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Story
Einige Schüler des österreichischen Dorfes Ebensee haben einen Meilenstein
passiert. Sie haben das Matura in der Tasche, was natürlich ausgedehnte
Feierlichkeiten nach sich ziehen soll. Auch eine SMS, die einige Schüler
erreicht, kann die Stimmung, trotz des brisanten Inhaltes, nicht vermiesen. In
der Textnachricht bekommen einige die Mitteilung, dass sie in drei Tagen tot
sind, doch die Botschaften werden von jedem einzelnen als schlechter Scherz
bewertet.
Dies
ändert sich allerdings, als es auf der großen Abschluss-Party zu einem
Zwischenfall kommt. Einer der Schüler, die eine SMS empfangen haben,
verschwindet spurlos. Die eingeschaltete Polizei kann nicht helfen, da der
Vermisste noch keine 24 Stunden unauffindbar ist. Die Schüler sind
verwundert, als sie das Handy des Verschwundenen finden, dass ebenso eine
Nachricht in seinem Speicher hat, wie ihre Mobilfunkgeräte. Sie wissen aber
noch nicht, ob die Todesdrohungen echt, oder nur ein übler Spaß sind.
Als eine Gruppe am nächsten Tag am hiesigen See ist, werden die schlimmsten
Befürchtungen allerdings Gewissheit. Die Leiche des Verschollenen taucht plötzlich
vor ihren Augen auf und läutet einen unerbittlichen Überlebenskampf ein... |
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Kritik
Horror-Produktionen aus Österreich sind nicht gerade regelmäßige Phänomene
und da freut es den geneigten Fan des Genres doch, wenn er mal etwas alpenländisches
in die Finger, respektive den DVD-Player bekommt. „In 3
Tagen bist Du tot“ ist genau so ein Beitrag.
Im Jahre 2006 von dem,
meist durch TV-Serien bekannt gewordenen, Regisseur Andreas Prochaska in den Kasten gebracht, wird er auf die Weltbevölkerung
losgelassen um alle zu schocken und um zu zeigen, dass ein guter Slasher nicht
unbedingt aus den USA kommen muss. Doch ob „In 3
Tagen bist Du tot“ wirklich eine nennenswerte und nachhaltig im Gedächtnis
bleibende Erweiterung des Subgenre ist, darf bezweifelt werden.
Denn anstatt innovativ
zu sein, setzt Andreas
Prochaska lieber auf Altbewährtes. Mit allen positiven und negativen
Elementen, die der Slasher-Film so mit sich bringt. Daher braucht man gar
nicht erst auf eine gute Story, ohne Logiklücken, zu warten. Man bekommt das
zu Gesicht, was man schon unzählige Male auf der Glotze betrachten durfte,
vorrausgesetzt natürlich, man ist kein blutjunger Anfänger in Sachen Slasher.
Anders
an „In 3 Tagen bist Du tot“ ist,
dass die Optik stimmt. Die Idylle der hohen Berge und klaren Seen weiß schon
zu überzeugen. Im Gegensatz dazu das Grauen zu platzieren ist mit Sicherheit
nicht die schlechteste Idee. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass für den
Film unbekannte, frische Gesichter gecastet wurden, die im Großen und Ganzen
einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Gerade weil genrebedingt hier und da
mal etwas mehr Haut gezeigt werden muss und die Jugendlichen in diesen Szenen
alles andere als gehemmt wirken. Auch gut ist der interessante Soundtrack, der
zwar sicherlich Geschmackssache ist, aber anders als in anderen Produktionen.
Dies gilt natürlich auch für die Sprache an sich, die als deutsche und als
österreichische Tonspur auf der DVD zu finden ist. Der Originalton ist für
das deutsche Publikum wohl nicht immer 100%ig verständlich, klingt aber sehr
interessant.
Aber
was bringt einem das, wenn der Rest des Films nur nach kopierter Massenware
aussieht. Sicherlich ist „In 3 Tagen bist
Du tot“ ein unterhaltsamer Horror-Film, der auf einem technisch hohen Niveau
gedreht wurde. Aber auch einer, der sich bestenfalls in wenigen Szenen von
Filmen wie „I Know What You Did Last Summer" absetzt. Um mit
solchen Hintergründen ein filmischer und kommerzieller Erfolg zu werden,
bedarf es schon ein wenig mehr. Zum Beispiel eine dichte Horror-Atmosphäre,
über die „In 3 Tagen bist Du tot“ nur in sehr
wenigen Momentan verfügt. Oder intelligente Momente zur Spannungserzeugung.
Sicherlich gibt es einige Szenen, bei denen man sich erschreckt, allerdings
sind das viel gesehene 0815 Elemente, auf die Andreas Prochaska zurückgreift.
In
Sachen Spezialeffekte und Härte gibt es auch nur Durchschnittliches zu sehen,
beides steht auch nicht im Mittelpunkt der Umsetzung. Eine Szene kann sich
aber wirklich sehen lassen, auf die soll an dieser Stelle aber nicht näher
eingegangen werden.
Zum
Schluss bleibt der Eindruck, dass Andreas Prochaska das Slasher-Genre mit „In
3 Tagen bist Du tot“ nicht neu erfindet und auch
keinen Beitrag abgeliefert hat, der sich im Gedächtnis der Fans dieses
Subgenre festsetzen wird. Es
ist zwar ein hochprofessioneller Film, an dem es technisch nichts auszusetzen
gibt, dennoch erzählt er nicht mehr als es neumodische Filme wie „I
Know What You Did Last Summer" es schon getan haben. Für Leute die sich
einfach nur bei einem DVD-Abend unterhalten und erschrecken lassen wollen, ist
er sicherlich bestens geeignet. Fans von Slasher-Filmen dürfen aber nicht
zuviel erwarten. |