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| Story |
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Coffin
Joe ist wieder da! Nach rund 40jähriger Haft hat er es
endlich geschafft. Raus ist er aus dem Gefängnis und er wütet
fortan heiter weiter, als hätte er nie aufgehört. Für
diejenigen die ihn noch nicht kennen: Coffin Joe ist (wie es
der Name ja eigentlich schon fast sagt) Leichenbestatter. Er
hat einen langen grauen Bart, zentimeterlange Fingernägel und
ein Faible für Sadismus, Satanismus, scharfe Schneiden und
lebt in Rio. Gegen Hübsche Frauen, die ihm untertänig in
knappen Lederoutfits dienen, hat er auch nichts einzuwenden.
Wartend vor dem Gefängnis empfängt ihn sein buckliger Diener
Bruno. Alles ist vorbereitet. Joe kann nun zum dritten Mal wüten
und die perfekte Frau suchen, die für ihn ein Kind austragen
soll… |
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José
Mojica Marins läutete 2008 zur dritten Runde. Nach „At Midnight
I’ll Take Your Soul“ (1963) und „This Night I’ll Possess
Your Corpse“ (1966) schrieb er wieder ein Drehbuch, produzierte er
wieder den Film selbst und verkörperte er wieder seine
Lieblingsfigur mit extravagant coolem Namen Coffin Joe. Sein
Antikreuzzug gegen die christliche Religion wird authentisch
dargestellt, man fühlt regelrecht seinen Hass auf Kruzifixe und
Kirchen, auf Priester und Pastore. Er liebt alles Böse und
Verkommene, der perfekte Antiheld. Lob an José für die
Darstellung, das hat Cojones!
Allerdings
leidet die Spannung ein wenig, weil man irgendwie immer weiß, was
denn als nächstes passiert. Joe ist eben ein sehr gläserner
Charakter, der (dringendst!!!) eine Maniküre vertragen könnte.
Allerdings wird dem männlichem Publikum dieses Fehlen durch die
leicht bekleideten, manchmal gar nackten Damen versüßt; würde man
viel mehr sehen, könnte man von einem blutigen Porno reden. Joes
Gegenspieler sind in diesem Film, auch wenn sie sehr gläubig sind,
mindestens genauso grausam und schmerzliebend wie unser Satanist
selbst. Dementsprechend fühlt man sich beim Anschauen von Sachen
wie Ritualssex, Sex im Blutbad, Massenkannibalismus und dem Anblick
einiger Personen im Film schon irgendwie schmutzig und dreckig.
Wie
schon erwähnt gibt es Blut im Überfluss, in Sachen Splatter muss
man unsern José also nicht belehren.
Zusammenfassend
muss ich den Lesern sagen, dass man diesen Film gut und gerne gucken
kann. Man sollte sich aber vielleicht doch zuerst die Vorgänger
ansehen, denn die Flashbacks, die im Film des Öfteren kommen,
reichen nicht aus, um alle Wissenslücken zu schließen. |
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Trailer, Trailer,
Trailer – da gibt es auf jeden Fall genug zu gucken. Ein Making-Of
ist dabei, leider sollte man aber Portugiesisch können, von daher
kann ich nicht viel dazu sagen, da sehr viel interviewet wird. Aber
Bilder gucken kann man ja trotzdem.
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