |
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Kritik
Nach dem Genreklassiker “Mad Max” ist dieser
Endzeit-Streifen, den uns Sergio Martino beschert hat, wohl das Beste, was die
damalige italienische Modewelle hervorgebracht hat. Die Italiener haben seiner
Zeit ja einige Versuche gestartet, mit Endzeit- Filmen die schnelle Mark zu
machen und entsprechend fleißig gedreht. Die Thematik ist bei solchen Filmen
nicht unbegrenzt auslutschbar und so bekommt man dann doch allzu oft ähnliches
präsentiert: Die Folgen des Atomkries und den Held, der die Zivilisation
retten soll. In „Fireflash“ war man zum Glück aber recht einfallsreich
und hat die Handlung nicht auf wilde Actionszenen begrenzt, sondern sie in ein
großzügiges Gewand gepackt, dass über mehr als eine Tasche verfügt, aus
denen ab und an lustige, trashige Überraschungen gezaubert werden.
Die Story ist wirklich unterhaltsam und dies sensationeller weise über die
komplette Spielzeit. Man wird von vorne bis hinten unterhalten, von
abwechslungsreichen Szenarien und äußerst netten Einschüben. Ob da nun
affenartige Menschen rumprollen, Kleinwüchsige seltsame Suizide durchführen
oder eine Komapatientin in einem gläsernen Sarg entführt wird, hier wird
jeder bedient, der B-Movies oder Trash-Filme in sein Herz geschlossen hat.
Neben der unterhaltsamen Geschichte stimmt auch
die Optik und Akustik. Während herrliche Synthi-Musik
aus den Boxen strömt kann man die unterschiedlichen Sets bewundern. Es gibt
zum Beispiel das zerstörte New York als lustigen Model-Nachbau, eine
Kanalisation die einen unweigerlich an „The Riffs“ erinnert oder auch
einen fabelhaft hergerichteten Schrottplatz, der den Charme von „Fireflash“
unterstreicht und viele Szenen mit der nötigen Atmosphäre versorgt. Auch in
Sachen blutiger Spezialeffekte haben sich die Modellierer nicht lumpen lassen.
In der neu aufgelegten DVD-Version von CMV-Laservision können alle Effekte
bewundert werden. Der Einfallsreichtum seitens der Macher war dabei wirklich
sehr hoch.
Man
darf natürlich zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass es sich bei „Fireflash“
um astreinen Euro-Trash handelt, aber die technische Qualität, über die
dieser Streifen verfügt, ist
schon recht hoch. Natürlich gibt es aber dennoch einige Dummdialoge, die hier
mit einigen, philosophisch angehauchten Endzeitsprüchen garniert sind, oder
Kampfszenen die aussehen, als würde eine Horde mit Knüppeln bewaffneter
Affen aufeinander losgehen. Obwohl das ja so in der Art zu sehen ist…
halbwegs… Denn Schauspiellegende George Eastman, der hier keine
wirkliche Hauptrolle abbekommen hat, mimt den zum Halbaffen degenerierten
„Big Ape“. Es ist herrlich mit anzusehen, wie dem Hünen Unmengen von
Haaren auf sämtliche Körperstellen geklebt wurden. Der George war sich
damals wirklich für nichts zu schade. Aber das macht ihn ja so sympathisch.
Und mit seiner besonderen Art spielt er sich schnell in die Herzen der
Trash-Fans und seine Schauspielkollegen im Nu an die Wand. Daher muss man über
den Rest der Bagage auch nicht mehr Wörter verlieren als nötig. Michael
Sopkiw, Romano Puppo, Edmund Purdom, Al Yamanouchi und wie sie auch alle heißen,
niemand kann dem George das Wasser reichen.
Neben den schauspielerischen Hochgenüssen
seitens Eastman, gibt es natürlich auch viel, was zu diesem Subgenre einfach
dazugehört. Laserwaffen und Autos, die mit den seltsamsten Geräuschen
daherkommen. Flammenwerfer, wilde Kostüme und exzentrische Frisuren. Alles
was das Herz begehrt. Im Endeffekt macht es aber die Mischung. Eine recht
komplexe Geschichte, viel Trash, keinen Platz für langweilige Szenen und
viele Albernheiten. Das ist „Fireflash“.
Wer die hier niedergeschriebenen Lobeshymnen
nicht für glaubhaft hält, der sollte sich selbst ein Bild von dem Film
machen. Aber bitteschön nur die nicht geschnittene DVD von CMV-Laservision in
den Player legen. Denn dort gibt es über sieben Minuten Material, dass dem
deutschen Volke bisher verwehrt blieb. Wie man sich denken kann, sind auch
einige der blutigen Effekte in den sieben Minuten enthalten.
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