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Hier
kommt mal wieder ein Horror-Film mit sehr innovativen Momenten daher. „The
Signal“ ist weit weg vom Einheitsbrei, der sonst so häufig über den
Bildschirm flimmert. Hier wurden drei Regisseure zusammengeholt, um eine
Thematik zu verfilmen. Jeder hat ein Drittel Spielzeit zu Verfügung um seine
Sicht der Dinge zu präsentieren. Heraus kommt dabei ein abwechslungsreiches
Stück Film, welches nach der Betrachtung sicherlich länger als fünf Minuten
im Gedächtnis bleibt.
Die erzählte
Geschichte gibt an sich nicht sonderlich viel her: Die Stadt wird von mysteriösen
Signalen heimgesucht welche die Einwohnern in aggressive Monster verwandelt.
Auf Menschenbasis. Was hier quasi der grausamsten Form entspricht. Niemand ist
vor niemanden sicher. Niemand erkennt auf den ersten Blick, ob sein Gegenüber
eine Gefahr darstellt. Dies sorgt für einige spannende Momente. Abwechslung
gibt es auch. Und das nicht zu knapp. Trotz der schlichten Geschichte gibt es
sich stets veränderbare Momente. Gerade weil drei grundverschiedene Leute das
Regie-Zepter geschwungen haben. Nach einem durch und durch ernsten Anfang wird
es auf einmal komödiantisch und dann wieder ensthaftiger. Diese Mischung ist
zugegebenermaßen exklusiv, hat aber etwas für sich, da man so etwas noch
nirgends anders gesehen hat.
Besonders
auffällig sind auch die Spezialeffekte und die damit verbundene Härte im
Film. Hier geht es mächtig zur Sache. Ultrabrutal und unbarmherzig. Die
Effekte können sich dabei sehen lassen. Vielleicht ist die „Kopf im
Schraubstock“-Szene etwas daneben, auch wenn sie technisch gut gelungen ist.
Und über die Masken kann man nur lobenden Wörter verlieren. Es gibt zwar
keine Zombies oder etwas vergleichbares, die Darsteller müssen ihr Leiden
aber blutig im Gesicht und am Kopf präsentieren.
Das
Leiden kann man den Darstellern gut abkaufen. Es gibt keinen einzigen, der
negativ auffällt. Und da es allesamt recht unbekannte Gesichter sind, sind
ihre Leistungen umso positiver zu bewerten. Zu zwei Dritteln gilt das auch für
die Regie-Crew. David Bruckner und Dan Bush liefern mit „The Signal“ ihre
erste Arbeit ab, für Jacob Gentry ist es nach „Last Goodbye“ der zweite
Film, der für positive Schlagzeilen sorgt. Da kann man nur inständig hoffen,
dass man von allen Beteiligten in naher Zukunft noch mehr zu sehen bekommt.
„The
Signal“ setzt sich durch die drei verschiedenen Herangehensweisen der
Regisseure von anderen Filmen ab, auch wenn es hier und da Parallelen zu
Endzeit-Zombiefilmen wie beispielsweise „28 Days Later“ gibt. Die drei
Transmissionen haben alle etwas für sich. Schade ist nur, dass die erste die
vermeintlich beste ist und das Guckvergnügen so nicht auf dem gleichen, Level
gehalten wird. Aber das Level ist trotz einiger Abschwächungen extrem hoch.
„The Signal“ ist „Morde und Totschlag“ auf höchster
Unterhaltungsebene und lässt aufgrund zahlreicher unbeantworteter Fragen auf
ein Sequel hoffen. |