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In der
Vergangenheit war Robert Keppel ein gefragter Profiler. Ihm gelang es,
den berüchtigten Serienmörder Ted Bundy dingfest zu machen. Danach
ließ er es im Job ruhiger angehen, da er merkte welchen Belastungen er
sich und seiner Familie aussetzte. Doch die Erfahrungen über die
Abartigkeiten menschlicher Seelen, kann er nicht mehr aus seinem
Gedächtnis verdrängen.
Als
am Fluss "Green River", nahe Seattle, mehre Frauenleichen
entdeckt werden, wird Jung-Polizist Dave Reichert, zu seinem eigenen
Erstaunen, mit dem Fall beauftragt. Da er noch recht grün hinter den
Ohren ist, bittet er Robert Keppel zu Hilfe. Dieser sagt nach leichtem
Zögern zu. Eine Weile vergeht, ohne dass die Gesetzeshüter große
Fortschritte machen. Dann bekommen Reichert und Keppel plötzlich ein
nicht zu erwartendes Angebot per Post. Kein geringerer als Ted Bundy
bietet sein Fachwissen aus der Todeszelle, in Florida, heraus an, um den
"Green River Killer" zu überführen. Natürlich macht Bundy
dies nicht, ohne sich davon einen lebensrettenden Vorteil zu
versprechen... |
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„The Riverman“ ist keine authentische
Wiedergabe eines Falles, sondern vielmehr die Erfindung zweier Autoren, die
ein "was wäre wenn" Szenario durchgespielt haben, falls die Hilfe
von Ted Bundy, der damals wirklich aus der Todeszelle heraus Tipps geben
wollte, angenommen worden wäre.
Das die geschichtliche Verschmelzung zwei der
berühmtesten Serienmörder zu einem sehr interessanten Thema werden würde,
muss den Schreibern gewiss gewesen sein. Und tatsächlich ist die Thematik
alles andere als uninteressant, auch mit dem Hintergrund, das alles nur
Fiktion ist. Ted Bundy machte in den 70er Jahren auf sich aufmerksam, in dem
er mindestens 36 Frauen umbrachte. Er galt als höchst intelligent und
charmant. Ende der 70er Jahre wurde er gefasst und zum Tode verurteilt. Die
Identität des "Green River Killer" ist im Gegensatz zu Bundy schon
etwas unbekannter. Anfang der 80er Jahre wurden
knapp 50 Frauenleichen am "Green River" gefunden, ein dringend
Tatverdächtiger konnte aber viele Jahre nicht gefunden werden. 2003 wurde
Gary Leon Ridgway dann dank einer DNA-Analyse als Mörder ausfindig gemacht.
Der TV-Film, des
Regisseurs Bill Eagles, dürfte wohl nicht allzu viel gekostet haben
und schafft es dennoch seine Wirkung zu erzielen. Zu Beginn werden dem
Zuschauer zwar noch verschiedene Szenarien an verschiedenen Orten
präsentiert, die hohe Frequenz an verschiedenartigen Aufnahmen nimmt im
Verlauf aber deutlich ab. Alles spitzt sich auf die Person des Theodore Bundy
zu, die unaufhaltsam in den Mittelpunkt rückt. Und das ist es prinzipiell,
was der geneigte Betrachter in einem Film über einen, in diesem Fall
natürlich zwei, Serienmörder sehen will. Action, Blut und Härte geraten
immer zu Nebensache, wenn versucht wird die Psyche eines solchen Psychopathen
zu durchleuchten oder man versucht sein abnormes Handeln nachzustellen.
The Riverman“,
basiert auf dem gleichnamigen Buch „The Riverman: Ted Bundy And I Hunt For
The Green River Killer“, und versucht auf beeindruckende Art und Weise diese
Thematik zu durchleuchten, die so ja quasi nicht stattgefunden hat. Alles
wirkt aber dennoch authentisch und bei Geständnissen von Ted Bundy kann einem
schon mal ein dicker Kloß im Hals anwachsen. Es ist natürlich auch nicht
alles frei erfunden, da Kriminologieprofessor Robert Keppel nicht nur für die
Verhaftung Bundys zuständig war, sondern auch Autor des Romans ist. Wie hoch
der Wahrheitsgehalt der im Film verwendeten Interviews ist, kann nur erahnt
werden, aber sicherlich ist die Realität nicht weit weg von dem
Gezeigten.
Da Regisseur
Bill Eagles nicht die Chance hat einen vernünftigen Spannungsbogen zu
kreieren und auch keinen Wert auf eine dichte
Atmosphäre legen muss, beschäftigt er sich im Laufe des Films mit visuellen
Aktionen. Dazu gehören unnatürliche Farbmischungen, trübe sowie unscharfe
und absichtlich verwackelte Bilder. Ihm gelingt es damit die Thematik des
Films zu unterstreichen. Gelungen ist im das, es ist aber schon etwas
auffällig, dass nicht alles allzu sehr professionell wirkt.
Für die Darsteller,
allen voran Bundy Darsteller Cary Elwes ("Saw"), gilt ähnliches, da
die gespielten Leistungen zwar gut, aber nicht durch und durch professionell
sind. Gerade der angesprochene Darsteller versteht es nicht, die
psychopathische Seite des Serienmörders in den Kasten zu bringen. Er spielt
den stets smarten Schönling, von dem keinerlei verstörender Moment ausgeht.
Bei dem anderen Protagonisten, Bruce Greenwood, sieht dass dann schon etwas
besser aus, wenngleich die Rolle des Kriminalprofessors ungleich leichter zu
spielen ist.
Alles in allem muss
man aber zum Schluss kommen, dass die positiven Aspekte bei "The Riverman"
deutlich überwiegen. Vorausgesetzt natürlich, man interessiert sich für die
Thematik des Serienmords. Zuschauer, bei denen das nicht der Fall ist,
könnten schnell gelangweilt werden, doch für Interessierte ist der Film
sicherlich ein Genuss, auch wenn der Film fernab der Realität spielt.
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