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Sie
wollen Geister sehen:
Eine fünfköpfige Gruppe Teenager beschließt nach einem abendlichen
Zusammensein, bei einem Freund in Thailand, auszuprobieren, was der
Gastgeber vorschlägt. Denn er hat ein Buch, in dem 10 Arten beschrieben
sind, wie man Geister zu Gesicht bekommen kann.
Sie probieren eine der Riten aus und tatsächlich: Sie sehen Geister.
Zumindest Vier von ihnen. Angespornt von dem Erlebnis probieren sie
weitere Arten aus, die sie immer tiefer in die Welt der Geister zerren.
Als dann plötzlich, bei einem geisterhaften Versteckspiel, einer aus
der Gruppe verloren geht, scheint die Katastrophe im Gange.
Die Suchaktionen bleiben vorerst erfolglos. Die restlichen Jugendlichen
müssen nach Hause. Doch in Hongkong geht das Geisterspiel weiter. Zwar
taucht der verlorengegangene Freund nicht auf, dafür aber ein paar
unliebsame Geister, die anfangen leichten Terror zu verbreiten. Eine
Lösung muss her. Und diese kann nur lauten: Weitere der 10 Methoden
auszuprobieren... |
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Auch im Jahre 2005 hat es sich noch nicht
ausgegruselt. Zumindest was die Asia-Grusel-Welle mit ihren
Geistererscheinungen betrifft. Nach „The Eye“ und „The Eye 2“ kommt
nun „The Eye 10“ von den Pang-Brüdern auf den Markt. Die beiden in
Hongkong geborenen Regisseure haben nicht etwa Teil 3-9 vergessen, oder
übersprungen. Die 10 steht für die 10 Arten, auf die man im Film Geister
sehen kann. Der deutsche Titel „The Eye – Infinity“ ist aber dennoch
nicht so abwegig, da man als Betrachter bald wirklich den Eindruck gewinnen
kann, dass die Sache ins Unendliche geht.
Aber, man soll es kaum glauben, die Pang-Brüder haben sich etwas Besonderes
einfallen lassen, um den geneigten Betrachter bei Laune zu halten. Nämlich
Abwechslung. Aufgrund der erzählten Gesichten und Seitenblicke im Film, gibt
es immer wieder verschiedene Locations, verschiedene kleine Kurzgeschichten
und neue Handlungsstränge. Das ist für den Zuschauer nur vorteilhaft, da die
Langeweile so kaum eine Chance hat sich breit zu machen. Zudem haben die
Regie-Brüder offensichtlich mal etwas ganz Neues in Betracht gezogen. Sie
haben in einige Szenen Humor eingemischt. Das scheint zwar aufgrund der
Thematik nicht zu passen, funktioniert aber ausgezeichnet. Der Humor ist
dezent und passend platziert. Es kommt also nicht zu einem Gag-Feuerwerk nach
dem anderen. Was dem Film und seiner Atmosphäre natürlich gut tut.
Denn letztere ist ohnehin nicht so prall wie in
vergleichbaren Filmen. Da liegt nicht zuletzt daran, dass alles etwas billig
wirkt. Nicht überzogen, die finanziellen Mittel scheinen aber nicht die
allergrößten gewesen zu sein. Es wurde viel im Studio gedreht, was man
deutlich sieht. Aber die Regisseure machen etwas da raus. Mit guten
Kameraeinstellungen, einem, stellenweise, brachialen Sound und runden
Geisteranimationen machen sie einige schlechte optische Eindrücke wieder
wett. Schade ist nur, dass nicht mehr Schockeffekte eingebaut wurden. Die
fehlen doch merklich.
Ein weiteres Problem des Streifen ist, dass er zwischen der Mitte und dem Ende
in ein kleines Stimmungsloch fällt. Höhepunkte und Neues gibt es hier nicht
mehr und er schleppt sich über einige Minuten bis zum Finale, wo die
Stimmungskurve wieder leicht nach oben geht. Auch die jungen Schauspieler
machen nicht in jeder Szenen einen guten Eindruck, gerade wenn es darum geht,
schwierige Szenen darzustellen.
Aber das kann alles nicht darüber hinwegtäuschen, dass „The Eye –
Infinity“ gut funktioniert. Zumindest für eine kurzweilige Unterhaltung.
Einem Vergleich mit seinem ursprünglichen Vorgänger hält er zwar nicht
stand, für Leute ohne große Ansprüche sollte das aber kein Problem
darstellen, da er in seiner besonderen Eigenständigkeit sehr gut unterhält
und sehr abwechslungsreich ist. |
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Bei
der soliden DVD aus dem Hause E-M-S gibt es neben einigen Trailern folgendes
Material unter dem Menüpunkt „Specials“ zu finden: Ein Making Of, „Die
10 Begegnungen“ und Originaltrailer. Das Making Of sowie „Die 10
Begegnungen“ sind mit deutschen Untertiteln versehen und dauern jeweils acht
Minuten. Das ist zwar nicht viel, aber durchaus ausreichend.
Etwas besser sind da schon Bild und Ton. Die können sich sehen lassen. Sie
spiegeln den heutigen Soll-Standard wieder.
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