| Spacer |
| Story |
|
Sophie
Liechtenstein will sich von Ehemann Clemens scheiden lassen, was ihn in
eine noch desolatere Situation bringt. Die Scheidung könnte er zwar
verkraften, weniger aber die Trennung von seinem Sohn. Zudem drücken
ihn berufliche Probleme zusehends in die Knie. Sein Chef Bukowski
bekommt noch eine Unsumme an Geld von ihm, was seinen Job schwer
gefährdet.
Auf der Flucht aus einer solchen Situation, die Clemens noch als
Tagtraum abhofft, will Clemens in seiner Wohnung in der Abgeschiedenheit
abspannen und sich mit ein paar Bier voll laufen lassen. Doch als er vor
seiner Wohnungstüre steht, bemerkt er, dass diese offen steht. Wie zu
erwarten ist, macht Clemens einen Schritt in die falsche Richtung… |
|
|
„Plan B“ kann durchaus als Phänomen
betrachtet werden. Er ist einer dieser Filme, nach deren Betrachtung man zum
Schluss kommt: „Den muss ich noch mal sehen“. Doch anders als bei Filmen
wie „Memento“, „Butterfly Effekt“ oder auch ähnlichen
Genrebeiträgen, die erst nach einem zweiten Betrachten mehr Klarheit bringen,
bringt „Plan B“ den Vorteil mit sich, dass es sich um einen Kurzfilm
handelt. Einen Kurzfilm von 12 Minuten Spielzeit, der in der österreichischen
Filmschmiede Independent-Works entstanden ist. Regisseur Vlado
Priborsky („Sophie“ „Valentin's
Tag“) hat hier etwas Besonderes geschaffen. Und das mit geringen Mitteln und
viel Aufwand. Auf vier
Drehtage kamen knapp 60 für den Schnitt.
Als Filmfan merkt man aber sofort, dass sich die Mühe geloht und Priborsky
seine Hausaufgaben gemacht hat. Er baut Elemente ein, die viele Amateur-Filmer
einfach vergessen oder nicht für wichtig erachten. Sensationelle Schnitte,
erstaunliche Kameraeinstellungen und gute Schock-Szenen lassen den Eindruck
entstehen, dass hier ein Profi am Werk ist. Auch die Musik klingt sehr
professionell. Priborsky ist zwar zum Zeitpunkt des Entstehens von „Plan B“
kein Profi (im finanziellen Sinn), er hat aber das beste Zeug dazu einer zu
werden. Das, was man in „Plan B“ sieht, wünscht man sich eigentlich auch
mal von den überbezahlten „Star-Regisseuren“ aus unseren Landen
respektive deren Anrainer zu sehen. Aber es ist ja oft so, dass Leute mit
frischen Ideen Eingeschlafenes wieder zum Leben erwecken. Und als Film-Fan
kann man nur hoffen, dass Priborsky ein solcher Regisseur werden
kann.
Weitere
Details zum Film selbst und seiner Handlung sollen an dieser Stelle nicht
weiter besprochen werden. Es reicht zu sagen, dass es sich bei „Plan B“ um
einen besonderen, besonders guten Film der andern Art handelt, der trotz
seiner Professionalität nie den Charme des Independent-Kinos verliert. Mit
seiner selbstständigen Art und der prickelnden Atmosphäre das wett macht,
was technisch im Argen ist (z.B. darstellerische Schwächen, Stilschwankungen)
und zudem zeigt, was man sehen will.
Wer sich einen genaueren Überblick verschaffen möchte, kann dies
dankenswerterweise auf der Homepage des Produktions-Teams machen. Unter dem
Link http://www.independentworks.at
gibt es die komplette Version
von „Plan B“ gratis zum Download beziehungsweise zum online gucken.
„Plan
B“ ist im Übrigen der Vorgänger des gelungenen „Sophie“ der Anfang
2008 der Öffentlichkeit vorgestellt wird und wurde berechtigterweise auch
schon mit Preisen ausgezeichnet: 3. Platz beim Ohne Kohle Filmfestival
2006 in der Kategorie "Best Of Austria 06".
Für Fans des Independent-Kinos ist „Plan B“ ein Muss. Und für Leute, die
auch mal unabhängige Filme machen wollen beziehungsweise ihren Horizont
erweitern wollen, ist „Plan B“ sicherlich der richtige Lehrfilm. |
|
Die DVD, die auf wenige Exemplare limitiert ist,
ist das mit Abstand Beste, was es wohl in Bereich der finanzlosen Erstellung
solcher Medien zu sehen ist. Bild und Ton sind absolut in Ordnung und das
Bonusmaterial extrem reichhaltig. An dieser Stelle zu kommentieren, wäre wohl
zu viel des Guten. Interessierten kann man nur empfehlen, sich auf der
Webseite des Films (http://www.independentworks.at/filme_plan_b.htm) zu
informieren. Da kann man das gute Stück dann auch für einen geringen Preis
erwerben. Hier die Übersicht der Extras:
- Making Of (mit Audiokommentar) - 20:39 Min.
- Soundesign (mit Audiokommentar) - 4:31 Min.
- Outtakes - 6:48 Min.
- Goofs (mit Audiokommentar) - 2:53 Min.
- Fotogalerie - 1:53 Min.
- Alternatives Ende - 1:07 Min.
- Interview mit Mario L'Ross - 11:15 Min.
- Interview mit Manfred Sarközi - 6:22 Min.
- Testaufnahmen mit M.L'Ross und M.Sarközi - 1:59 Min.
- Probeaufnahmen mit M. L'Ross - 2:33 Min.
- TV-Interview mit Vlado Priborsky - 5:59 Min.
- Preisgekrönter Kurzfilm "Nirgendwo" - 8:42 Min.
- "Valentin's Tag" - unveröffentlichte TV-Version - 2:02 Min.
- Artwork: "Valentin's Tag" - 1:19 Min.
- "Valentin's Tag" Kinotrailer - 1:38 Min.
- "Valentin's Tag" Werbetrailer - 1:17 Min.
- "Plan B" Kinotrailer - 1:23 Min.
- "Plan B" Kinoteaser - 1:40 Min.
- "Plan B" Teaser 2 - 0:52 Min.
- "Plan B" Teaser 3 - 0:52 Min.
- Easter Egg (Vlado vs. Vlado) - 0:42 Min.
Was mit dieser DVD abgeliefert wurde, ist wirklich sensationell. Da kann man
vor dem Macher und allen Beteiligten nur den Hut ziehen.
|