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Die Wälder West
Virginias. Wer „Wrong Turn“ kennt, den lässt dieser Satz
erschaudern, denn dort leben jenem Film zufolge kranke, verkrüppelte
Menschen, deren Hobby es ist, andere Leute abzuschlachten.
„Das ist ja ’ne
tolle Idee, die nehm’ ich auch!“ – muss sich der Regisseur
Kevin Higgins für sein Debüt „Plasterhead“ gedacht haben. Denn
Ähnlichkeit weißt „Plasterhead“ zu „Wrong Turn“ allemal
auf. Der Film ist gut gemacht, weist eine passende Atmosphäre auf,
die genau das Dorf-mitten-im-Nirgendwo-Klischée trifft. Jedoch ist
er leider bis auf die letzten 20 Minuten kaum spannend, da man fast
alle Situationen erahnen kann und den Zuschauer kaum Überraschungen
erwarten.
Die dem Laien wohl
eher unbekannten Schauspieler machen ihren Job gut, sie nerven
nicht, sie übertreiben nicht. Man kann sie einfach nicht hassen,
was dafür sorgt, dass man den Film nicht nur wegen seiner Effekte
gucken will, sondern auch wegen der Handlung. Hier fragt man sich
dann doch oft: Wen könnte Plasterhead als nächstes erwischen? Ein
guter Effekt um die Spannung ins Positive zu treiben.
Besonders der gefühlskalte
Sheriff macht seine Aufgabe sehr gut, da er doch alle Vorurteile vor
Dorfsheriffs bestätigt und somit mit der vorher erwähnten Atmosphäre
Hand in Hand geht.
Etwas unspektakulär
ist man in Sachen Splatter geblieben. Leider gibt es kaum wilde
Blutspritzereien, es gibt nichts, was man nicht schon mal gesehen
hat. Lediglich das Gesicht von Plasterhead, oder zumindest Teile
davon, kriegt der Konsument zu Beginn des Films vor die Augen, das
ist aber auch dann alles, was man von seinem Gesicht zu sehen
bekommt.
Die Geschichte wird
durch einen kleinen Prolog eingeleitet, der in naher Vergangenheit
eine von Plasterheads Bluttaten vorstellt, während dies von einer
Radiosendung begleitet wird, die sich – wie
könnte es besser passen? – mit lokalen Mythen beschäftigt,
unter anderem natürlich mit der des Ray Williams, a.k.a.
Plasterhead: schön gemacht!
Die grauenhafte
Geschichte unseres Monsters lässt sich übrigens sehr gut anhören.
Wenn man ähnliche Fälle nicht schon kennen würde, wäre dieser
Film definitiv besser, weil sich so schon alles erahnen lässt.
Allerdings macht die Atmosphäre den Film sehenswert. |