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In
der Schweiz liegt das besinnliche Dörfchen Marmorera. Am hiesigen
Stausee wird eines Tages eine junge Frau gefunden. Sie scheint schwer
verunglückt zu sein und wird umgehend in das nahegelegene Krankenhaus
gebracht. Als sie dort wiedererwarten erwacht, scheint sie nicht
sprechen zu können und keine wirkliche Identität zu haben.
Nach einigen Untersuchungen wird die junge Frau in eine Klinik für
psychische Störungen verlegt, wo sie weiter beobachtet wird. Simon
Cavegn hat die Aufsicht über die seltsame Frau und ist zunehmend
verwundert.
Die Verwunderung soll sich aber noch deutlich steigern, als es in
Marmorera zu einigen Todesfällen kommt und der Arzt direkte
Zusammenhänge erkennen kann. Die Fragen, mit denen er sich schon
länger beschäftigt, müssen unbedingt beantwortet werden... |
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Selbst als Vielgucker
wird man nicht sehr oft mit Filmen aus der Schweiz konfrontiert. Und wenn es
dann noch in die Richtung Mystery –Horror geht, kommt man quasi gar nicht
drum rum, sich das Werk anzugucken.
Nach dem Betrachten von „Marmorera“ muss man unweigerlich zum Schluss
kommen, dass die Macher sehr mutig waren. Hier wurde ein Film gedreht, der
sicherlich nicht für die große Masse bestimmt ist. Dafür ist er auf der
einen Seite zu „anders“ und auf der anderen zu unprofessionell in Szene
gebracht.
Regisseur
Markus Fischer, der einige Folgen „Tatort“ und einige weniger bekannte
Filme gemacht hat, hat ein Team um sich bestellt, dass in der Gesamtheit eine
eher mangelhafte Leistung abgibt. Keiner der Darsteller kann überzeugen.
Einige fallen sogar durch Nichtkönnen auf. Dazu kommt noch, dass der Film in
Hochdeutsch nachvertont wurde und man das immer wieder sehr deutlich sieht.
Und die Abteilung für visuellen Spezialeffekte hat gänzlich versagt. Was man
da zu sehen bekommt, ist schlechter als viele Animationen vieler
C-Produktionen. „Marmorera“ ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass der
Computer nicht für jeden Fortschritt mit sich bringt.
Und das ist sehr schade. Denn an sich bringt der Film eine sehr interessante
Story mit sich. Eine Geschichte, die vielschichtig, mysteriös und
unberechenbar ist. Dominik
Bernet verfasste die Vorlage zum Film, die sicherlich lohnenswerter ist, als
die tollpatschige filmische Umsetzung. Das Drumherum, um das mysteriöse
Mädchen, ist auf jeden Fall interessant, auch wenn man dem Geschehen nicht
immer problemlos folgen kann. Zu verwirrend geht es in einigen Szenen, gerade
gegen Ende, zu.
Den
Kameramann muss man da von allen Kritikpunkten freisprechen. Er schafft es,
schöne Bilder einzufangen. Besonders das Bergpanorama
ist eine Sichtung wert. Das und die interessante Geschichte sind aber nicht
genug, um einen guten Film hinzulegen. Es ist zwar schade, aber man muss
sagen, dass das Projekt technisch misslungen ist. Daher bleibt nur eine
Empfehlung für Fans der Schweiz und Extremgucker übrig. Sicherlich gibt es
eine Menge Filme, die schlechter sind, aber trotz einiger Auszeichnungen
(Internationale Woche des Fantastischen Kinos Málaga 2007. (Kategorie: Bester
Film und Beste Kamera) und Internationales Filmfestival Locarno 2007
(SUISA-Preis für die beste Filmmusik)) kann „Marmorera“ zu keiner Zeit
richtig überzeugen. |
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Auf der DVD gibt es
neben einer Trailershow den Originaltrailer in Schweizerdeutsch und Deutsch,
ein 13minütiges Making Of, welches mit interessanten Informationen daherkommt
und eine Fotogalerie. An Bild und Ton kann nichts wirklich bemängelt werden.
Den Umständen entsprechend bekommt man eine gute Qualität geboten.
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