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Kritik
Kunoichi macht da weiter, wo Teil 1 endete. Nach einer kurzen
Einführung in das bisher Geschehene, geht es auf ins Getümmel.
Viel Neues gibt
es von der Ninja-Front nicht zu berichten. Die Damen der Zunft geben
auch hier wieder ein schönes Bild ab, wirbeln durch die Luft und bohren
ihre Schwerter in die Gegner. Blutfontänen, Wire-Fu-Einlagen,
Rockmusik inklusive. Die Schurken sind auch weiterhin ziemlich schräg drauf
und verfügen über unterschiedliche Kampftechniken und Stärken.
Glücklicher Weise ist die Synchronisation nicht mehr so ganz
nervtötend wie in Teil eins. Wahrscheinlich hat im Eifer des
Gefechts ein Tontechniker die Höhen ein wenig heruntergedreht und so
die Stimmen auf Normal-Level gepolt. Das Gequietsche oder Gezische
der Schurken hält sich wohltuend in Grenzen.
Leider bewegen
sich dafür die Special- Effects auch im Sequel auf sehr bescheidenem
TV-Niveau. Als Ausgleich sind die Ninja-Ladies nun mit weiteren
atemberaubenden Zauberkräften ausgerüstet. War es im ersten Teil
noch der Brustwarzen-Blitz, mit dem die Kriegerinnen für Furore und
Zerstörung sorgten, so wird hier noch tiefer in die Trickkiste
geballter Frauenpower gegriffen. Diesmal können die Ladies nicht nur
vom Tode auferstehen oder Laserschwerter aus dem Nichts
herbeizaubern. Die Zauberkraft der Ninja-Ladies verlagert sich dabei
sogar unter die Gürtellinie: Die Beine gespreizt saugen sie
Energieblitze auf, um sie aus ihrem Mund wieder zurück zu speien. Das "Tal-Echo" aus der Ledengegend der
Damen schallt den Schurken dann nicht nur um die Ohren, sondern
zerfetzt sich gleich. Zugegeben, ein ziemlich interessanter und
abgedrehter Einfall von Regisseur Ozawa (der auch hier wieder den
Samurai Jubei Yagyu spielt). Man dürfte gespannt sein, welche
Körperteile und -öffnungen im Falle eines dritten Teils für
Zaubertricks herhalten müssen...
Allerdings kranken auch im zweiten Teil
die ganzen Actionszenen und Spezialeffekte an der mangelhaften, um
nicht zu sagen billigen Umsetzung. Die CGI-Effekte wirken wie aus
dem RTL-Vorprogramm von 1985 und bei den Wire-Fu-Szenen hat man die
Schauspieler offensichtlich vor einer Bluescreen durch die Luft
segeln lassen. Wirklich enervierend ist allerdings, dass die Ninjas
ihre Tricks vor der Ausführung immer ankündigen. In bester "Go, Go,
Gadgetto go!" -Inspektor Gadget-Manier heißt es da "Ninja-Technik:
Tal Echo", "Ninja-Technik: Augen raus", "Ninja-Technik: Wirbelwind"
und dergleichen. Da mag so mancher Zuschauer schnell die "Ninja-Technik:
Vorspultaste" bemühen.
Generell gilt für
Kunoichi 2 dasselbe wie für seinen Vorgänger. Wie schon beim ersten
Teil setzt Regisseur Ozawa den Schwerpunkt auf Action und Optik und
versucht dadurch mangelnde Dramatik und eine leicht konfuse Story
auszugleichen. Dies gelingt zwar nicht immer und macht den Film für
Normalseher nicht gerade interessanter. Eastern- und Ninja-Fans, die
einem flotten Film ohne Tiefgang nicht abgeneigt sind, sollten
durchaus mal einen Blick riskieren.
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