|
Das
Geschehen in „Der Fluch – The Grudge 3“ reiht sich nahtlos an
die Geschichte des Vorgängerfilms an und bietet dem Zuschauer genau
das, was er sich erhofft. Ein gut gemachtes Filmchen mit gruseliger
Story. Potential gibt es noch genug für diesen dritten Teil der
Grusel-Reihe um die gurgelnden Geister mit den langen schwarzen
Haaren. Und nachdem es eine Zeit gab, wo man diese
bleichgeschminkten Erscheinungen, aufgrund der Marktfülle nicht
mehr sehen wollte freut man sich nun wieder auf die asiatischen
Geistererscheinungen. Denn nachdem in das japanischen Sub-Genre
etwas Ruhe eingekehrt ist, kann man sich mal wieder über eine
gurgelnde Gestallt auf seinem Bildschirm erfreuen.
Klar muss einem sein, dass die Geschichte keine wirklichen
Neuerungen mit sich bringt. Grundsätzliche Innovationen gibt es
nicht. Aber aus dem Material, was die Macher zur Verfügung hatten,
haben sie ziemlich viel rausgeholt. Der Film kann die Atmosphäre
aufbauen, die Grusel-Fans schätzen. Der Schnitt ist großartig und
die eingefangenen Bilder einwandfrei. Regisseur Toby Wilkins, der
sich bereits 2008 einen Namen mit dem soliden Splatter-Streifen „Splinter“
machte, zeigt erneut, dass er sein Handwerk beherrscht.
Gleich zu Beginn geht es zur Sache. Der Betrachter erhält quasi gar
keine Chance drüber nachzudenken, ob er einen Aufguss serviert,
oder ob er ein völlig neues Geschehen zu Gesicht bekommt. Nach
dem spannenden Start wird es ruhiger, aber nicht ohne an
Anziehungskraft zu verlieren. Zwischendurch geht es aber auch mal
etwas dialoglastig zu, die Szenen kann man mit etwas Geduld aber
problemlos überstehen.
„The Grudge 3“ spielt überwiegend in einem mittelgroßen
Mietshaus, was der Geschichte keinesfalls schadet. Der begrenzte
Platz bietet zwar keinen großen Spielraum, die vorhandenen Lokalitäten
werden aber bestens ausgenutzt. Als klein und fein kann man auch die
blutigen Spezialeffekte bezeichnen. Viele gibt es nicht. Diejenigen,
die aber da sind, können sich durchaus sehen lassen. Sowohl in
ihrer Darstellung als auch ihrer Härte. Zu den wenigen
Splatter-Einlagen gibt es auch noch ein paar unblutige
Spezialeffekte, welche zum Spannungsaufbau dienen und ihren Zweck
nicht verfehlen.
Was ebenfalls besondere Spannungsmomente mit sich bringt, ist eine
der Rollen. Im Skript wurde zum Glück drauf geachtet, dass der
Zuschauer die Möglichkeit bekommt mit den Rollen mitzufiebern. Im
positiven wie auch negativen Sinn. Auffällig ist dabei die kleine
Rose. Ein nettes, knuffiges, krankes Mädchen, dem man im Film
nichts schlechtes wünscht. Darstellerisch bewegt man sich auf einem
soliden Niveau, ohne kräftige Ausschläge in die ein oder andere
Richtung. Wirklich bekannte Gesichter bekommt man nicht zu sehen.
„The Grudge 3“ ist unterm Strich ein Film, der zwar nichts
wirklich Innovatives mitbringt, den man sich aber sorgenfrei
angucken kann, wenn man sich mal wieder gruseln will. An das
Original kommt dieser dritte Teil zwar nicht ran, er steht ihm aber
auch nicht viel nach. Mit einer gradlinigen Story, Sympathieträgern,
einer guten Inszenierung und gruseligen Momenten sorgt er für eine
solide Geister-Unterhaltung |
|
Der
Horror-Page lag zur Rezension eine Presse-DVD mit eingeschränkter
Bild- und Tonqualität vor. Deswegen ist die Bewertung des Medium,
welches am 22.
Oktober 2009 in den Verkauf geht, unmöglich. Laut Label werden
Deleted Scenes (ca. 5 Min.), ein Blick hinter die Kulissen (ca. 17
Min.) und Darsteller-Infos als Extras auf der DVD vorhanden sein.
|