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Firmenchef
John Dash ist mit dem Verhalten seiner Mitarbeiter nicht ganz
einverstanden. Die Firma produziert Videospiele und Dash wünscht
sich, dass seine Untergebenen ein besseres Gespür für Taktik
bekommen. Deshalb will er mit sieben Kollegen in den Wald
fahren, um dort eine Runde Paintball zu spielen. Die Crew
macht sich auf, verirrt sich aber leicht. Doch ein komischer
Kauz verrät ihnen den Weg in den Park. Sogar über eine Abkürzung.
Endlich angekommen werden zwei Viererteams gebildet. Dem
Gewinner winkt eine Überraschung.
Doch die Umgebung von Jasper Park ist nicht so einsam und
verlassen, wie es im ersten Moment aussieht. Beim Spielen wird
jemand von einer Farbkugel getroffen, der nicht zur Mannschaft
gehört. Ärger steht ins Haus. Und es kommt noch schlimmer:
Die Paintball-Gruppe hat das Territorium einer Redneck-Familie
betreten, die sich vom FBI verfolgt fühlt. Und die Landeier
wollen sich nichts vom Staat sagen lassen. Gar nichts... |
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Horror-Filme
mit Redneck-Thematik funktionieren immer. Könnte man zumindest
meinen, denn selbst die schwächsten Filmbeiträge dieses Subgenre
haben meist dieses Faszinierende, dieses Ungehobelte. Und wir haben
Angst davor, selbst mal einen solchen Degenerierten zu begegnen,
wollen auf der Leinwand aber immer mehr sehen. Und so dürfte es
keinen verwundern, wenn Rednecks die Protagonisten den Mittelpunkt
zahlreicher B-Movies darstellen. Wie hier, in „Jasper Park“.
Die Story ist bei „Jasper Park“ relativ schlicht gehalten. Eine
Firma reist in den Wald, kommt in Kontakt mit Landeiern und hat dann
ein riesiges Problem. Dem Zuschauer wird dies bereits bewusst, als
die Hobbysportler an der Tankstelle halten und es sich nicht nehmen
lassen, die Ratschläge eines Hillbilly anzunehmen um dann
querfeldein zu ihrem Ziel zu gelangen. Selber Schuld denkt man sich
da schon und lässt den Rest des Films über sich ergehen.
Gut ist bei einem Film solcher Art, dass man seitens der Macher fast
immer mit Außenaufnahmen glänzen kann, was auch hier der Fall ist.
Ob das Gelände wirklich der kanadische Jasper Park ist, lässt sich
nicht eindeutig bestimmen. Fest steht aber, dass die Natur, in der
gedreht wurde, optisch überzeugen kann. Was nicht so ganz überzeugen
will, zumindest optisch, sind die Rednecks. Es wird zwar von
Mutationen gesprochen, viel mehr als eine Hasenscharte bekommt man
aber nicht zu Gesicht. Was man auch nicht vor die Linse bekommt,
sind derbe Gore-Szenen. Es wird zwar gepiekst, geschossen und
gefoltert, der Film hält sich bei der Darstellung von
Spezialeffekten dezent zurück.
Für die Folterszenen wurde extra ein kleiner Bunker hergerichtet,
in dem einige Nicht-Rednecks eingesperrt werden. Doch „Backwoods“
, so der Original-Titel, kann nicht zu dem neumodischen
Toture-Porn-Stuff gezählt werden. Die eigentlich fiese Folter ist
eher psychischer Natur, da im Keller Frauen gehalten werden, die der
Nachwuchsgewinnung diesen sollen. Aber auch dieser Teil des Films
wird nur nebensächlich betrachtet. In erster Linie geht es um den
Überlebenskampf der Gruppe. Und den kann man nett beobachten. Es
gibt Spannung, ein paar Stunts und all das Zeug, was dazugehört.
Regisseur Marty Weiss („Vampires:
The Turning“)
hat eine solide Arbeit abgelegt. Er versucht auch mit einigen
Kamera-Spielchen das Geschehen einige Male etwas aufzufrischen.
Etwas Besonderes bekommt man aber nicht geboten. Dies gilt auch für
die Schauspiel-Crew, die bestenfalls solide agiert. Natürlich mit
den zugehörigen Ausnahmen, die ja bekanntlich die Regel bestätigen.
Ryan
Merriman könnte aus „Final Destination 3“ oder dem
amerikanischen „Ring 2“ bekannt sein. Jonathan Chase hat unter
anderem in „The Gingerdead
Man“ und „7eventy 5ive“ mitgewirkt.
„Jasper Park“ funktioniert. Mehr nicht. Es fehlt ihm etwas an
Spannung und etwas mehr an Atmosphäre. Zumindest wenn man einen
Film wie „Wrong Turn“ oder „Die letzten Amerikaner“
erwartet. Die Geschichte um die paranoiden Rednecks wird sicherlich
keinen vom Hocker hauen, für eine solide Unterhaltung reicht es
aber allemal. |
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Der Horror-Page lag
als Rezensionsvorlage die Presse-DVD aus dem Hause Sunfilm vor. Sie
ist mit reduzierter Ton- und Bildqualität ausgestattetet, weswegen
diese Punkte an dieser Stelle nicht beurteilt werden können. Als
Extras gibt es auf der DVD, die am 26.06.2009 erscheint, nach Angabe
von Sunfilm „Trailer“.
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