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Schlaftherapeut
Dr. Michael Strother hat sich darauf spezialisiert, den Leuten mittels
Hypnose das Rauchen abzugewöhnen. Bei einer Sitzung mit Polizistin
Jante Losey bemerkt diese, wie weit Strother in die Gedankenwelt seiner
Patienten eindringen kann. Daraufhin drängt sie den Amerikaner,
Scotland Yard bei den Ermittlungen gegen einen Serienkiller zu
unterstützen.
Strother soll einem Mädchen Informationen entlocken. Über den
Tatoo-Mörder, der kleine Kinder entführt und tötet und ihnen sein
eignes Blut injiziert. Sie war selbst Opfer, konnte aber entkommen.
Strother kann schon bald die Fährte des Killers lesen. Er taucht in die
geheimnisvollen Visionen des Kindes ein. Es scheint nur eine Frage der
Zeit, bis der Serienmörder dingfest gemacht werden kann. Doch der
Tatoo-Mörder ist nicht so ahnungslos, wie man es annehmen darf… |
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Ebenso
seltsam wie der gewählte Titel, ist der englische Genre-Beitrag „Doctor
Sleep“. Ein Film, dem ein recht üppiges Budget von 10 Millionen Dollar zur
Verfügung stand, der aber nur einen Bruchteil wieder einspielte. Warum das so
ist, wird nach der Betrachtung deutlich. Im Film geht es nur begrenzt um
Schlaftherapeut Dr. Michael Strother. Es geht um die Jagd auf einen
merkwürdigen Serienkiller, mit allem, was dazugehört.
Zumindest Nick Willings Meinung nach. Der Regisseur, der zuvor weniger
horrororientierte Filme geschaffen hat („Der Elfengarten“, „Alice im
Wunderland“ und „Jason und der Kampf um das goldene Vlies“) packt vieles
in den Streifen rein und vergisst dabei, sich um die Details zu kümmern. Es
gibt mehrere Handlungsstränge, die in ihrer Gesamtheit keine Einheit bilden.
Die den Zuschauer ablenken. Ihn verwirren und ihn nicht selten der Langeweile
aussetzen, da das Erzähltempo inkonstant ist. Quälend lange Dialoge werden
zum Besten gegeben, die oftmals inhaltslos sind.
Gut, aus der Sicht des Horrorbegeisterten, sind lediglich die Einschübe um
und mit dem Killer. Anders als man es aus anderen Filmen kennt. Neu, leicht
unlogisch, aber gut zu betrachten. Hier fällt allerdings auch am deutlichsten
auf, dass Nick Willing sind nicht mit Details beschäftigt. Wenn man zum
Beispiel sieht, wie jemand bei einem okkulten Foltervorgang auf einem mit
Symbolen bemalten Tisch liegt und dieser nicht düster, schmutzig, mit
Splittern versehen, blutig oder angekokelt ist sondern aussieht, als wäre er
frisch aus dem Baumarkt, kann keinerlei Atmosphäre entstehen. Und das ist nur
ein Beispiel. Der Film wirkt zu starr, zu steril, zu unwirklich. Zumindest
für einen ordentlichen Horror-Reißer. Und er lässt einige Fragen
unbeantwortet. Als Beispiel hierfür die Frage nach den Tatoos, woher der
Serienmörder seinen Namen bezieht.
Die Darsteller haben damit zu kämpfen, dass ihre Rollen oberflächlich
angelegt sind. Goran Visnjic (bekannt als Dr.
Luka Kovac aus „Emergency Room“) meistert
seine Rolle als Dr. Michael Strother noch mit am besten. Negativ fällt die
aus „Trainspotting“, „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“ und
„Harry Potter“ bekannte Shirley Henderson auf. Sie wirkt völlig
unmotiviert und spielt absolut hölzern. In Sachen Splatter & Gore bekommt
man nicht allzu viel zu sehen. Was bei einem Streifen dieser Art aber nicht
weiter stört.
Da bleibt also nicht viel Positives. Und wenn man sowohl die guten als auch
die schlechten Teile auf eine Waage legt, neigt die sich recht klar auf die
„schlechte“ Seite. Oben liegen die wenigen Momente mit dem Mörder und
einige spannende bzw. okkulte respektive übersinnlichen Höhepunkte. In der
unteren Schale liegen die Darsteller, die fehlende Spannung, Atmosphäre, die
oftmals falsch eingesetzte Akustik, große Teile der Story sowie Dialoge und
ganz oben drauf die Langweile. |