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Vier
Stundenten haben die nette Aufgabe erhalten, etwas über die
Ursprünglichkeit ihres Heimatlandes herauszufinden. Dafür
reisen die vier jungen Leute in das Ozark-Gebirge,
welches tief im Süden von Missouri liegt. Im Zielgebiet
machen sie nicht gerade atemberaubende Entdeckungen. Die Weitläufigkeit
des Landes kommt ihrem Forscherdrang nicht wirklich entgegen.
Als die Studenten auf einer Landstraße eine Autopanne haben,
ändert sich ihre Situation aber schlagartig. Erst entdecken
sie auf der Straße ein Kind, was sich erschreckenderweise als
Erwachsener herausstellt. Dann treffen sie in einem großen
Zelt auf gottesfürchtige Einheimische. Später lernen sie
noch eine Handvoll Leute kennen, die leicht deformiert sind
und ihnen nicht freundlich gesonnen zu sein scheinen. Sie
erfahren des Weiteren von der legendären „Albino Farm“,
die abgelegen liegt und etwas Unheimliches beherbergen soll.
Mit Forschergeist im Blut lassen sich zwei der Studenten zur
Farm bringen um die Legende zu ergründen. Ohne zu ahnen, dass
sie einen folgenschweren Fehler begehen... |
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Was
haben wir uns nicht schon mit Mutanten rumschlagen müssen. Mit
fiesen Genossen, die in Keller gesperrt wurden. Mit degenerierten Brüdern
in den Wäldern der Rocky Mountains oder mit ihren atomverseuchten
Kollegen in New
Mexicos Wüste. Prinzipiell funktioniert die Bedrohung durch solche
Monster immer. Zumindest wenn man als Regisseur einigermaßen
Fachverstand besitzt. Denn Storytechnisch kann man in diesem
Subgenre kaum etwas falsch machen.
Mit „Albino Farm“ kommt nun ein neuer Film in die DVD-Regale,
mit einer ebensolchen Thematik. Er verfügt über eine Story, die
das Genre natürlich nicht neu erfindet, bei der man sich aber
offensichtlich einige Gedanken gemacht hat. Sie funktioniert gut und
hält den Betrachter von Anfang an bei der Stange. Die vier
Protagonisten werden nicht mittels Holzhammer mit den unheimlichen
Landeiern konfrontiert, sondern müssen einige Hindernisse überwinden,
bis sie eine Gegenüberstellung erreichen.
Der Weg dorthin ist außerordentlich gut gelungen. Es wird behutsam
an der Spannungsschraube gedreht. Behutsam aber konstant. Man
fiebert unweigerlich mit den Protagonisten mit. Wie sie ein Ding
nach dem anderen entdecken und sich offensichtlich dem großen
Schlamassel nähern. Die Atmosphäre wird auch behutsam aufgebaut.
Erst ist alles noch sehr entspannt, steigert sich dann aber von
Szene zu Szene, bis sie in der dunkeln Nacht zu ihrem Höhepunkt
kommt. Man muss aber auch feststellen, dass sich das Geschehen in
der Nacht etwas festrennt. Dies ist sicherlich nicht unüblich für
einen Film dieser Art, stört aber etwas.
In besagter Nacht kommt es nicht nur zur Gegenüberstellung mit den
Dingern aus der Legende, es gibt auch Blutvergießen. Der Härtegrad
bei den Spezialeffekte ist dabei von mittlerer Natur. Nicht übermäßig,
aber gut gemacht und auch recht fies. Es gibt sogar ein gut
gelungenes CGI zu bestaunen. Dies erkennt man nur daran, weil es mit
traditionellen Spezialeffekten in der gezeigten Art nicht
realisierbar ist. Zahnärzte werden beim Betrachten der Szene auf
ganz neue Ideen beim Bearbeiten eines Oberkiefers kommen...
FX-Experte Jason Barnett („Hellboy, „Silent Hill“) hat hier
und bei der Erschaffung der ekeligen Masken, wirklich ganze Arbeit
geleistet.
Darstellerisch bewegt man sich im soliden Bereich. Bekannte
Gesichter sind nicht vertreten. Der weltbekannte US-Amerikanische
Wrestling-Star Chris Jericho aus der World Wrestling Entertainment
Liga ist zwar mit von der Partie, dafür kann man sein Gesicht unter
seiner Maske aber nicht erkennen. Die Darsteller spielen durchaus
glaubhaft und schaffen es so, dass man in spannenden Szenen nicht
von irgendwelchen fehlenden Fähigkeiten gestört wird.
Genrefans werden bei „Albino Farm“ sicherlich keinerlei Enttäuschung
erleben. Der Film wurde von den Debüt-Regisseuren Joe Anderson und
Sean McEwen gut in Szene gesetzt und versteht es gut zu unterhalten.
Da die Monster, Spannung, Atmosphäre, FX und die Optik als gelungen
betrachtet werden dürfen, ist das gute Gelingen die logische
Schlussfolgerung. Kleine Schwäche wie das temporäre Abfallen der
Spannungskurve und einige Logikschwächen gehören zum Genre, wie
der Wurm in den Apfel. |