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Story
Eine kleine Gruppe Teenager bricht in die Einsamkeit auf, um am Bergesfuß, in
einem dicht bewaldeten Gebiet, zu campen. Bereits auf dem Weg zum Zielpunkt
machen die jungen Leute Bekanntschaft mit einem alten Mann, der verwirrt
scheint. Er erzählt ihnen von einem Dämon. Einem Dämon der ihn verfolgt und
töten will. Doch die Gruppe nimmt den alten Mann nicht sehr ernst. Sie lässt
ihm ein wenig Verpflegung zurück und macht sich auf, die Reise zu beenden.
Im
Lager angekommen erwartet sie zunächst bestes Wetter, eine sehr schöne
Umgebung und eine entspannte Atmosphäre. Die fünf jungen Menschen nutzen
jede Gelegenheit, um die nähere Umgebung kennen zu lernen. Doch die
friedliche Idylle soll bald zerstört werden. Die wunderschöne Natur in den
Bergen birgt ein Geheimnis: Einen machetenschwingenden Psychopaten, der es
sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht hat, die Gruppe nach und nach zu
dezimieren... |
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Kritik
Die Story von „Vor Morgengrauen“ klingt für die meisten Horror- bzw.
Slasher-Fans sicherlich bekannt, obwohl dieses Filmchen nicht besonders weit
verbreitet ist. Und es ist in der Tat so: Das Drumherum der Geschichte ist
bester 0815 Standardkram. Backwood, wie Backwood sein muss. Ein Backwood-Killer wie man ihn sehen will
und Backwood-Slasher-Atmosphäre, wie es sich für Filme dieses Subgenre gehört.
Aber dennoch ist „Vor Morgengrauen“ etwas anders als seine Genrekollegen.
Regisseur Jeff Lieberman („Doctor Franken“ (1980), „Squirm - Invasion
der Bestien” (1976), “Satan's Little Helper” (2004)) hat mit wenigen
Mitteln und einem Standarddrehbuch einen Film geschaffen, der es zu den
besseren seines Genres gebracht hat. Und das, obwohl eine wichtige Komponente
zu kurz kommt. Auf Spezialeffekte der blutigen Art wird nämlich fast komplett
verzichtet. Bis auf eine Macheten-Szene gibt es für Freunde der
„Roten-Kunst“ nicht viel zu bestaunen. Daran merkt man schon, dass Lieberman
es nicht wie viele Regisseure gemacht hat, die einfach nur durch viel Splatter
unterhalten wollen. Lieberman setzt eher darauf, die 0815-Geschichte gut zu
erzählen und interessant zu gestallten. Natürlich nicht ohne typische
Logikbrüche zu begehen und das ein oder andere Mal etwas Langeweile aufgrund
von Dummdialogen zu erzeugen. Insgesamt betrachtet ist die Story aber ganz
klar eine der besseren.
Es wird eine gute Atmosphäre aufgebaut, die dank der Natur in einigen
Momenten ebenso beängstigend wie schön ist. Spannung ist in den meisten
Szenen auch vorhanden. Wenn es zur Sache geht, ahnt man zwar meist was
passiert, trotzdem ist ein gewisser Nervenkitzel vorhanden.
Darstellerisch wird einem solide
Durchschnittskost geboten, was in diesem Genre ja schon als positiver Aspekt
gewertet werden muss, da es nicht gerade Standard ist, richtige Schauspieler
vorweisen zu können, die nicht völlig übertrieben spielen. Als einzig
bekanntes Gesicht ist George Kennedy mit von der Partie. Kennedy hat in
zahlreichen Filmen wie unter anderem „Der Frauenmörder
von Boston“ (1968) oder auch „Creepshow - Kleine Horrorgeschichten“
(1987) vor der Kamera gestanden. Sein Auftritt in „Vor Morgengrauen“ ist
allerdings nur ein kleiner. Schade ist es, dass die Charakterisierung vernachlässigt
wurde. Klar, keiner interessiert sich für die Lebensgeschichte der Teenager,
vom Killer hätte man allerdings etwas mehr erfahren wollen.
Die alte, deutsche Videofassung des Films ist um
knappe 10 Minuten gekürzt. Diese 10 Minuten sind bei der DVD-Fassung von CMV
wieder hinzugefügt worden. Allerdings wurde keine Gewalt, sondern nur Dialoge
geschnitten. Diese sind nicht unbedingt notwendig, um den Film besser zu
verstehen, bieten aber durchaus interessante Einblicke in das
Zwischenmenschliche der Protagonisten, auch wenn die ein oder andere
Belanglosigkeit ausgetauscht wird. Zudem sieht man, wie dürftig die deutsche
Synchronisation ist, da die Szenen natürlich aus dem Original eingefügt und
mit Untertiteln versehen wurden.
„Vor
Morgengrauen“ ist sicherlich
nicht der Überslasher. Aber sicherlich einer der besseren Sorte und das,
obwohl er ohne viel Blut auskommt. Er ist durchaus ein Geheimtipp für Freunde
des Genre, die sich einfach mal wieder einen soliden Hinterwald-Slasher aus
den Anfängen der 80er Jahre zu Gemüte führen wollen. |
DVD
In Sachen Bild- und Tonqualität kann die DVD aus dem Hause CMV-Laservision
sicherlich nicht dem aktuellen Standard mithalten.
Wie auch? Der Film ist immerhin aus dem Jahre 1981 und man weiß nicht, wie
das Master ausgesehen hat. Was man geboten bekommt ist aber auf jeden Fall
besser, als wenn man sich ein altes Tape in den Rekorder legt. Das Material
wurde offensichtlich überarbeitet und ist in einem guten Zustand.
Als Extras gibt es einen sehr interessanten
Audiokommentar von Regisseur Jeff Lieberman, den Originaltrailer, einen
Trailer zu „Blue Sunshine“ der ebenfalls von Jeff Lieberman ist, eine
Bildergalerie und erweiterte Szenen. Die erweiterten Szenen dauern knapp 20
Minuten. |