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| Story |
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Durch
einen Autounfall, den ihr tyrannisierender Vater unter Alkoholeinfluss
verursacht, verletzt sich Marion schwer am Bein. So schwer, dass sie
sogar eine Blutinfusion benötigt. Da sie eine extrem seltene Blutgruppe
besitzt, bekommt sie das Blut eines inhaftierten Psychokillers, was sie
natürlich nicht weiß.
Nachdem sie wieder einigermaßen auf den Beinen ist, dank Krücke und
Schiene, leidet Marion an Alpträumen. Paul
Foley taucht in ihnen auf. Und tötet. Sie weiß allerdings nicht, wer
Paul Foley ist und das er der wahnsinnige Blutspender ist. Wie sich
später herausstellen soll, sind ihre Alpträume nicht ganz so fiktiv,
wie sie es annimmt. |
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“Guten
Abend, gute Nacht, mit Rosen bedacht…“ so schallt es einige Male aus den
Boxen, beim Betrachten des Trash-Klassikers „Blood Song“. Ein irrer
Killer, mit Kindheitstrauma und Flöte spendet neben musikalischen Einlagen
Blut, das ihn dann in direkten Kontakt mit einem leidenden Mädchen bringt.
Toll oder? Da haben die Drehbuchschreiber mal etwas Kurioses aus dem Hut
gezaubert. Potential hat das Ganze auf jeden Fall und da es sich bei der DVD
um eine aus dem Hause CMV und der dazugehörigen Trash-Collection
handelt, sollte lustige Unterhaltung garantiert sein.
Dem ist dann aber leider nicht wirklich so. Der Film ist sehr langweilig
inszeniert und verfügt nur über wenige filmtechnische Höhepunkte. Für
einen unterhaltsamen Slasher zu wenige. Aber da gibt es ja noch den
Trash-Faktor. Dieser wird ganz besonders von der völlig missratenen deutschen
Synchronisation getragen. Einige Stellen sind so schlecht, dass man um ein
lautes Lachen nicht drum rumkommt. Es gibt Dialoge, die völlig frei von
jedwedem Sinn sind und Stimmen, die zu allem passen, bloß nicht zu der
Person, aus deren Mund sie kommen. Sonst gibt es allerdings nur wenig zu
lachen.
Die Figuren sind inhaltslos gezeichnet und interessieren eigentlich kaum.
Selbst die Hauptdarsteller. Was bei dem Killer natürlich schade ist. Man
sieht am Anfang, wie sich das Übel andeutet. Dann erfährt man aber herzlich
wenig über die Psyche des Flöten-Killers. Nur, dass er Probleme damit hat,
wenn jemand Witze über seine Flöte reißt… Bei all dem fallen die
Darsteller nicht richtig ins Gewicht. Marion wird von Donna Wilkes („Der
weiße Hai 2“) passabel gespielt. Gleich gilt für Frankie Avalon, der
die Rolle des Paul Foley zum besten gibt.
Effekttechnisch bekommt man auch nicht gerade sehenswertes geboten. Slasher
bieten ja oft das Phänomen, das sie die immer gleiche Geschichte erzählen
und nur durch blutige Effekte zu Höhepunkten kommen. Aber selbst das ist hier
nicht der Fall. Es gibt lediglich ein paar Vorher-Nachher-Szenen. Sprich: Die
Axt holt aus, Cut, die Axt steckt im Kopp. Hier gibt es nicht viel
Sehenswertes. Selbst im Sägewerk, ein größerer Auftritt wo dann endlich mal
Spannung aufkommt, kann das reichlich vorhandene Gerät nicht für derbe
Splatter-Kost genutzt werden. Auch ein paar Computer-(?) Animationen beim
Schnitt sind nicht gerade ein Hingucker. Sie erinnern vielmehr an schlechte
C64 Animationen.
Kurzum: „Blood Song“ ist nicht mehr als ein unbedeutender Genre-Beitrag,
der im Fahrwasser der 80er Jahre Slasher-Welle schwimmt. Mit wenig Mitteln und
wohl ebenso wenig Mühe hat man einen filmischen Schnellschuss hingelegt, dem
es an Höhepunkten fehlt und dessen Geschehen belanglos vor sich hin
plätschert. Von daher begrenzt sich die Zielgruppe auf diejenigen, die mit
Slasher-Trash oder auch dem Slash-Trasher etwas anfangen können und Leute,
die auf indizierte Filme stehen. Warum „Blood Song“ aber auf die Liste
gesetzt wurde, bleibt, wie bei so vielen andern Streifen, schleierhaft. |