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Story
Eine Gruppe Jugendlicher fährt zu ihrem jährlichen Feierhöhepunkt, der
„Free Love“ Party. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Sex und Drogen,
was die Möchtegern-Hippies natürlich zu ihren Gunsten ausnutzen möchten.
Allerdings beginnt der Auftakt der öffentlichen Veranstaltung alles andere
als gut. In der Gruppe gibt es untereinander Probleme und die Einheimischen
sind nicht besonders gut auf die Party-Gäste zu sprechen. Die
Marihuana –Bauern wollen nämlich nicht, dass sich die
drogenberauschten Hippies an ihren Äckern vergreifen und versuchen sie, bei
jeder sich bietenden Gelegenheit, auf aggressive Art und Weise zu vergraulen.
Doch
diese Probleme stellen nur den Anfang eines Horror-Trips dar. Einer der Gäste
wird bald tot aufgefunden. Offensichtlich ist er auf grausame Art zu Tode
gekommen. Und das nicht natürlich. Sheriff Buzz kümmert sich umgehend um den
Fall, kann aber nicht verhindern, dass es bald zu weiteren, brutalen Morden
kommt. Trotz eines Party-Verbots lassen sich die Hippies nicht vom Feiern
abhalten. Sie ahnen nicht, dass ein Irrer unterwegs ist. Ein Irrer mit Ronald
Reagan-Maske und Axt... |
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Kritik
Sicherlich klingt der Titel „President Evil“ etwas schräg, allerdings ist
es der Film, der im Original den unspektakulären Titel „The Tripper“ trägt,
auch. Die Story ist ebenso abgedreht als auch interessant, was den geneigten
Slasher-Fan, welcher nicht nur auf ernste Filme abfährt, erfreuen dürfte.
Geschaffen wurde „President Evil“ von David Arquette, der erstmals zum
Regiestab griff. Freunden des Horror-Films müsste Arquette noch als Deputy
Dwight 'Dewey' Riley aus den „Scream“ Filmen bekannt sein. Sein Debüt
muss als gelungen bezeichnet werden, wenn auch einige Passagen etwas langatmig
in den Kasten gekommen sind. Der Drogenkonsum der Hippies wird manches Mal
etwas zu sehr ausgeschlachtet, wenn auch hier einige gekonnte
Kameraeinstellungen zu betrachten sind.
Die
Geschichte an sich ist sehr unterhaltsam und ungewöhnlich. Killer mit Masken
sind zwar nicht sehr besonders, allerdings musste Ex-Präsident Ronald
Reagan noch nicht für ein Killer-Untensiel herhalten. Und man soll es kaum
glauben: David Arquette versucht stellenweise sogar politische Motive mit in
den Film einzubringen. Allerdings nicht so viele, wie es der dokumentarische
Anfang verspricht.
Im Mittelpunkt stehen Drogen, deren Anbau und Konsum. Und das
gesellschaftliche Pro und Contra das sich aus dem Konsum ergibt. Die Hippies
sind nett dabei zu beobachten, wie sie umherirren um einen Rausch zu erlangen.
Southpark Koryphäe Eric Cartman würde in seinem notorischen Hippie-Hass
endlich bestärkt werden. Denn es gibt immer wieder Szenen mit Lachfaktor und
auch Außergewöhnliches wie zum Beispiel ein nacktes Pärchen, dass
vollkommen selbstverständlich nackt umherläuft, obwohl alle anderen Menschen
in ihrer Umgebung Kleider tragen. Den männlichen Nackten kann man allerdings
nicht lange beobachten, da er bei einer Pilzsammlung vom Killer erwischt wird.
Die dabei, und auch bei den anderen Morden, eingesetzten Effekte sind sehr
gelungen und vernünftig dosiert. Nicht aus jeder Szene wird eine Blutorgie
gemacht, es gibt aber auch Szenen, die sich mit einer solchen vergleichen
lassen.
Darstellerisch wird den Protagonisten nicht viel abverlangt. Ihre Rollen
werden nicht sehr durchleuchtet und sind so angelegt, dass eine ernsthafte
Glaubwürdigkeit ausgeschlossen ist. So kommen die bekannten David
Arquette („Scream“), seine Ehefrau Courteney Cox („Scream“) oder auch
Jason Mewes („Clerks - Die Ladenhüter“, „Dogma“) ebenso wenig zur
Geltung wie ihre unbekannteren Kollegen. Ein hohes schauspielerisches Niveau
ist also nicht vorhanden, aber auch nicht zwingend von Nöten.
Atmosphärisch sieht es da schon besser aus.
Obwohl die Spannungsmomente weit gestreut sind und nur selten zu Erzeugung
einer Horror-Atmosphäre beitragen. Dafür gibt es aber den Wald, der sogar
ein Hinterwald mit passenden Bewohnern ist und die Festidylle, die für eine
wohlige Stimmung sorgen.
Ob „President Evil“ nun eine Politsatire
oder sogar eine Gesellschaftskritik ist sei mal dahingestellt. Nach einem
durchwachsenen Start erwartet einen ein unverbrauchtes
Szenario, was ja nicht unbedingt der Standard für dieses Subgenre ist, was
sehr unterhaltsam und lustig ist. David Arquette hat, ohne größere
Fehler in seinem Debüt zu begehen, einen guten Film und einen erfrischenden
Beitrag zum Slasher-Genre in den Kasten gebracht, wofür man ihm dankbar sein
muss. |