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| Story |
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Ami
und ihr Bruder Yu leiden sehr unter dem Verlust ihrer Eltern.
Sie haben sich das Leben genommen, nachdem sie des Mordes
bezichtigt wurden. Ami versucht die Elternrolle zu übernehmen,
was für ein junges Mädchen aber nicht gerade einfach ist.
Das Yu ernsthafte Probleme mit einem Schulkameraden hat,
bemerkt Ami zu spät. Der Sohn eines hiesigen Yakuzaführers
bringt ihn um.
Ami schwört Rache, wird bei ihrem Vergeltungsversuch aber
gefangen genommen und gefoltert. Nur mit Glück kann sie aus
den Fängen ihrer Peiniger entkommen. Sie kehrt schwer
verletzt bei den Eltern des Freundes ihres Bruders ein, der
ebenfalls getötet wurde und wird wieder gesund gepflegt
beziehungsweise vervollständigt. Mit einem neuen Arm, der
eine schwere automatische Waffe ist und ein bisschen Training
ist sie nun bereit zum Rachefeldzug gegen einen übermächtigen
Gegner... |
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Heutzutage
ist es offensichtlich nicht mehr ein so großes Problem, wenn man im
Film-Kampf oder sonst wo ein Körperteil verliert. Dies zeigte
zuletzt „Planet Terror“ und nun versucht Regisseur Noboru Iguchi
die japanische Antwort in seinem Fun-Splatter-Streifen „The
Machine Girl“ zu vermitteln. Herrlich überzogen wird dem
geneigten Betrachter darin die ungewöhnliche Geschichte eines
jungen Mädchen erzählt, dass auszog um ihre Gegner in Gehacktes zu
verwandeln.
Dies wird bereits zu Beginn klar, wo dem sicherlich überraschten
Betrachter das erste von einigen Gemetzeln präsentiert wird. Für
Fragen nach dem Warum und Wieso bleibt keinerlei Zeit. Keine Zeit um
den Sinn oder die Ernsthaftigkeit zu hinterfragen. Letzteres wird
dann aber dennoch geklärt. Das Geschehen ist dermaßen überzogen,
sogar comicgleich, dass einem um die Situation bewusst wird: Zurücklehnen,
Hirn abschalten und genießen.
Die Tatsache, dass die Geschichte nicht viel hergibt und in wenigen
kurzen Sätzen wiedergegeben werden kann, stört da kaum. Man hat
sich weder die Mühe gegeben, irgendwelche Verflechtungen einzubauen
oder die beteiligen Rollen mit Leben zu füllen. Warum auch? Was der
Film will ist splattern. Und das macht er.
Es kommen Dinge zum Einsatz, die genau in so einen Streifen gehören:
Kettensäge, Wurf-Guillotine, Schwerter, Ninja-Sterne, eine dicke
Wumme, Nägel, eine Friteuse und so weiter und so fort. Das
Kunstblut scheint dabei förmlich aus dem Betrachtungsgerät zu fließen.
Wenn nötig gibt es die Kampfszenen natürlich auch in Zeitlupe
oder, unnötigerweise, als CGI. Diese Animationen sind nicht ganz
gelungen, da der Film aber völlig überdreht ist, kann man ganz gut
damit leben. Die anderen FX sind aber gut. Sehr sehenswert bei der
Betrachtung der ungeschnittenen Fassung.
Ebenfalls sehenswert ist die Hauptdarstellerin. Optisch nett
anzusehen und mit schauspielerischem Talent gesegnet. Viele ihrer
Mitstreiter spielen, der Lage entsprechend, etwas überzogen. Dies
macht eine Gesamtbewertung natürlich nicht einfach. Prinzipiell
kann man aber sagen, dass man das schauspielerische Geschehen gut
beobachten kann.
„The
Machine Girl“ funktioniert auf die Art, wie er funktionieren will
sehr gut. Man muss sich nach der Betrachtung allerdings zugestehen,
dass nicht alles so witzig rüberkommt, wie es wahrscheinlich rüberkommen
soll. In vielen Szenen vermisst man den Spaß. Es wird vielleicht
sogar etwas zuviel geprügelt. Hier hätte eine bessere Abstimmung
sicherlich gut getan.
Unterm
Strich ist „The Machine Girl“ ein blutiges Spektakel mit
Anlehnungen an „Planet Terror“ und auch etwas an „Tanz der
Teufel“. Der Film ist zwar prinzipiell als eine gewöhnliche
Rache-Story aufgebaut, genauer betrachtet muss man aber sagen, dass
er mit die ungewöhnlichste Rache-Story aller Zeiten ist. |