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In
einem Forschungslabor wird der Tod untersucht. Wissenschaftler beschäftigen
sich mit Hirnströmen und versuchen, die kürzlich Verstorbener wieder
zu aktivieren. So wollen sie Informationen über den Sterbevorgang
sammeln. Als einer der Forscher einem frisch Verstorbenen ein Serum
spritzt, macht dieser kurze Zeit später eine seltsame Verwandlung
durch: Er wird zum lebenden Toten.
Nachdem der Untote zwei Wissenschaftler mit in den Tod gerissen hat und
diese nun auch als lebende Leichen umherlaufen, fliehen die Zombies aus
dem medizinischen Institut.
Nicht weit entfernt macht sich eine Gruppe junger Gothic-Fans auf, um
auf einem Friedhof und der anliegenden Grillhütte zu feiern. Sie
staunen nicht schlecht, als die Untoten ihnen einen Strich durch ihre
Rechnung machen wollen.
Sie haben keine Wahl: Sie müssen den Kampf aufnehmen. Als es gerade
recht gut für die schwarzen Grill-Freunde aussieht, kommt es zu einer
weiteren Begegnung mit Zombies. Eine verunglückte Klasse steigt aus
ihren Gräbern. Und deren Blutdurst scheint nicht stillbar zu sein. |
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Das
neue Werk von Amateurfilm-Regisseur Marc Rohnstock darf als weiterer Schritt
in die richtige Richtung bewertet werden. Nach seinem Debüt „Dungeon Of
Evil“ kommt nun mit „Graveyard Of The Living Dead“ eine filmische
Weiterentwicklung auf den Bildschirm, die sich Freunde des No-Budget-Films
nicht entgehen lassen sollten.
Die erzählte Gesichte ist, genretypisch, schlicht gehalten und kommt ohne erwähnenswerte
Höhepunkte aus. Immerhin hat man sich die Mühe gemacht, nicht nur an einem
Drehort zu verharren, was für den Zuschauer natürlich positiv ausfällt.
Ganz zu Beginn hat man zwar schlimmste Befürchtungen, da die gelesenen Worte
des Wissenschaftlers etwas stockend und wenig professionell aus den Boxen dröhnen,
dieser Eindruck legt sich dann aber gänzlich. Gerade weil es immer etwas zu
sehen gibt und sich langgezogenen Passagen in Grenzen halten. Nach der
Laborszene und vor dem Finale wird zwar etwas Fahrt aus dem Film genommen,
dass kann man aber locker verkraften.
Auffällig
sind die guten schauspielerischen Leitungen von Marc und in der Anfangsphase auch von Lars Rohnstock. Hier
scheint ein natürliches Talent vorhanden zu sein, welches dem Film sehr gut
tut. Der Rest der Darstellercrew dümpelt so ein bisschen vor sich hin. Für
eine kleine Amateur-Produktion sind die gezeigten Leistungen aber völlig in
Ordnung.
Ebenso
(gewollt) auffällig ist der Einsatz von Kunstblut und Gedärmen. Dies macht
den Film zu einem richtigen Gore-Movie. Es spritzt wirklich an allen Ecken und
Enden. Die Kunstblut-Anrührer sind beim Dreh sicherlich ordentlich ins
schwitzen gekommen. Aber der übermäßige Einsatz von rotem Saft ist
selbstverständlich auch dienlich bei einem Film dieses Subgenre. Denn wenn es
splattert, wenn Puppen auseinander genommen werden und Gedärme zum Verzehr
freigegeben sind, bleibt dem Betrachter keine Zeit, sich ermüdet dem
Bildschirm abzuwenden.
Die Effekte kann man als gelungen bezeichnen. Sie wirken natürlich nicht völlig
authentisch, aber das darf keinen wundern. Das Effekte-Team hat auf jeden Fall
einen guten Job gemacht. Die Zombiemasken sind vielleicht etwas anders als in
anderen Filmen, dafür rückt man aber auch ein wenig von den typischen
Zombiemerkmalen ab. Passt also.
Die Dialoge sind recht gut ausgearbeitet, was darauf deuten lässt, dass man
sich bei der Erstellung des Drehbuches Mühe gegeben hat. Hier und da wird
vielleicht etwas zu sehr auf Gossensprache zurück gegriffen und der ein oder
andre Dialog erzählt mehr, als das es nötig wäre, im Großen und Ganzen
kann man aber auch hier sagen, dass das Gehörte okay ist. Gerade auch weil
stellenweise ziemlich coole Musik aus den Boxen strömt. Wer Punk oder Metal
mag wird hier auf jeden Fall richtig gut bedient.
Nicht ganz so okay ist dagegen der Kurzauftritt von Independent-Regisseur und
Nachwuchs-Rapper Timo Rose. Da der Trashfaktor im übrigen Film recht klein
gehalten wird, respektive gar nicht vorkommt, kann der Auftritt Roses für
etwas (ungewollte?) Erheiterung sorgen. Da dieser Moment aber wirklich kurz
ist, kann er den Gesamteindruck des Films nicht schmälern.
Vielleicht dauert „Graveyard
Of The Living Dead“ ein paar Minütchen zu lange, eine Konzentration der
Ereignisse hätte den Film sicherlich noch etwas kurzweiliger gemacht. Aber
man muss schlussendlich resümieren, dass „Graveyard Of The Living Dead“
ein guter Film aus dem deutschen Amateur-Lager ist. Das Film-Team hat sich
sichtlich alle Mühe gegeben, etwas ordentliches auf die Beine zu stellen. Und
das ist ihnen gelungen. |