Bloody Reunion
Seuseung-ui eunhye

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Story

Das Klassentreffen war als harmonisches Wiedersehen gedacht. Zum Geburtstag ihrer ehemaligen Lehrerin - mittlerweile ein Pflegefall und an den Rollstuhl gefesselt - hatte ihre frühere Schülerin Mi-Ju als besondere Überraschung einige Klassenkameraden in das einsame Landhaus am Meer eingeladen. Doch die anfängliche Freude über die Zusammenkunft währt nicht lange. Mit der Vergangenheit konfrontiert, wird den Schülern nach und nach klar, dass die nette alte Dame alles andere als ein Engel ist. Und das soll nicht die einzige böse Überraschung des Abends bleiben: Ein geheimnisvoller Killer mit Hasenmaske treibt sein Unwesen…

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Alle Bilder sind Eigentum des jeweiligen Studios
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Kritik

Man mag es kaum glauben, aber es gibt sie tatsächlich noch: Moderne Horrorfilme aus Fernost, die ihren Thrill einmal nicht durch verwunschene Telefone, ungekämmte Mädchen im weißen Nachthemd oder zähneknirschende bleiche Blagen in der Besenkammer beziehen. 

Damit bricht Dae-Won Lim bei seinem Regiedebüt mit den herkömmlichen Traditionen, folgt gleichzeitig aber dem aktuellen Trend, den Zuschauer mit möglichst raffinierten Plottwists überraschen zu wollen. Dies gelingt ihm allerdings nur bedingt. Zwar ist es löblich, dass er versucht, mit verschiedenen Storylines und unerwarteten Wendungen in der Handlung für Spannung zu sorgen. Jedoch verliert er dabei letztendlich in der eigenen Kreativität die Übersicht. So werden interessante Aspekte der Handlung nur oberflächlich angeschnitten, einige eingeschlagene Pfade gar nicht bis zum Ende beschritten.

Nichtsdestotrotz ist das Resultat ist durchaus unterhaltsam.  

BLOODY REUNION beginnt zunächst als melancholisches Psychodrama. Bei einem Klassentreffen zu Ehren ihrer ehemaligen Lehrerin Mrs. Park holt die Schüler ihre Vergangenheit ein. Bald erkennen sie, dass sie der netten Person, die sie einst als Kinder so verehrten, mehr zu „verdanken“ haben als nur ihre Schulbildung. Durch Rückblenden erfährt der Zuschauer nach und nach, dass jeder einzelne Charakter sein eigenes persönliches Schicksal zu meistern hat, für das die Lehrerin durch ihre grausamen und menschenverachtenden Lehrmethoden verantwortlich ist. Der ehemalige Spitzensportler der Klasse ist nun ein alkoholkranker Krüppel. Der einstige Lieblingsschüler der Lehrerin ist inzwischen ein seelisches Wrack, das seine Psychosen mit Medikamenten bekämpft. Und das kleine pummelige Mädchen, damals von Lehrerin und Mitschülern immer gehänselt, ist nun gertenschlank – aber durch unzählige Schönheitsoperationen entstellt…  

Doch bevor sich die Schüler jetzt in bester „Tötet Mrs. Tingle“ – Manier an ihrer Peinigerin von damals rächen können, kommt zur Mitte des Films die Wende im Plot. Ab dann mutiert BLOODY REUNION zum lupenreinen Slasher in bestem Old-School 80er-Jahre-Gewand, inklusive mysteriösem maskierten  Killer, blutigen Morden und reichlich Terror im Parkett.

Dabei hebt sich BLOODY REUNION von herkömmlichen Ami-Slashern à la „Freitag der XYste“ ab, da hier die Opfer eben keine grenzdebilen Teenager sind, die für vorehelichen Sex oder Drogenkonsum abgestraft werden. Auch die Identität des Killers ist durch die bereits angesprochenen Wendungen in der Story für den Zuschauer bis zuletzt nie eindeutig klar. Für Spannung ist somit durchgehend gesorgt.     

Die deutsche Fassung macht einen gekürzten Eindruck. Dieser Verdacht drängt sich zumindest auf, da unter anderem am Ende des Films einige Szenen, insbesondere der Tod des Killers, geschnitten wirken. 

Trotz einiger dramaturgischer Schwächen in der Story ist BLOODY REUNION definitiv einen Blick wert, insbesondere für Freunde asiatischen Horrors, denen Telefone, Geistergören oder Wunschbrunnen-Videos schon lange nur noch ein gruseliges Gähnen hervorlocken…

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DVD

Die DVD bietet mehrere Extras, die allesamt im Originalton mit englischen Untertiteln verfügbar sind. Neben einem obligatorischen „Making Of“, einem Interview mit Regisseur Dae-Won Lim und einer Dokumentation des Fotoshootings mit den einzelnen Schauspielern bieten Eindrücke von der Arbeit der Effektspezialisten interessante Einblicke hinter die Kulissen der Dreharbeiten. Hierbei sind unter anderem auch sehr grafische Splatterszenen zu begutachten, die in der deutschen Fassung fehlen. Darüber hinaus haben es auch einige Handlungssequenzen nicht in die endgültige Fassung geschafft, wie es das Bonusfeature „Deleted Scenes“ verdeutlicht. Ein geschickt zusammengestellter Trailer des Films rundet das Paket des Bonusmaterials ab, das von Art und Umfang seiner Zusammenstellung aber über den regulären Standard nicht hinausragt.

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Informationen
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Drehland Südkorea
Drehjahr 2006
Laufzeit ca. 91 Minuten
Regie Dae-wung Lim
Darsteller Seong-won Jang
Eung-su Kim
Dong-kyu Lee
Ji-hyeon Lee
u.a. 
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Bild 1,85:1 (16:9) 
Ton DD5.1
Sprachen Deutsch, Koreanisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Bewertung
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Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
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Gesamteindruck
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Label:

© 2009 www.horror-page.de

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