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Jungregisseur
Markus Hagen hat schon in der Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht. Mit
dem 2004 erschienenen „Dealy Nam“ schuf er den „ersten norddeutschen
Vietnam-Film“. Der weniger trashig und viel professioneller war, als man das
annehmen durfte. 2007 folgte dann „City
Kill - Rechnung in Blei“, eine Actionparodie der amerikanischen Genre-Filme
und –Serien der 80er Jahre. Nun hat er sich Markus Hagen ein neues
Projekt in Aufgabe gestellt. Einen dreiteiligen Episoden-Film. Angeführt vom
Horror-Thriller „The Loss“ über den Science-Fiction-Horror-Film
„Soilworm“ und schließlich den Mystery-Film „The Seer“ soll
hier ein großes Projekt geschaffen werden.
„The Loss“ ist also der erste Teil, der mit 12 Minuten auch der mit
Abstand kürzeste ist. Sicherlich nicht die schlechteste Idee, da Horror-Filme
ja meist den Nachruf haben, storytechnisch nicht allzu viel zu transportieren.
Und das oft völlig zurecht. In „The Loss“ zeichnet sich das ähnlich ab.
Die ersten Minuten befassen sich mit der Bekanntmachung von Location und
Personen. Es wird einem vermittelt, sich irgendwo in den Staaten zu befinden,
was der Stimmungssteigerung durchaus dienlich ist. Zu Charakterisieren gibt es
nicht viel. Bei einem 12minüter verlagt dies aber auch niemand. Man sieht die
beiden Darsteller, wie sie sich der frischen Liebe hingeben.
Dann kommt quasi der Wendepunkt der Geschichte. Spannung entseht und die
Atmosphäre verdichtet sich. Auch die sehr gute Musik verändert ihre Klänge.
Hier wurde höchst professionell gearbeitet. Es entsteht sowieso der Eindruck
von Professionalität, was bei No- respektive Low-Budget Produktionen aus
unseren Landen ja nicht immer die Regel ist. Es wurde mit Profi-Equipment
aufgezeichnet und mit Daniel Flügger hat man sich einen fähigen Kameramann
ins Boot geholt.
Die Darsteller sind recht passend gewählt. Lediglich Laila
Maria wirkt etwas überfordert, wenn sie gefordert wird. Und das wird sie. Die
aus Film und Fernsehen bekannte Darstellerin macht die fehlenden
dramaturgischen Leistungen aber durch ihre optischen Vorzüge wett. Die beiden
männlichen Rollen sind kaum zu kritisieren. Mario
Zuber und Samuel Müller machen
einen soliden Job. Alexia
von Wismar als vierte und letzte Beteiligte, hat nur
einen Kurzauftritt. Sie soll im nächsten Teil eine tragende Rolle spielen.
Man darf sowieso auf das Folgende gespannt sein, da keinerlei Zusammenhänge
zu erkennen sind. In „Soilworm“
soll es ja um einen körperfressenden Wurm gehen...
In „The Loss“ geht es um Verlust. Wer sich allerdings erhofft, dass
es sich um den Verlust von Körperteilen, also um Spezialeffekte der blutigen
Art, handeln müsste, könnte hier enttäuscht werden. Es gibt zwar blutige
Effekte, die aber verhältnismäßig eingesetzt und wohldosiert auf den
Bildschirm gebracht werden. Die Zeiten, in denen unabhängigen Produktionen
nur das Ziel hatten, durch literweise Blut und schlechte Zombie-Masken zu
schocken, sind zum Glück vorbei. Markus Hagen hat hier einen ernsthaften Film
kreiert, der aufgrund seiner Kürze zwar kein Überfilm ist und nicht in den
Himmel gelobt werden kann, der aber filmisches Talent erkennen lässt. Und das
deutlich.
Freuen wir uns also schon mal auf 2009, dann soll der Episodenfilm fertig
gestellt sein. |
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Die
DVD macht ebenso einen proffessionellen Eindruck wie der Film selbst.
Lustigerweise wird die DVD als Mini-DVD
(8cm Durchmesser) angeboten. Das gute Teil kommt mit 62 Minuten Bonus-Material
daher und ist streng limitiert. Lediglich 100 durchnummerierte Stücke werden
vertrieben. Wenn sich das rumspricht, muss wohl bald eine neue Auflage folgen.
Auf der DVD befindet sich der Audiokommentar
des Regisseurs, der original Trailer, eine Trailershow und der Bonusfilm „Ex
Again“ von Kameramann Daniel
Flügger. Zudem gibt es noch ein vierseitiges
Booklet mit zusätzlichen Informationen. Bild- und Ton sich nicht zu bemängeln.
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| Informationen |
| Spacer |
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| Drehland |
Deutschland |
| Drehjahr |
2008 |
| Laufzeit |
ca. 13
Minuten |
| Regie |
Markus
Hagen |
| Darsteller |
Laila
Maria
Mario Zuber
Samuel Mueller
Alexia von Wismar
u.a. |
| Spacer |
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| Bild |
2,35:1
(anamorph/16:9) |
| Ton |
DD2.0 |
| Sprachen |
Deutsch |
| Untertitel |
Deutsch,
Englisch, Französisch, Russisch, Italienisch, Spanisch,
Niederländisch |
| LC |
2 |
| FSK |
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| Bewertung |
| Spacer |
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| Splatter |
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| Spannung |
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| Story |
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| Ekelfaktor |
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| Atmosphäre |
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| Tonqualität |
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| Bildqualität |
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| Zusatzmaterial |
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| Spacer |
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| Gesamteindruck |
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