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Eine
junge Frau kommt verletzt und verwirrt in eine Arztpraxis.
Eine Krankenschwester ist erschüttert über ihren Zustand.
Verwirrt wird sie, als die Verletzte plötzlich anfängt das
„Hänsel und Gretel“-Lied zu singen und von dem erzählt,
was ihr passiert ist:
Eine Gruppe junger Leute reist aus irgendeinem Grund irgendwo
hin und hat auch noch das Pech, dass sie sich verfahren. Da
der Fahrer nicht einlenken will und immer noch überzeugt ist,
dass die Gruppe in die richtige Richtung steuert, wird eine
Nacht auf unbekannten Terrain verbracht.
Am nächsten Morgen ist die Überraschung groß, als das Auto
nicht anspringen will. Da es in diesem Gebiet auch kein
Funknetz gibt, wandern die Reisenden arglos auf ein
unbekanntes Ziel los: Ein alleinstehendes Haus. In diesem Haus
befinden sich bereits zwei Studentinnen, die gegen ihren
Willen dort festgehalten werden. Von einem Wesen aus der Märchenwelt,
genannt Gruselpeter. Und der hat nichts Gutes im Sinn... |
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Märchenerzählungen
sind keine Seltenheit im Horror-Film. Es gibt immer wieder
Geschichten, die aufgegriffen und in den verschiedensten Varianten
wiedergegeben werden. Mit „Es war einmal...“ versucht sich nun
ein deutscher Independet-Film mit dieser Thematik, die sich nicht
nur auf ein Märchen, sondern mehrere bezieht. Prinzipiell muss man
da natürlich schon mal die Augenbrauen hochziehen. Deutsche
Filmemacher aus dem No-Budget Bereich sind ja eher dafür bekannt,
dass sie mit literweise Blut und seltsam maskierten Zombies
versuchen für Aufsehen zu sorgen.
Hier ist das anders. Es wurde eine Story ausgewählt, die von vorne
bis hinten ernst ist. Prinzipiell muss dies kein Nachteil sein. Die
Crew von Transcendental Pictures hat aber bei der Umsetzung
mit der Technik und der Darstellung zu kämpfen. Und das nicht zu
knapp. Es fängt damit an, dass der Ton nicht sonderlich gut vom
Aufnahmegerät eingefangen wurde. Viele Dialoge sind viel zu leise.
Dreht man dann mal an der Schraube, um nicht zu verpassen, kann es
sein das einem in der nächsten Szenen fast die Ohren vom Kopf
fallen, weil es auf einmal furchtbar laut wird. Dies gilt zwar nur für
einige, wenige Szenen, stört aber ungemein.
Die Kamera und der Schnitt gehen mit einem zugedrückten Auge in
Ordnung. Hier hat man zumindest das rausgeholt, was man rausholen
konnte und stimmungsfördernde Farbfilter eingesetzt. Auch die Musik
hört sich gut an. Darstellerisch gibt es Schwächen. Wie bei
solchen Produktionen üblich ist. Lediglich Steffen Röhrs kann in
der Rolle des Gruselpeters überzeugen. Dies liegt aber hauptsächlich
daran, dass die Rolle an sich völlig überzogen ist. Sie entstammt
halt der Märchenwelt. Aber dennoch darf man Röhrs zu seiner
Leistung gratulieren, da er sich doch deutlich von seinen
Mitstreitern abhebt.
An der Geschichte gibt es nichts zu meckern. Sie wirkt durchdacht,
zielstrebig und versteht es, über die komplette Stunde Spielzeit zu
unterhalten. Wirkliche Längen sucht man vergebens. Auch die Dialoge
sind, wenn denn dann gut zu verstehen, alles andere als Trash-Niveau.
Dies gilt aber nicht für die, wohl wenig kosten- und
zeitintensiven, Spezialeffekte. Es gibt zwar nur sehr wenige blutige
Einlagen, diese versagen aber komplett. Von daher verwundert es auch
nicht, dass „Es war einmal...“ trotz Skalpierung und Gedärmewühlerei
mit einem FSK 12 versehen wurde. Klingt zwar komisch, ist aber
nachvollziehbar.
Im Gesamteindruck bleiben leider die eklatanten Schwächen stärker
im Gedächtnis als die vorhandenen Stärken. Man sieht, dass
Potential vorhanden ist, allerdings macht das Gucken nur bedingt Spaß.
Die Crew hat leider zu schlechtes Equipment für die Verfilmung
eines solch ernsten Themas. Die Idee ist gut, ebenso das Drehbuch,
der Gesamteindruck aber nicht wirklich. |
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Bei
dem Bonusmaterial hat man sich wirklich Mühe gegeben. Es gibt im
nett animierten DVD-Menü neben ein paar Trailern ein knapp 20 minütiges
Making Of, ein paar Outtakes (ca. 15 Minuten), Behind „Es war
einmal...“ (ca. 15 Minuten), eine Slideshow und den
Audiokommentar. Die bebilderten Extras haben zwar auch ein wenig mit
der Technik zu kämpfen, sind aber gut zu betrachten und gerade für
Independent-Freunde interessant.
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